Umweltministerium erwartet EU-Quote für Elektro-Autos

Epoch Times16. August 2017 Aktualisiert: 16. August 2017 14:47
Im Herbst soll die EU eine Quote für Elektro-Autos beschließen – das erwartet zumindest das Bundesumweltministerium.

Im Herbst wird die EU eine Quote für abgasfreier Autos auf Europas Straßen beschließen – das erwartet das Bundesumweltministerium. Über die Höhe der Quote werde man noch sprechen, sagte Umweltstaatssekretär Jochen Flasbarth in Berlin.

Die Autobauer selbst gingen derzeit von einem Anteil von etwa 25 Prozent bis 2025 aus. SPD-Kanzlerkandidat Martin Schulz hatte Anfang der Woche eine verbindliche Quote für die Zulassung von E-Autos in den EU-Ländern gefordert.

Vorreiter in Sachen Elektroquote ist China, dort soll diese schon ab 2018 gelten – wogegen die Bundesregierung wegen befürchteter Nachteile für die deutsche Industrie protestiert hatte.

Flasbarth: Künftig keine Absatzprobleme für Elektro-Autos, da deutlich günstiger als heute

Flasbarth geht davon aus, dass es in der EU keine Absatzprobleme geben wird, da Elektro-Autos schon bald deutlich günstiger würden als heute. Das sei eine Frage der Preisgestaltung und der Produktpalette, „das hat bei den Herstellern bisher nicht geklappt.“ Dass der Staat die Finanzierung übernehme, schloss er aus.

Deutschlands Autohersteller investieren derzeit große Summen in die Entwicklung von E-Autos, getrieben unter anderem von der Entwicklung in China.

Beispiel Audi: „Wir wollen 2025 – das sind immerhin noch acht Jahre – einen Anteil an Elektrofahrzeugen von etwa einem Drittel am Gesamtabsatz haben“, sagte Technik-Vorstand Peter Mertens der „Heilbronner Stimme“.

Die anderen zwei Drittel würden weiter konventionell unterwegs sein. Deswegen wird nach Einschätzung des Managers der Diesel nicht verschwinden: „Ich stimme da nicht in den Abgesang mit ein, der Diesel ist und bleibt sehr wichtig.“

Flasbarth: Elektro-Autos mit Batterien werden sich durchsetzen

Umweltsstaatssekretär Flasbarth erwartet keine reine E-Auto-Quote: Neben Elektro-Autos mit Batterien kämen auch Antriebe mit Brennstoffzellen in Frage, so Flasbarth.

Der Staatssekretär geht aber davon aus, dass Batterien sich durchsetzen, da sie am effizientesten seien. Wenn der Staat in den Ausbau etwa von Lade-Infrastruktur investiere, müsse es „irgendwann eine Weichenstellung“ geben.

Expertengruppe soll über Umrüstungen von Taxis und dem öffentlichen Personennahverkehr beraten

Als Folge des Dieselgipfels soll Flasbarth zufolge eine der vier angekündigten Expertengruppen kommende Woche zum ersten Mal tagen.

Am Donnerstag kommender Woche sollen staatliche und nichtstaatliche Experten über Umrüstungen von Taxis und dem öffentlichen Personennahverkehr beraten. Die Expertengruppe wird vom Umweltministerium und der Stadt Hamburg geleitet. (dpa/as)

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