Flüchtlinge drohen Autofahrern mit Holzlatten – Handwerker greifen zu Nagelschussgeräten

Epoch Times5. August 2016 Aktualisiert: 5. August 2016 14:42
Offenbar um wegen ihrer Verlegung in eine andere Flüchtlingsunterkunft zu protestieren, rannten zwei Asylbewerber vom Parkplatz einer Raststätte auf der Bundesstraße bei Bruchsal auf die Fahrbahn und setzten sich demonstrativ hin. Drei Insassen eines zum Halten gezwungenen Fahrzeuges stiegen aus, um nach dem Rechten zu sehen. Die beiden Migranten bekamen es wohl mit der Angst zu tun, rannten zurück und kamen mit einer großen Anzahl an "Kollegen" und mit Holzlatten bewaffnet zurück. Da es sich bei den Autofahrern um Handwerker handelte, hatten diese allerlei verteidigungsfähige Arbeitsgeräte in ihrem Fahrzeug ...

Zwei bisher unbekannte Asylbewerber rannten vom Rastplatz Autohof Herz’l auf der B35 bei Bruchsal auf die Straße und setzten sich demonstrativ vor herannahende Autos. Wie Zeugen berichteten, mussten die Fahrer zweier Autos bremsen, um einen Unfall zu vermeiden.

Die Insassen eines der Fahrzeuge, drei Handwerker, stiegen aus, um nach dem Rechten zu sehen. Sie gingen auf die beiden sitzenden Asylbewerber zu, welche sich sogleich zurück zum Parkplatz begaben und mit rund 25 anderen Migranten zurückkamen. Dabei hatten sich die Männer mit Kanthölzern bewaffnet.

Verteidigungsbereite Handwerker

Wie die Ermittlungen ergaben, gingen die Handwerker schnell zu ihrem Fahrzeug zurück, öffneten den Kofferraum und bewaffneten sich ihrerseits mit Eisenstangen und Nagelschussgeräten.

Wie Zeugen berichteten, sollen dabei aus den gasbetriebenen Werkzeugen Schüsse in Richtung der Flüchtlinge abgegeben worden sein.

Allerdings blufften die Handwerker nur: „Wir können technisch ausschließen, dass Nägel auf die Gruppe geschossen wurden“, stellte die Polizei nach Überprüfung der Nagelschussgeräte fest, so eine Sprecherin. Die Nägel können aufgrund der Sicherungseinrichtung nur bei entsprechendem Gegendruck einer Unterlage abgeschossen werden.

Aufeinandertreffen der Kulturen

Zu einer körperlichen Auseinandersetzung kam es laut Polizei nicht. Diese wertete die Werkzeuge und Holzlatten auf beiden Seiten eher als Drohgebärden gegeneinander. Noch bevor die Beamten ankamen, hatte sich der Streit bereits aufgelöst und die Handwerker waren weitergefahren.

Einzig um die 20 Flüchtlinge aus Syrien, dem Irak und Eritrea wurden noch auf dem Parkplatz der Raststätte angetroffen. Mehrere Holzstöcke wurden sichergestellt.

Das Fahrzeug der Handwerker wurde nach kurzer Fahndung nahe der Rheinbrücke auf der A61 bei Speyer auf Pfälzer Seite angehalten, die eingesetzten Nagelschussgeräte wurden sichergestellt, berichtete der „Focus„. Bei den Verdächtigen handelte es sich um drei Dachdecker (33, 36, 50) aus Rheinland-Pfalz.

Die Polizei ermittelt nun wegen versuchter gefährlicher Körperverletzung gegen alle Beteiligten und überprüft weiters, ob es sich bei dem Protest um einen gefährlichen Eingriff in den Straßenverkehr handelte. Überdies schwebt der Verdacht des Landfriedensbruchs über der Angelegenheit – eine Androhung oder Durchführung von Gewalttätigkeiten aus einer Menschengruppe heraus. (sm)

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