Fünf Tage lang war sie unterwegs, nun ist sie wieder eingefangen - und das Sommerloch schließt sich: Ein Reptilienexperte trägt die berühmt-berüchtigte Monokelkobra von Herne in einem Behälter aus einem Hauseingang.Foto: Marcel Kusch/dpa

Kobra-Video aus Herne: Der dramatische Moment der Gefangennahme – Doch wer zahlt das Ganze?

Epoch Times30. August 2019 Aktualisiert: 3. September 2019 10:51
Die tagelange Suche nach der hochgiftigen Kobra in Herne ist zu Ende. Das Tier wurde am Haus entdeckt und eingefangen. Entgegen den Vermutungen befand sie sich nicht mehr im versiegelten Gebäude, hätte also jederzeit auf Menschen treffen können. Ein Video der Stadt zeigt den dramatischen Moment der Gefangennahme des Tiers.

Sie hatte mehrere Tage lang für Aufregung gesorgt und 30 Bewohner eines Häuserblocks in Ausweichquartiere geschickt: die Monokel-Kobra von Herne-Holthausen.

Kobra durch Zufall entdeckt

„Niemand wurde verletzt“, gibt die Stadt im Ruhrgebiet Entwarnung. Am Nachmittag war die gefährliche Giftschlange erstmals seit Tagen gesichtet worden. Bisher hatte man sie immer in einem der evakuierten Häuser des Blocks vermutet. Ein Fehler, der glücklicherweise ohne Folgen blieb.

Ein Anwohner hatte dem Herner Bürgermeister beim Ortstermin vorgeschlagen, aus Sicherheitsgründen das hohe Gras hinter dem Haus abzumähen. Ein Mitarbeiter des Stadtbetriebs Castrop-Rauxel entdeckte die aufgeschreckte Schlange dann bei den Mäharbeiten an dem Haus, in dem das Reptil am Sonntag zuletzt gesehen worden war. Er sprach von einem „gelb-goldfarbigen Tier“, das sich zunächst zurückgezogen habe.

Letztendlich wurde sie unter einer Stufe am Kellereingang eines Wohnhauses entdeckt und von dem Bochumer Schlangenexperten Roland Byner (55) eingefangen. Ein Video der Stadt Herne zeigt den gefährlichen und dramatischen Einsatz, der mit einem erleichterten Aufatmen beendet werden konnte. Die Monokel-Kobra wurde in einer Plastikkiste mit roten Totenkopfaufklebern eingesperrt und von der Feuerwehr abtransportiert.

Wer kommt für die Kosten auf?

Die Bewohner der Häuser konnten mittlerweile in ihre Wohnungen zurückkehren. Lediglich die Wohnung des mutmaßlichen Besitzers der Kobra wurde versiegelt, um Spuren und Beweise zu sammeln.

Die Stadt Herne wird weiter in der Wohnung nach Indizien dafür suchen, dem mutmaßlichen früheren Besitzer nachzuweisen, dass ihm die Schlange zuzuordnen ist. Das geschieht, um ihn für entstandene Kosten in Regress nehmen zu können.“

(Stadt Herne)

Allerdings muss die Stadt dem Mann nicht unbedingt beweisen, dass er der Halter der Schlange war: „Das ist er aus unserer Sicht eindeutig. Hier greift die sogenannte Störerauswahl, bei der die Störung eindeutig einem Verursacher zuzuordnen ist“, erklärte die für den Fall zuständige Stadtsprecherin Nina-Maria Haupt. (dpa/sm)


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