Schlechtester Umfragewert für Bundesregierung seit Ausbruch der Corona-Pandemie

Epoch Times5. März 2021 Aktualisiert: 5. März 2021 17:16

Nach 55 Prozent im Vormonat sind aktuell nur 50 Prozent mit der Arbeit der Bundesregierung zufrieden, 49 Prozent üben Kritik.

Das ist der schlechteste Wert für das Berliner Kabinett seit Ausbruch der Corona-Pandemie im vergangenen Jahr. Ein wohlwollendes Zeugnis stellen der Koalition die Anhänger von Union (82:17 Prozent) und SPD (60:39 Prozent) aus. In den Reihen der Grünen (51:47 Prozent) halten sich Zustimmung und Ablehnung derzeit nur noch etwa die Waage. In den Reihen von Linken (39:61 Prozent), FDP (34:66 Prozent), vor allem aber der AfD (7:93 Prozent) überwiegt die Kritik.

Zustimmungswert der Kanzlerin fällt

Die Arbeit von Bundeskanzlerin Angela Merkel wird weiterhin positiv gesehen, aber mit 64 Prozent Zustimmung (-5 im Vgl. zu Februar) fällt die Kanzlerin auf den niedrigsten Zustimmungswert seit April letzten Jahres (64 Prozent). Das ist das Ergebnis einer Infratest-Umfrage für den ARD-„Deutschlandtrend“. Mit deutlichem Abstand ist demnach SPD-Vizekanzler Olaf Scholz aktuell nach Angela Merkel das beliebteste Regierungsmitglied (48 Prozent, +2 im Vgl. zu Februar).

Während der Finanzminister leicht an Zuspruch zulegt, werden SPD-Außenminister Heiko Maas (44 Prozent, -4) und SPD-Familienministerin Franziska Giffey (30 Prozent, -7 zu Juni) schlechter bewertet als zuletzt. Der CDU-Gesundheitsminister Jens Spahn erzielt mit 39 Prozent (-12 zum Vormonat) den geringsten Zuspruch in der Bevölkerung seit November 2019.

CDU-Wirtschaftsminister Peter Altmaier erfährt bei den Befragten aktuell 33 Prozent (-10) Zustimmung. Dies ist der schlechteste Wert für ihn seit Übernahme des Wirtschaftsressorts.

Frage der Spitzenkandidaten weiterhin nicht für alle Parteien geklärt

Sechs Monate vor der Bundestagswahl ist die Frage der Spitzenkandidaten weiterhin nicht für alle Parteien geklärt.

Von den beiden potenziellen Bewerbern um die Unions-Kandidatur schneidet der bayerische Ministerpräsident und CSU-Vorsitzende Markus Söder im Bevölkerungsurteil mit unverändert 54 Prozent weiter deutlich besser ab als Armin Laschet. Der Ministerpräsident von Nordrhein-Westfalen und CDU-Parteivorsitzende erreicht einem Zuspruch von 35 Prozent (-2).

Die Arbeit des Grünen-Vorsitzenden und möglichen Spitzenkandidaten der Partei, Robert Habeck, bewerten aktuell 29 Prozent (-2 im Vgl. zu Januar) positiv. Mit der politischen Arbeit des FDP-Bundesvorsitzenden Christian Lindner sind unverändert 26 Prozent zufrieden. Wen die Linke im September ins Rennen schicken wird, ist ebenfalls nicht entschieden.

Hennig-Wellsow ist der Mehrheit der Befragten noch kein Begriff

Die frisch gewählte Parteivorsitzende Susanne Hennig-Wellsow kommt aktuell auf eine Zustimmung von neun Prozent, ist aber der Mehrheit der Befragten noch kein Begriff. Auch in der eigenen Partei ist sie bei zwei Dritteln (66 Prozent) noch unbekannt. Die Arbeit von AfD-Bundessprecher Jörg Meuthen wird weiterhin von elf Prozent (+4) positiv gesehen.

Für die Erhebung befragte Infratest für den ARD-„Deutschlandtrend“ am Montag und Dienstag dieser Woche insgesamt 1.296 Personen. (dts)



Gerne können Sie EPOCH TIMES auch durch Ihre Spende unterstützen:

Jetzt spenden!


Kommentare
Liebe Leser,

vielen Dank, dass Sie unseren Kommentar-Bereich nutzen.

Bitte verzichten Sie auf Unterstellungen, Schimpfworte, aggressive Formulierungen und Werbe-Links. Solche Kommentare werden wir nicht veröffentlichen. Viele Kommentare waren bisher schon anregend und auf die Themen bezogen. Wir bitten Sie um eine Qualität, die den Artikeln entspricht, so haben wir alle etwas davon.

Da wir die juristische Verantwortung für jeden veröffentlichten Kommentar tragen müssen, geben wir Kommentare erst nach einer Prüfung frei. Je nach Aufkommen kann es deswegen zu zeitlichen Verzögerungen kommen.

Die Kommentarfunktion wird immer weiter entwickelt. Wir freuen uns über Ihr konstruktives Feedback, sollten Sie zusätzliche Funktionalitäten wünschen an [email protected]


Ihre Epoch Times - Redaktion