Tatort Regionalzug: Ein junger afghanischer Flüchtling verletzt Touristen schwer mit Axt und Messer. Auf der Flucht greift er die Einsatzkräfte an und wird erschossen.Foto: KARL-JOSEF HILDENBRAND/AFP/Getty Images

Würzburger Axt-Anschlag: Junger Flüchtling hatte „handgemalte IS-Flagge“ im Zimmer

Epoch Times19. Juli 2016 Aktualisiert: 19. Juli 2016 9:40
Bei der Durchsuchung des Zimmers des 17-jährigen Afghanen bei seiner Pflegefamilie fand die Polizei auch eine "handgemalte IS-Flagge". Der seit zwei Jahren als unbegleiteter minderjähriger Flüchtling in Deutschland lebende Täter wurde erschossen, als er bei seiner Flucht auf die Einsatzkräfte losging.

Nach Informationen des bayerischen Innenministers Joachim Hermann im ZDF-„Morgenmagazin“ fanden Beamte nach der Durchsuchung des Zimmers des jungen Afghanen, der gestern Abend Reisende im Regionalzug Würzburg-Heidingsfeld mit einer Axt und einem Messer angriff, eine „handgemalte IS-Flagge“.

Zwei der vier Schwerverletzten schweben noch in Lebensgefahr, so Hermann laut „Tagesschau„. Eine weitere Person wurde leicht verletzt, 14 Menschen stehen unter Schock.

Islamistischer Anschlag?

Laut Zeugen soll der Afghane auf Arabisch gerufen haben: „Allah ist groß“.

„Es gibt eine Aussage, dass er, kurz bevor er von der Polizei erschossen wurde, einen islamischen Ausruf gemacht haben soll.“ Dies sei aber bisher noch nicht erwiesen, sagte der Innenminister dazu.

Nun müssten die Ermittler die Puzzleteile „wie ein großes Mosaik“ zusammenfügen, um die Motivationsgrundlage zu klären. Es muss herausgefunden werden, inwieweit der Flüchtling „dem islamistischen Bereich zuzurechnen“ sei, so Hermann. Zu klären sei auch, ob sich der Jugendliche in jüngster Zeit radikalisiert habe.

Ob der Angriff ein gezielter Terrorakt oder ein Amoklauf war, „dass muss jetzt sorgfältig ermittelt werden“, so Innenminister Hermann.

Unbegleiteter minderjähriger Flüchtling aus Würzburg

Der 17-Jährige lebte seit zwei Jahren als unbegleiteter minderjähriger Flüchtling in Deutschland. Seit einiger Zeit habe er in einem Asylheim in Ochsenfurt, im Landkreis Würzburg gelebt. Seit zwei Wochen war er bei einer Pflegefamilie untergebracht.

Wie die Bundespolizei mitteilte, saßen etwa 25 bis 30 Personen im Regionalzug von Treuchtlingen nach Würzburg, als der jugendliche Täter kurz vor Ende der Fahrt zuschlug. Dann stoppte der Zug, weil die Notbremse gezogen wurde. Der Afghane sprang heraus und versuchte zu flüchten, wobei er noch eine Frau leicht verletzte, so der Innenminister.

Ein wegen eines anderen Einsatzes zufällig vor Ort befindliches SEK-Kommando der Polizei habe die Verfolgung aufgenommen. Dann sei der Flüchtling auf die Einsatzkräfte losgegangen, erklärte Hermann den Vorgang. Dabei sei er erschossen worden. (sm)

 



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