Ein Mitglied des Flüchtlingsrats hält ein Schild mit der Aufschrift «Ich vermisse meine Familie» in den Händen. (Archivbild).Foto: Sophia Kembowski/dpa/dpa

Zuzug Nicht-EU-Bürger: Familiäre Bindung wichtigster Anlass

Epoch Times11. Januar 2022 Aktualisiert: 11. Januar 2022 7:04
Der wichtigste Grund für Nicht-EU-Bürger nach Deutschland einzureisen, ist die Familie. Der dies beinhaltende aktuelle Bericht des Bamf soll im Kabinett besprochen werden.

Familiäre Gründe waren 2020 mit 15,9 Prozent der zahlenmäßig wichtigste Anlass für den Zuzug von Nicht-EU-Bürgern nach Deutschland.

Das geht aus einem Bericht des Bundesamtes für Migration und Flüchtlinge (Bamf) hervor, der an diesem Mittwoch im Kabinett besprochen werden soll und der Deutschen Presse-Agentur vorliegt.

Wie der Migrationsbericht 2020 festhält, zogen 58.022 sogenannter Drittstaatsangehörigen aus familiären Gründen nach Deutschland. Mit rund zehn Prozent bildeten Menschen aus dem Kosovo hier die größte Gruppe. Dem Bericht zufolge kamen 29.725 Nicht-EU-Bürger mit dem Zweck der Erwerbstätigkeit ins Land, 17.083 Menschen aus Nicht-EU-Staaten reisten ein, um in Deutschland zu studieren.

Zuzug geringer als in Vorjahren

Bedingt durch die Corona-Pandemie und die damit verbundenen Reisebeschränkungen fiel der Zuzug nach Deutschland insgesamt deutlich geringer aus als in den Jahren zuvor. Im Jahr 2020 zogen rund 220.000 mehr Menschen zu als aus Deutschland fortgingen.

„Oft aus dem öffentlichen Blickfeld gerät, dass das Migrationsgeschehen in Deutschland insbesondere durch die europäische Binnenmigration und Zuwanderungen und Abwanderungen zwischen den europäischen Staaten geprägt ist“, schreibt die neue Bundesinnenministerin Nancy Faeser (SPD) in ihrem Vorwort. Positiv sei, dass sich die Bundesrepublik besonders für Menschen die hierzulande studieren und arbeiten wollten sowie für EU-Staatsangehörige als attraktives Ziel etabliert habe.

Rumänien war 2020 mit 15,7 Prozent wie bereits in den Vorjahren das Hauptherkunftsland von Zugewanderten, gefolgt von Polen (8,7 Prozent) und Bulgarien (6,1 Prozent). (dpa/oz)



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