Die CDU debattiert über die Form des anstehenden Parteitags.Foto: Peter Steffen/dpa/dpa

Mohring für CDU-Freiluft-Parteitag im Frühjahr – Linke droht bei Parteitag-Absage eine halbe Million Euro Verlust

Epoch Times27. Oktober 2020 Aktualisiert: 27. Oktober 2020 9:39
Nach der Verschiebung des CDU-Parteitags hat Präsidiumsmitglied Mohring einen Freiluft-Kongress im Frühjahr angeregt. Der Linken droht derweil aufgrund ihrer Parteitag-Absage möglicherweise ein größerer finanzieller Schaden.

Nach der Verschiebung des CDU-Parteitags hat Präsidiumsmitglied Mike Mohring ein Treffen der Delegierten unter freiem Himmel im Frühjahr angeregt. „Wir sollten uns spätestens im Januar auf einen konkreten Zeitplan verständigen“, sagte der frühere Thüringer CDU-Chef dem Redaktionsnetzwerk Deutschland (Dienstagsausgaben). „Notfalls kann man dann fürs Frühjahr, wenn die Tage wieder wärmer werden, auch eine Open-Air-Lösung ins Auge fassen.“

Mohring: Möglicher Veranstaltungsort könnte ein Fußballstadion sein

Als möglichen Veranstaltungsort nannte Mohring ein Fußballstadion. „Ein Präsenzparteitag wäre für alle von Vorteil. Parteitage leben vom direkten Erlebnis der Reden und der Stimmung vor Ort“, betonte er.

Die CDU hatte am Montag beschlossen, den für den 4. Dezember in Stuttgart geplanten CDU-Parteitag wegen der hohen Corona-Infektionszahlen zu verschieben. Über das weitere Vorgehen soll Mitte Dezember beraten werden.

CDU-Chefin Annegret Kramp-Karrenbauer hatte im Februar ihren Rückzug angekündigt. Die Wahl ihres Nachfolgers war eigentlich für April geplant; wegen der Corona-Pandemie wurde der Bundesparteitag dann zunächst auf Dezember verschoben.

Um Kramp-Karrenbauers Nachfolge bewerben sich der nordrhein-westfälische Ministerpräsident Armin Laschet, der Außenpolitiker Norbert Röttgen und Ex-Unionsfraktionschef Friedrich Merz. Als einziger Kandidat gehört Laschet dem CDU-Präsidium an.

Parteitag-Absage könnte für Die Linke teuer werden

Der Linken droht wegen der bevorstehenden Absage des am Wochenende geplanten Erfurter Bundesparteitages ein enormer finanzieller Schaden. Das berichtet das „Redaktionsnetzwerk Deutschland“ (Dienstagausgaben) unter Berufung auf führende Parteikreise. Der Parteitag kostet demnach rund eine halbe Million Euro.

„Wenn die Linke so unmittelbar vorher absagt, dann zahlt sie fast alles“, verlautet aus den Kreisen. Das Land Thüringen könne die Veranstaltung ebenfalls schlecht absagen; denn das hätte automatisch auch die Absage anderer Veranstaltungen zur Folge. Darum müsse Bundesgeschäftsführer Jörg Schindler jetzt mit der Erfurter Messe zu einer für die Linke finanziell verträglichen Vereinbarung kommen.

Der Parteitag hatte ursprünglich im Juni stattfinden sollen, wurde dann aber auf die Tage vom 30. Oktober bis zum 1. November verschoben und sollte schlussendlich nur auf den 30. Oktober beschränkt bleiben. Nun wird der Parteivorstand am Dienstag aller Voraussicht nach entscheiden, ihn komplett abzusagen. (dts/afp)

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