Spahn benennt konkrete Öffnungsschritte in Schreiben an Bundesländer

Epoch Times14. Mai 2021 Aktualisiert: 14. Mai 2021 20:41

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) benennt präzise Öffnungsschritte für den Weg aus der Pandemie.

In einem Schreiben an die Gesundheitsminister der Länder, über das die „Süddeutsche Zeitung“ berichtet, formuliert Spahn, es scheine zu gelingen, die dritte Welle zu brechen. Laut Spahn soll nun in allen Lebensbereichen intensiv getestet werden.

Zudem benennt er einige „Faustformeln“, nach denen die Länder ihre Maßnahmen ausrichten sollen, wenn die Inzidenz in der Region unter den Schwellenwert 100 gesunken ist.

Spahn: „Draußen ist es mindestens zehnmal so sicher wie drinnen“

So schreibt Spahn etwa über das Ansteckungsrisiko: „Draußen ist es mindestens zehnmal so sicher wie drinnen.“ Private Treffen sollten demnach in den kommenden Wochen nur mit einem weiteren Haushalt und unter Berücksichtigung einer der möglichen Schutzmaßnahmen stattfinden: Masken, Schnelltests, vollständiger Impfschutz oder eben „eine Verlagerung des Treffens nach draußen“.

In Schulen und Kitas seien zwei negative Tests pro Woche Voraussetzung für die Teilnahme am Präsenzunterricht. Außengastronomie soll mit tagesaktuell negativem Test und gesicherter Kontaktverfolgung möglich sein, Innengastronomie jedoch „unbedingt geschlossen“ bleiben, heißt es.

Kontaktloser Sport auch drinnen möglich

Einzelhandel, Museen und körpernahe Dienstleistungen sollten mit tagesaktuell negativem Test und Einhaltung der Maskenpflicht ermöglicht werden. Kontaktsport werde draußen, kontaktloser Sport auch drinnen möglich, jeweils mit abgeschlossener Impfung oder aktuellem Test und der Möglichkeit zur Kontaktnachverfolgung.

Die Maskenpflicht am Arbeitsplatz sei inzidenzunabhängig aufrecht zu erhalten, dazu müssen die Arbeitgeber Schnelltests zur Verfügung stellen.

Spahns Schreiben ist offenkundig eine Reaktion auf die umfassenden Lockerungsbestrebungen in zahlreichen Bundesländern. Es dürfe keinesfalls einen „politischen Wettlauf der Lockerungen“ geben, heißt es in dem Papier.

Gesundheitsminister Spahn mit AstraZeneca geimpft

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) hat sich am Freitag von seinem Hausarzt im münsterländischen Legden gegen Corona impfen lassen. Der 40-Jährige erhielt den Impfstoff der Firma AstraZeneca.

Er habe sich nach einem Gespräch mit dem Arzt bewusst dafür entschieden, erklärte er nach Angaben eines Sprechers. Für den kompletten Schutz brauche Spahn nur eine Impfung, da er bereits eine Corona-Erkrankung durchgemacht habe, sagte der Sprecher weiter.

„Nach diesen langen Monaten der Pandemie fühlt es sich gut an, geimpft und damit geschützt zu sein. Alle bei uns zugelassenen Impfstoffe wirken sehr gut und sind sicher“, betonte Spahn. „Ich kann nur jedem empfehlen, der ein Impfangebot bekommt, sich auch impfen zu lassen.“ Der Weg raus aus der Pandemie führe nur über mehr Impfungen und geringere Inzidenzen.

Nach Angaben seines Ministeriums hätte Spahn auch in Berlin die Möglichkeit gehabt, sich als Mitglied der Bundesregierung in der Prioritätsgruppe 3 mit anderen Impfstoffen impfen zu lassen. Der Astrazeneca-Impfstoff kann seit dem 6. Mai unabhängig von Prioritätsgruppen verimpft werden. (dpa)



Gerne können Sie EPOCH TIMES auch durch Ihre Spende unterstützen:

Jetzt spenden!


Kommentare
Liebe Leser,

vielen Dank, dass Sie unseren Kommentar-Bereich nutzen.

Bitte verzichten Sie auf Unterstellungen, Schimpfworte, aggressive Formulierungen und Werbe-Links. Solche Kommentare werden wir nicht veröffentlichen. Viele Kommentare waren bisher schon anregend und auf die Themen bezogen. Wir bitten Sie um eine Qualität, die den Artikeln entspricht, so haben wir alle etwas davon.

Da wir die juristische Verantwortung für jeden veröffentlichten Kommentar tragen müssen, geben wir Kommentare erst nach einer Prüfung frei. Je nach Aufkommen kann es deswegen zu zeitlichen Verzögerungen kommen.

Die Kommentarfunktion wird immer weiter entwickelt. Wir freuen uns über Ihr konstruktives Feedback, sollten Sie zusätzliche Funktionalitäten wünschen an [email protected]


Ihre Epoch Times - Redaktion