„Ocean Viking“ nimmt 356 Migranten an Bord – Salvini fordert offene Häfen in Frankreich, Spanien oder Norwegen

Epoch Times12. August 2019 Aktualisiert: 12. August 2019 22:03
Das NGO-Schiff "Ocean Viking" hat 105 weitere Migranten im Mittelmeer aufgegriffen. Bei den Menschen habe es sich ausschließlich um Männer gehandelt, berichtete eine AFP-Reporterin.

Das NGO-Schiff „Ocean Viking“ hat 105 weitere Migranten im Mittelmeer aufgegriffen. Die Aufnahme 40 Seemeilen von der libyschen Küste entfernt sei dadurch erschwert worden, dass das Boot der Migranten zu sinken begonnen habe, als das NGO-Schiff sich näherte, berichtete eine Reporterin der Nachrichtenagentur AFP. Bei den Aufgenommenen habe es sich ausschließlich um Männer gehandelt. Die meisten von ihnen stammten aus dem Sudan, 29 von ihnen waren minderjährig.

Es ist die vierte Mittelmeeraktion der „Ocean Viking“, die nun 356 Migranten an Bord hat und einen sicheren Hafen sucht. Das Schiff wird gemeinsam von den NGO’s SOS Méditerranée und Ärzte ohne Grenzen betrieben. Den Organisationen zufolge könnten das schöne Wetter und das am Sonntag begonnene muslimische Opferfest Eid al-Adha dazu beigetragen haben, dass sich mehr Menschen auf den Weg von Libyen nach Europa machen.

Die maltesischen Behörden, von der „Ocean Viking“ vor der jüngsten Rettungsaktion kontaktiert, weigerten sich am Montag, Migranten von Bord des Schiffs an Land zu lassen. Am Samstag hatte Malta mitgeteilt, das Land wolle 39 Menschen vom NGO-Schiff „Open Arms“ aufnehmen, das ebenfalls einen Hafen zum Anlegen sucht. An Bord der „Open Arms“ befinden sich derzeit etwa 150 Menschen, einige von ihnen bereits seit zehn Tagen.

Italiens Innenminister Matteo Salvini von der Lega-Partei wiederholte am Montag „das absolute Verbot für diese beiden ausländischen Schiffe, in italienische Hoheitsgewässer einzudringen“. Für sie sollten Häfen in „Frankreich, Spanien oder Norwegen“ geöffnet werden.

Unterdessen reichte der Kapitän der „Open Arms“ die Asylanträge von 31 minderjährigen „Flüchtlingen“ bei der spanischen Botschaft in Malta ein, wie die Nachrichtenagentur AFP einem offiziellen Schreiben entnehmen konnte. Er habe die Lage der Minderjährigen bereits vergebens beim Jugendgericht in Palermo vorgetragen, erklärte Marc Reig und bestätigte, dass Italien und Malta dem Schiff die Einfahrt untersagt hätten. (afp)

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