Pegida-Frontmann Siegfried Daebbritz bei seiner gestrigen Rede auf dem Wiener Platz in Dresden.Foto: Screenshot / Youtube Lutz Bachmann

Pegida: „Wirksame Terrorbekämpfung möglich“ – Daebritz mahnt Bundesregierung zu Taten

Epoch Times19. Juli 2016 Aktualisiert: 19. Juli 2016 11:43
Am Beispiel Israel erläuterte gestern Pegida-Frontmann Siegfried Daebritz, warum wirksame Bekämpfung von islamistischem Terror möglich sei.

Daebritz zitierte Autor David Goldman, der darauf verwies, dass wirksame Terrorbekämpfung sehr wohl möglich sei. Sie erfordere nahtlose Zusammenarbeit von Militär, Polizei und Geheimdiensten. Auf diese Weise habe Israel die Anzahl arabischer Selbstmordattentate von 47 mit 238 Toten im Jahr 2002 auf nur einen Anschlag mit drei Toten im Jahre 2007 reduziert. Der Autor schlägt vor: „Die französischen Behörden müssten die eigene muslimische Bevölkerung davon überzeugen, zum Informanten gegen deren radikalisierte Jugend zu werden.“ Denn: „Die Nadel im Heuhaufen zu finden, ist nur möglich, wenn dir der Heuhaufen dabei hilft.“

Daebritz verwies auch auf den Rücktritt des Vizepräsidenten der französischen Imame, der nach dem Nizza-Anschlag mit dem Statement zurücktrat:„Ich gebe meinen Rücktritt und meine Ablehnung dieser inkompetenten Institutionen bekannt, die nichts für den sozialen Frieden tun und ständig wiederholen, daß es keinen Extremismus gibt.“ Islam und Islamismus seien mittlerweile nicht mehr zu trennen, so der muslimische Spitzenvertreter. (Siehe EPOCH TIMES-Bericht.)

Polizisten sollten „Dauerwaffenträger“ bleiben

Daebritz kritisierte, dass Deutschland beschlossen hat, Polizisten ihre Eigenschaft als „Dauerwaffenträger“ abzuerkennen und sie in Zukunft Dienstwaffen nur noch auf dem Weg zum Dienst, oder vom Dienst tragen dürfen. Er verweist darauf, dass Islamisten dazu aufriefen, „Ungläubige und deren Familien zu Hause zu besuchen und zu töten“, was ein Terrorist während der EM in Frankreich bereits wahr machte und einen Beamten und seine Frau, im, bzw. vor seinem Haus erstochen hat. Der „Bund deutscher Kriminalbeamter“ kündigte übrigens an, sich auf jeden gegen die Entscheidung der Aberkennung der Dauerwaffenträgereigenschaft wehren.

Weiter kritisierte Daebritz in seiner scharfen Rede die Bewährungsstrafen, die gegen die ersten Belästiger und Vergewaltiger der Kölner Silvesternacht verhängt wurden und prognostizierte, das Deutschland angesichts dieser laschen Reaktion der Justiz einen noch heftigeren „Vergewaltigungsdschihad“ erleben werde. Die Verantwortlichen sollten aus den bereits bestehenden Verhältnissen in Schweden lernen, welches die zweithöchste Vergewaltigungsrate der Welt hat.

Thema Türkei: Erdogan, der „Diktator“

Zu den Ereignissen in der Türkei sagte er: „Der EU Beitrittskandidat verhaftet und foltert, es werden Menschen in Lagern verschwinden, zu denen es keine Schlüssel gibt, wir stehen mit offenem Mund da und unsere Politikerdarsteller unterstützen diese Vorgänge, es ist nur noch absurd.“ Was ihn jedoch noch mehr störe – egal ob der Putschversuch nun dilettantisch oder komplett inszeniert gewesen sei – sei der Fakt, dass in der Nacht zum Samstag Erdogan-Anhänger in zahlreichen deutschen Städten demonstrierten.

Allein in Nordrheinwestfalen gingen 15.000 Menschen auf die Straße. „Während der deutsche Michel schläft“ seien „diese Truppen sofort zu Stelle“, gab Daebritz zu bedenken. An die unzufriedenen, aber nicht demonstrierenden Deutschen gerichtet sagte er: „Nur die blanke, aber dabei friedliche Masse auf den Straßen wird etwas ändern.“

Bilder aus Dresden zeigten gestern eine über vierstellige Zahl Demonstranten auf dem Wiener Platz.

(rf)



Gerne können Sie EPOCH TIMES auch durch Ihre Spende unterstützen:

Jetzt spenden!


Kommentare
Liebe Leser,

vielen Dank, dass Sie unseren Kommentar-Bereich nutzen.

Bitte verzichten Sie auf Unterstellungen, Schimpfworte, aggressive Formulierungen und Werbe-Links. Solche Kommentare werden wir nicht veröffentlichen. Viele Kommentare waren bisher schon anregend und auf die Themen bezogen. Wir bitten Sie um eine Qualität, die den Artikeln entspricht, so haben wir alle etwas davon.

Da wir die juristische Verantwortung für jeden veröffentlichten Kommentar tragen müssen, geben wir Kommentare erst nach einer Prüfung frei. Je nach Aufkommen kann es deswegen zu zeitlichen Verzögerungen kommen.

Die Kommentarfunktion wird immer weiter entwickelt. Wir freuen uns über Ihr konstruktives Feedback, sollten Sie zusätzliche Funktionalitäten wünschen an [email protected]


Ihre Epoch Times - Redaktion