THW klagt über Angriffe auf Helfer – Polizei kann Vorfälle nicht bestätigen

Epoch Times24. Juli 2021 Aktualisiert: 25. Juli 2021 8:31
Im Fernsehen erklärte die Vizepräsidentin des Technischen Hilfswerkes (THW), dass es Angriffe auf ihre Einsatzkräfte gegeben hätte und bringt dies mit "Querdenkern" und "Preppern" in Verbindung. Die Koblenzer Polizei kann die Schilderungen der THW-Vizechefin nicht bestätigen.

Einsatzkräfte des Technischen Hilfswerks (THW) haben in den Hochwassergebieten mitunter mit Angriffen und Beleidigungen zu kämpfen. „Wenn sie mit Einsatzfahrzeugen unterwegs sind, werden sie mit Müll beschmissen“, sagte THW-Vizepräsidentin Sabine Lackner in der RTL/ntv-Sendung „Frühstart“ am Samstag.

„Das geht dann soweit, dass unsere Helferinnen und Helfer beschimpft werden“. An einigen Einsatzorten seien THW-Mitarbeiter von Menschen gefilmt worden, die sich nicht als Presse zu erkennen gegeben hätten. Die Polizei kann die Aussagen der THW-Vizepräsidentin nicht bestätigen.

Lackner: THW-Einsatzkräfte haben zum Teil ihr Namensschild entfernt

Hinter den Angriffen steckten frustrierte Flutopfer, „vor allem aber Menschen aus der Querdenker- und Prepper-Szene“, die sich als Betroffene ausgäben und bewusst Stimmung machten, beklagte Lackner. Bei Preppern handelt es sich um Menschen, die sich mit allerlei Vorrat und Ausrüstung für etwaige Katastrophen ausrüsten.

Zum Schutz hätten THW-Einsatzkräfte zum Teil ihr Namensschild entfernt, sagte Lackner RTL/ntv weiter. „Das ist sehr, sehr bedauerlich und belastet unsere Einsatzkräfte.“ Jedoch sei noch kein Einsatz wegen der Vorfälle abgebrochen worden. Psychisch sei die Situation für die vielen Ehrenamtlichen allerdings sehr belastend.

Polizei kann Schilderungen „in keiner Weise bestätigen“

Die für weite Teiles des Katastrophengebietes in Rheinland-Pfalz zuständige Polizei in Koblenz hat Medienberichte zurückgewiesen, wonach THW-Helfer beschimpft und angegriffen worden sein sollen.

„Derzeit können wir die Schilderungen in keiner Weise bestätigen“, teilte die Behörde am Samstag mit. Die Polizei habe selbst erst „aus den Medien von diesem angeblichen Vorfall erfahren“ und dies sofort beim THW und den eigenen Einsatzkräften überprüft. (afp/er)



Gerne können Sie EPOCH TIMES auch durch Ihre Spende unterstützen:

Jetzt spenden!


Kommentare
Liebe Leser,

vielen Dank, dass Sie unseren Kommentar-Bereich nutzen.

Bitte verzichten Sie auf Unterstellungen, Schimpfworte, aggressive Formulierungen und Werbe-Links. Solche Kommentare werden wir nicht veröffentlichen. Viele Kommentare waren bisher schon anregend und auf die Themen bezogen. Wir bitten Sie um eine Qualität, die den Artikeln entspricht, so haben wir alle etwas davon.

Da wir die juristische Verantwortung für jeden veröffentlichten Kommentar tragen müssen, geben wir Kommentare erst nach einer Prüfung frei. Je nach Aufkommen kann es deswegen zu zeitlichen Verzögerungen kommen.

Die Kommentarfunktion wird immer weiter entwickelt. Wir freuen uns über Ihr konstruktives Feedback, sollten Sie zusätzliche Funktionalitäten wünschen an [email protected]


Ihre Epoch Times - Redaktion