Hofer: Doppelte Staatsbürgerschaft von Türken ist Betrug an Österreich

Epoch Times22. Juli 2016 Aktualisiert: 22. Juli 2016 13:05
Der österreichische Präsidentschaftskandidat Norbert Hofer kritisierte infolge der gewalttätigen Ausschreitungen bei Pro-Erdogan-Demos in Österreich eine Doppelte Staatsbürgerschaft von Türken in Österreich als gesetzwidrig und Betrug an Österreich. Der Türkei, die laut Hofer Milliarden von der EU bekommt, zeigt sich unkooperativ in dieser Angelegenheit.

Laut Hofer sei eine doppelte Staatsbürgerschaft nicht nur gesetzwidrig, sondern fördere auch die Bildung von Parallelgesellschaften. Er forderte die türkischen Migranten, die eine illegale Doppelstaatsbürgerschaft innehätten auf, die österreichische zurückgeben:

„Sie haben Österreich betrogen.“ (Norbert Hofer, FPÖ, Dritter Nationalratspräsident und Bundespräsidentschaftskandidat)

„Österreichs Gesetze sehen vor, dass eine zweite Staatsbürgerschaft neben der österreichischen die absolute Ausnahme darstellt und einem speziellen Genehmigungsverfahren zu unterziehen ist. Offenbar beantragen aber türkischstämmige Migranten nach Verleihung der österreichischen Staatsbürgerschaft wieder ihren zuvor zurückgelegten türkischen Pass. Die Türkei weigert sich bisher, dazu die Daten an Österreich zu übermitteln“, sagte der FPÖ-Präsidentschaftskandidat und Dritter Nationalratspräsident Norbert Hofer am Donnerstag in einer Pressemitteilung.

Hofer machte seine Aussagen im Zusammenhang mit den jüngsten Pro-Erdogan-Demonstrationen von Türken in Österreich, bei denen nach dem Putschversuch in der Türkei Tausende Türken durch die Straßen Wiens zogen. Dabei kam es unter anderem zu Angriffen auf einen Gastgarten eines kurdischen Restaurants und zu Körperverletzungen.

Niemand weiß, wie viele solcher Doppelstaatsbürgerschaften es gibt. Die österreichischen Behörden haben keinerlei Einblick bei den türkischen Behörden. In Österreich leben rund 300.000 Menschen mit türkischen Wurzeln und gut 116.000 haben die türkische Staatsbürgerschaft, berichtet die „Krone„. Hofer selbst geht von einer „sehr großen Anzahl an Personen“ aus.

Hofer betonte: „Die Türkei erhält Milliardenzahlungen von der EU, ist aber offenbar in dieser wichtigen Frage nicht zur Kooperation bereit. Das können wir nicht hinnehmen.“

Während der letzten türkischen Parlamentswahl waren 90.000 in Österreich lebende Türken stimmberechtigt, rund 45 Prozent übten ihr Stimmrecht aus. Nicht feststellbar ist allerdings, wie viele Doppelstaatsbürgerschaften darunter waren. (sm)

Siehe auch:

Österreich wehrt sich gegen Import türkischer Innenpolitik

 

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