And the rush is on…

Von 27. Oktober 2005 Aktualisiert: 27. Oktober 2005 22:48

 … heißt es im Lied über den Goldrausch. Einen entgegengesetzten Rush erleben gegenwärtig Hunderttausende US-Bürger, die ihre letzte Chance wahrnehmen wollen und Privatinsolvenz anmelden. Jede Woche melden üblicherweise etwa 30 000 US-Bürger Insolvenz an, was im dortigen Sprachgebrauch “Kapitel 7 beantragen” heißt. Anfang Oktober jedoch schnellte die Zahl der Antragsteller plötzlich auf über 100 000 hoch. Ursächlich hierfür ist eine Änderung bei den Gesetzen, die es Privatleuten erschwert, Privatinsolvenz anzumelden.

Wenn die neuesten Zahlen veröffentlicht werden, dürften selbst diese Zahlen weit übersprungen sein, denn in nur drei Tagen meldeten Mitte Oktober bereits über 100 000 Menschen Insolvenz an.

Viele betroffene hochverschuldete Amerikaner, die oft chronisch desinformiert sind, merkten erst im letzten Moment, dass es zu wichtigen Gesetzesänderungen gekommen ist. Am 17. Oktober trat eine Novelle in Kraft, die weitreichende Auswirkungen auf sie haben dürfte.

Zum einen werden die Gebühren für das Beantragen der Privatinsolvenz auf 274 $ angehoben, was vor allem die ärmsten unter den Antragstellern treffen wird. Für diese Armen ändert sich abgesehen von den Gebühren allerdings nicht viel, der Staat läst sie in Ruhe, weiß er doch auch, dass von ihnen nichts zu holen ist.

Betroffen allerdings werden diejenigen sein, die irgendwelchen Besitz ihr eigen nennen, sei es Häuser, Autos etc. Für die ist es nicht mehr so einfach, mit einer Unterschrift die Schulden, meistens an Kreditkartenunternehmen, loszuwerden. Diejenigen, deren Einkommen über dem gemittelten Durchschnittseinkommen des jeweiligen Staates liegt und die mindestens 100 USD im Monat zurückzahlen können, müssen laut neuem Gesetz einen Rückzahlungsplan akzeptieren.

Diese Hab und Gut besitzenden Insolvenzanmelder sollen Kapitel 13 anmelden, was im Gegensatz zu Kapitel 7 erfordert, mit den Gläubigern einen Rückzahlungsplan auszuhandeln. Dies wiederum erfordert häufig Hilfe professioneller Agenturen und Vermittler..

Für kleinere Firmen, die oft die Insovenzerklärung dazu benutzten, ihre Firma zu reorganisieren, wird dies ebenfalls schwerer. Eine Insolvenzerklärung kommt einer Liquidation des Unternehmens gleich, die unter der Aufsicht eines Gerichts durchgeführt wird, nicht ganz unähnlich dem deutschen System.

Bis zum vergangenen Sonntag 23:59 Uhr konnten noch nach dem alten System Insolvenzerklärungenabgegeben werden, den damit beauftragten Rechtsanwälten stellten die Gerichte sogar dutzende zusätzliche Faxnummern zur Verfügung, falls die Online-Übertragung zusammengebrochen wäre.

Hohes Verschuldungsniveau

Die Verschuldung der amerikanischen Haushalte ist eine der höchsten der Welt. $253,000 beträgt die durchschnittliche Verschuldung eines Arbeiters in den USA heute.

Vor 50 Jahren war das Verhältnis von Schulden zu Einkommen 44 Prozent. Heute beträgt es Prozent, was für viele Durchschnittsamerikaner das Ende der Fahnenstange bedeutet.

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