Dokument-Leak: USA vertuschte gezielt Rolle Saudi-Arabiens bei 9/11

Epoch Times19. April 2016 Aktualisiert: 8. Juli 2016 0:43
Die Ermittlungen durch die Bundespolizei im Fall 9/11 wurden durch die Regierung blockiert und Verdächtige wurden vom Haken gelassen, wenn die Untersuchungen zur saudi-arabischen Botschaft führten. Sollten Terroristen wegen wirtschaftlicher Interessen der US-Regierung gedeckt worden sein?

Um Verbindungen der US-Behörden zur Allianz mit den Ölscheichs nicht zu gefährden seien Ermittlungen um den New Yorker Terrorangriff systematisch behindert worden, so die "New York Post".

Im einem Bericht der New York Post bezieht man sich auf ein aktuell 28-seitiges Papier. Dieses sei kurz vor dem Flug des US-amerikanischen Präsidenten Barack Obama nach Saudi-Arabien geleakt worden. Es würde die ohnehin aktuell angespannte Beziehung beider Staaten weiter belasten, so die "Krone-Zeitung".

Wie im Bericht der New York Post ausgeführt, wurden die Ermittler mehrfach systematisch davon abgehalten Spuren zur Botschaft von Saudi-Arabien in Washington und dem Konsulat in Los Angeles weiter zu verfolgen.

Dennoch kamen bereits damals einzelne Details an die Öffentlichkeit. So wurde bekannt, es habe einen Anruf eines der Entführer bei der Botschaft Saudi-Arabiens gegeben. Einem Helfer der Terroristen seien überdies 130.000 Dollar überwiesen worden. Der Spender: Der damalige Botschafter Prinz Bandar ibn Sultan.

Der Prinz galt ohnehin als enger Vertrauter des damaligen Präsidenten George W. Bush. Bei ihm seien mehrere Fäden zusammengelaufen, was den Ermittlern damals nicht entging. Doch alle Versuche an Informationen zu gelangen wurden von der Regierung blockiert. Bei einem Vorfall wurden sogar bereits verhaftete Verdächtige wieder freigelassen, nachdem der Prinz interveniert hatte. Später wurden sie abgezogen.

Neue Details über die damaligen Vorgänge kommen nun auch von zwei Ex-FBI-Agenten, die sich der der New York Post gegenüber als äußerst auskunftsfreudig erwiesen. So weiß John Guandolo über die Finanzierung von zwei Flugzeugentführern durch den Botschafter über einen Strohmann, so wie über andere saudi-arabische Eminenzen, die eigentlich als Terrorverdächtige eingestuft werden müssten, da sie den globalen Dschihad finanzieren.

Ein anderer berichtete davon, wie die Ermittlungen der Bundespolizei immer wieder “gestoppt wurden”, wenn es wegen der Anschläge um Verbindungen nach Saudi-Arabien ging. Das FBI hätte sich immer die Ohren zugehalten, wenn es um die Saudis ging – das hätte einen zu politischen Touch gehabt.

Vor allem sei am Beispiel des islamischen Klerikers Anwar al-Awlaki die bewusste Vertuschung durch höchste US-Kreise sichtbar geworden.

Er wurde 2002 wegen eines gefälschten Passes am New Yorker Flughafen JFK verhaftet. Nach Intervention allerdings an eine “saudische Vertrauensperson” übergeben worden. 2011 soll Awlaki bei einem Drohnen-Agriff im Jemen getötet worden sein. Im offiziellen Kongressbericht fanden beide Personen Prinz Bandar und al-Awlaki nur in den Fußnoten Erwähnung. (dk)

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