Die Linke ringt um einen Neuanfang. Auf dem Parteitag Ende Juli soll der Vorstand neu gewählt werden.
Die Linke ringt um einen Neuanfang. Auf dem Parteitag Ende Juli soll der Vorstand neu gewählt werden.Foto: Christoph Soeder/dpa

Heidi Reichinnek kündigt Kandidatur für Linken-Vorsitz an

Epoch Times25. Mai 2022 Aktualisiert: 25. Mai 2022 17:34

Für die Neuaufstellung der Linken-Führung gibt es eine weitere Kandidatin: Am Mittwoch kündigte die Bundestagsabgeordnete Heidi Reichinnek ihre Kandidatur für den Parteivorsitz an. Die 34-Jährige teilte mit, sie wolle sich für die „Aussöhnung der Partei“ einsetzen. „In unserer Außenwahrnehmung und Außenwirkung gibt es ein massives Verbesserungspotenzial“, schrieb Reichinnek auf ihrer Webseite. Die Linke werde wahrgenommen, „allerdings nicht inhaltlich“.

„Die Auseinandersetzungen haben über die Jahre zunehmend an inhaltlicher Substanz verloren und sind dafür immer rabiater geworden“, beschreibt Reichinnek den Zustand ihrer Partei. „Nur wenn wir uns jetzt versöhnen, kommen wir in die Lage, unsere inhaltlichen Differenzen vernünftig und intern in den Gremien bis hin zu den Parteitagen zu debattieren und produktiv aufzulösen.“

Reichinnek wurde in Merseburg in Sachsen-Anhalt geboren und lebt in Niedersachsen. Ihr Wahlkreis ist die Stadt Osnabrück. Die Politikwissenschaftlerin mit Schwerpunkt Naher und Mittlerer Osten engagierte sich in den vergangenen Jahren in der Flüchtlingshilfe und Jugendarbeit. Seit 2019 ist sie Landesvorsitzende der Linken in Niedersachsen.

Damit hat neben der bisherigen Parteichefin Janine Wissler eine weitere Frau ihre Kandidatur für die Wahl der neuen Linken-Spitze erklärt. Am Dienstag hatten der sächsische Bundestagsabgeordnete Sören Pellmann und der EU-Parlamentarier Martin Schirdewan angekündigt, auf dem Parteitag Ende Juni in Erfurt antreten zu wollen. Auch künftig soll eine Doppelspitze die Partei führen.

Im April war Wisslers Ko-Parteivorsitzende Susanne Hennig-Wellsow nach nur 14 Monaten zurückgetreten. Als Gründe nannte sie neben privaten Motiven die gescheiterte Erneuerung der Partei und die Berichte über sexuelle Übergriffe. (afp/dl)



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