Jens SpahnFoto: über dts Nachrichtenagentur

Spahn stellt Nachbesserungen bei Corona-Prämie für Pflegekräfte in Aussicht

Epoch Times23. Dezember 2020 Aktualisiert: 23. Dezember 2020 12:37
Gesundheitsminister Jens Spahn hat Nachbesserungen bei der Corona-Prämie für Pflegekräfte in Aussicht gestellt. Die Entscheidung für eine 1000-Euro-Prämie für Pflegekräfte sei im Sommer mit Blick auf das Infektionsgeschehen im Frühjahr getroffen worden, sagte Spahn im ZDF-"Heute-Journal".

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) hat Nachbesserungen bei der Corona-Prämie für Pflegekräfte in Aussicht gestellt. Die Entscheidung für eine 1.000-Euro-Prämie für Pflegekräfte sei im Sommer mit Blick auf das Infektionsgeschehen im Frühjahr getroffen worden, sagte Spahn am Dienstagabend im ZDF-„Heute-Journal“. Nach der zweiten, heftigeren Infektionswelle und der „Maximalbelastung“ für sehr viele Pflegekräfte müsse es einen gewissen Ausgleich geben.

Man müsse sehen, ob es nach der zweiten Ansteckungswelle eine weitere Regelung im nächsten Jahr brauche – auch für einen steuerfreien Bonus, sagte Spahn. „Ich finde es für diese Situation angemessen, dann auch im Nachgang noch eine entsprechende Anerkennung möglich machen zu können.“

Eine mögliche neue Regelung müsse alle berücksichtigen, die unter den Bedingungen der Pandemie auf Intensivstationen arbeiteten, sagte Spahn weiter. Dazu gehörten etwa auch Reinigungskräfte auf den Intensivstationen.

Die Bundesregierung hatte im Sommer entschieden, dass Pflegekräfte in Altenheimen sowie Beschäftigte in Kliniken eine einmalige Corona-Prämie in Höhe von 1000 Euro bekommen sollten. Kritiker hatten moniert, dass wegen der Kriterien für die Verteilung der Gelder viele Beschäftigte außen vor bleiben. Berücksichtigt wurden nur Krankenhäuser, die bis zum Stichtag im September durch die Corona-Pandemie besonders belastet wurden. 70 Prozent der Kliniken in Deutschland werden deshalb bei der Prämie nicht einbezogen.

Krankenhausgesellschaft schlägt Rückkehr von Ruheständlern in Kliniken vor

Angesichts der Personalknappheit in Kliniken wegen der Pandemie hat der Präsident der Deutschen Krankenhausgesellschaft, Gerald Gaß, die Rückkehr von Ruheständlern in die Kliniken vorgeschlagen.

Einzelne Krankenhäuser riefen bereits dazu auf, „dass Mitarbeiter, die gerade erst in den Ruhestand gegangen sind oder aus anderen Gründen in einer beruflichen Auszeit sind, nach Möglichkeit zumindest vorübergehend zurückkehren sollen“, sagte Gaß dem Redaktionsnetzwerk Deutschland (Mittwochsausgaben). Solche Appelle unterstütze er ausdrücklich.

Sinnvoll sei das aber nur bei Leuten, die noch nicht lange aus dem Beruf raus seien und noch das Erfahrungswissen des aktuellen Krankenhausbetriebs hätten, fügte Gaß hinzu. Der Verbandspräsident erwartet nach eigenen Angaben weiter steigenden Druck auf die Kliniken. „Aktuell liegt die Zahl der Intensivpatienten mit Covid-19 bei 5100“, sagte er. „Es ist davon auszugehen, dass die Zahl im Januar auf 6000 steigen wird.“ (afp)



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