Hamburg, Bremen und Berlin wollten Böllerverbot an Silvester

Bei der Innenministerkonferenz Anfang Dezember brachten die Stadtstaaten das Thema Böllerverbot an Silvester zur Sprache. Sie konnten sich gegen die Innenminister der Flächenstaaten nicht durchsetzen.
Viele Menschen sind laut einer Umfrage keine Fans vom großen Böllern und Raketenzünden an Silvester.
Viele Menschen sind laut einer Umfrage keine Fans vom großen Böllern und Raketenzünden an Silvester.Foto: Sebastian Willnow/dpa
Epoch Times27. Dezember 2023

Die Innensenatoren der Stadtstaaten Hamburg, Bremen und Berlin haben einem Medienbericht zufolge bei der letzten Innenministerkonferenz Anfang Dezember vergeblich für ein Böllerverbot an Silvester plädiert.

Der Vorschlag habe sich bei den Innenministern der 13 Flächenländer nicht durchsetzen können, sagte Thüringens Innenminister Georg Maier (SPD) den Zeitungen des „RedaktionsNetzwerks Deutschland“ vom Mittwoch.

„Die Stadtstaaten haben ein Böllerverbot bei der Innenministerkonferenz zum Thema gemacht“, sagte Maier. „Aber das hat in den Flächenländern keinen Widerhall gefunden.“

Silvesterfeuerwerke in Berlin und Flächenländern wie Thüringen seien „nicht zu vergleichen“, sagte Maier weiter.

Wenn Feuerwerkskörper wie in Großstädten auf Einsatzkräfte geschossen werden, dann hat das eine ganz andere Qualität.“

Der SPD-Politiker warnte zugleich angesichts des Gazakriegs vor Anschlägen zum Jahreswechsel in Deutschland. „Gerade an Silvester kann etwas passieren“, sagte Maier. „Das wird sehr herausfordernd.“ Es gehe bei entsprechenden Warnhinweisen im Übrigen nicht darum, die Bürger vom Feiern abzuhalten, sagte der Landesinnenminister weiter. „Es geht nur darum, aufmerksam zu sein.“

Die Parlamentarische Geschäftsführerin der Bundestagsfraktion der Grünen, Irene Mihalic, sagte den RND-Zeitungen: „Die große Gefahr, die vom islamistischen Terrorismus ausgeht, ist enorm und wir sehen die Anschlagsdrohungen mit großer Sorge. Gleichzeitig ist es beruhigend, dass unsere Sicherheitsbehörden sehr aufmerksam sind.“ (afp)



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