Grenzkonflikt Türkei-Griechenland – Griechin: „Jetzt kommt ein anderer Menschenschlag zu uns“

Von 6. März 2020 Aktualisiert: 6. März 2020 16:14
Der türkische Staatschef Erdogan begründete die Grenzöffnung nach Griechenland mit einer Überforderung der Türkei durch syrische Flüchtlinge. Eine griechische Dorfbewohnerin in Grenznähe, sowie Journalisten und Helfer vor Ort, berichten allerdings, dass kaum Syrer unter den Menschen zu finden sind, die jetzt die Grenzen nach Griechenland überqueren wollen. Die Situation vor Ort spitzt sich weiter zu.

Kürzlich verkündete der türkische Staatschef Recep Tayyip Erdogan, dass die Türkei ihre Grenzen zu Griechenland geöffnet hat. Mit Bussen ließ daraufhin die türkische Regierung Flüchtlinge und Migranten aus Istanbul in das Grenzgebiet nahe der griechischen Grenze bringen. Das berichteten verschiedene Medien übereinstimmend. Wie ein Video aus den sozialen Netzwerken zeigt, werden anscheinend auch Züge zum Transport von Menschen an die griechische Grenze – durch die türkische Regierung – eingesetzt.

Das Video zeigt, wie die türkische Polizei iranische Migranten zum Verlassen eines Busses zwingt. Sie hat sie zur Meer-Überquerung nach Griechenland herangefahren:

Die „Bild“-Zeitung berichtete vor Ort darüber, dass das türkische Militär und türkische Fischer bei der Schleusung von Menschen – aus der Türkei über die Grenze nach Griechenland – zusammenarbeiten würden. Anders als während der Migrationskrise 2015, hat die neue konservative griechische Regierung dieses Mal entschieden, die Grenzen zu sichern. Deshalb gibt es einen Flüchtlingsstau an der türkisch-griechischen Grenze.

Griechische Grenzschützer und das griechische Militär setzen zur Verhinderung von illegalen Grenzübertritten Tränengas, Stacheldraht und auch Schusswaffen ein. Zudem werden die Menschen, die illegal die Grenze zur EU übertreten haben, direkt wieder abgeschoben.

Griechin: „Die Migranten werden aggressiver“

Die Griechin Eleni Kioutsouktsi, die nahe dem griechisch-türkischen Grenzfluss Evros wohnt, wurde kürzlich von „Tichy’s Einblick“ interviewt. Sie erzählte der Zeitung: Der Druck in der Region wachse – dies habe unlängst auch der Bürgermeister mitgeteilt. „Die Migranten werden aggressiver, schmeißen mit Steinen, haben sogar Tränengas,“ sagte Kioutsouktsi.

In der Grenzregion sei nun auch das Militär im Einsatz. Zudem würden Polizei und Einheimische mithelfen, um die Lage in den Griff zu bekommen. Vor allem nachts sei es schlimm, da es dann für die Asylsuchenden einfacher wäre über die Grenze zu kommen, erklärte die Anwohnerin. Die Bürger würden sich nachts versammeln. „Meistens sind auch Bauern mit ihren Traktoren dabei. Sie haben alle Lichter eingeschaltet, damit man sehen kann, ob jemand herüberkommt oder nicht“, erzählte sie der Zeitung.

Kioutsouktsi betonte auch, dass die Menschen Zangen und Messer dabei hätten – untypisch für „Flüchtlinge“. Mit den Werkzeugen würden die Menschen die Stacheldrähte – welche die Griechen zum Schutz gezogen haben – kaputt machen. Die Griechin vermutet, dass die Türkei das Vorgehen der Zuwanderer tatkräftig unterstützt.

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Griechin: „Für mich sind das keine Flüchtlinge“

Sie sagte, dass dies keine Flüchtlinge seien, sondern hauptsächlich illegale Einwanderer. „Flüchtlingen wurde immer geholfen. Ihnen wurde Essen und Trinken gegeben“, so die griechische Dorfbewohnerin. Die Zuwanderung wäre damals [nach 2013] auch nicht in dem Ausmaß geschehen wie heute. Seit vergangener Woche sei es noch schlimmer geworden, sagte sie zu „Tichy’s Einblick“.

Kioutsouktsi betonte auch, dass die Menschen damals mehrheitlich Syrer gewesen wären, aber: „Die, die jetzt kommen, sind keine Syrer. Die kommen aus Afghanistan, aus Marokko, aus Pakistan.“

Früher hätten ihnen die Dorfbewohner Decken, Essen und etwas zum Trinken gegeben. Danach hätte man den zuständigen Grenzschutz angerufen. „Damals waren das bei uns hunderte Menschen, die kamen – Dorf für Dorf.“

Griechin: „Jetzt kommt ein anderer Menschenschlag zu uns“

Doch jetzt käme ein anderer Menschenschlag über den Fluss. Die Griechin findet es auch „komisch“, dass die meisten von diesen Menschen perfekt türkisch sprechen würden. Sie hätte mitbekommen – da sie selber türkisch spricht – dass viele von ihnen in der Türkei aufgewachsen wären. Beispielsweise hätte sie in einem Gespräch mitbekommen: Einer, der erfahren hatte, dass die Grenzen geöffnet seien, wollte nach Europa kommen, obwohl er in der Türkei aufgewachsen ist. „Der wollte einfach mal nach Europa“, so Kioutsouktsi.

Das Video zeigt wie Migranten ihren Kindern Rauch einatmen und in die Augen kommen lassen, um sie dann türkischen Fernsehteams weinend als Opfer zu „präsentieren“:

In der aktuellen Flüchtlingskrise würden die Griechen von den Zuwanderern mit Steinen beworfen. Zudem würden die Menschen „Allahu Akbar“ rufen, erzählte sie weiter. Kioutsouktsi glaubt, dass das alles nur ein „übles Spiel“ von Erdogan sei.

Sie berichtete weiter: Die Syrer wären schnell weniger geworden, dann wäre ein anderes Klientel gekommen. Seit ungefähr einem Jahr würde auch vermehrt in Häuser eingebrochen und Autos gestohlen. Zudem gäbe es auch Übergriffe gegen Frauen. „Vielleicht nicht hier direkt bei uns, aber in den größeren Städten schon“, erklärte sie gegenüber „Tichy’s Einblick“.

Erdogan: Türkei mit Syrern überfordert

Staatschef Erdogan begründete die Grenzöffnung damit, dass die Türkei mit der neuen Flüchtlingswelle aus den umkämpften Gebieten in Nordsyrien überfordert sei. Beobachter sehen darin ein taktisches Manöver und eine Unmutsbekundung von Erdogan gegenüber der Nato. Die Allianz hatte ihm die militärische Rückendeckung für sein Eingreifen in Nordsyrien verweigert.

Unterdessen bestätigt eine aktuelle Recherche der „Welt“ die Aussagen der Griechin. Die Nachforschungen der Zeitung ergaben, dass ein Großteil der Menschen, die im türkisch-griechischen Grenzgebiet nach Europa illegal einwandern wollen, keine Syrer sind. Oftmals sind es Afghanen und Iraner.

Helferin: „Syrer haben wir kaum getroffen“

„Konserven, Windeln, Hygienetücher – wir versorgen die Menschen mit dem Nötigsten“, erklärte Cigdem Cidamli, die im Auftrag der Frauenschutzorganisation „Womens Defence Network“ im Grenzgebiet humanitäre Hilfe leistet, gegenüber der „Welt“. Syrer hätten die Helfer dabei kaum getroffen, sagte sie.

Man wolle nach Europa und werde noch weiter versuchen, über die Grenze zu kommen, erzählte eine Gruppe von Afghanen der Zeitung. „Ja, hier sind viele unserer Landsleute unterwegs“, sagte einer aus der Gruppe.

Auch griechische Beamte berichten laut der Nachrichtenagentur AP, dass nur sehr wenige der Neuankömmlinge Syrer sind. Die meisten am Montag verhafteten Personen wären Afghanen, Pakistaner und Marokkaner gewesen.

Chancen auf Asyl für Afghanen und Iraner gering

Laut UNHCR leben in der Türkei 3,6 Millionen geflohene Syrer. Viele dieser Menschen leben bereits jahrelang in der Türkei, zwar oft unter schlechten Bedingungen, aber mitunter haben sie dort Arbeit und eine Unterkunft gefunden. In der Türkei besitzen die syrischen Kriegsflüchtlinge auch einen eigenen, temporären Schutzstatus.

Anders sieht es hingegen für eingewanderte Afghanen, Iraner oder Pakistaner aus. Sie bekommen keinen Zugang zum Schutz- und Versorgungssystem des Landes. Daher ist die Türkei für sie meist nur eine Durchgangsstation. Viele dieser Menschen wollen nach Deutschland.

Während die Chancen auf Asyl für die Syrer in Deutschland recht hoch liegen, liegen sie für Afghanen und Iraner jedoch um einiges niedriger. Laut Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (BAMF) lag die Schutzquote im vergangenen Jahr für Syrer bei 83,7 Prozent (Flüchtlingsschutz oder subsidiären Schutz). Afghanen erhielten hingegen in nur 38 Prozent der Fälle einen temporären Aufenthaltstitel gefolgt von Iranern mit 20,2 Prozent.

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