Entwicklungsminister Müller: Afrikaner geben Geld für „Alkohol, Drogen und Frauen“ aus – Ärger nach politisch unkorrekter Aussage

Von 15. November 2016 Aktualisiert: 15. November 2016 15:06
Da ist Entwicklungsminister Gerd Müller (CSU) wohl eine politische Unkorrektheit passiert, als er, nahe an der Realität, eine Preisfrage beim Deutschlandkongress der Union in Bonn über das Leben in Afrika stellte. Dabei bezog sich der Minister auf Forschungsergebnisse. Später korrigierte sich Müller für den "abstoßenden Rassismus", wie es SPD-Generalsekretärin Katarina Barley empfand.

Am 2. November fragte Bundesentwicklungsminister Gerd Müller (CSU) bei einem Deutschlandkongress der Union in Bonn zum Thema Leben in Afrika:

Wenn eine afrikanische Frau 100 Dollar verdient. Preisfrage: Wie viel bringt die nach Hause zur Familie? Die bringt 90 Dollar nach Hause. Wenn ein afrikanischer Mann 100 Dollar verdient, Preisfrage, Tobi, was bringt der nach Hause? 30 Dollar. Und Du weißt sicher, was er mit dem Rest macht (lacht): Nämlich Alkohol, Suff, Drogen, Frauen natürlich.“

(Gerd Müller, CSU, Bundesentwicklungsminister)

Die Aussage basierte auf Forschungsergebnissen der Nike-Foundation aus dem Jahre 2009. In seiner Rede wollte Müller die wichtige Rolle der afrikanischen Frauen und der Jugend für die Zukunft Afrikas hervorheben. Ergänzend zu seiner Aussage sagte Müller noch, dass der afrikanische Mann eben nicht in seine Kinder, seine Familie, in Bildung und in Zukunft investiere, berichtete die „FAZ“.

Der Studie zufolge würden afrikanische Frauen 90 Prozent ihres Einkommens in den Haushalt stecken. Bei den Männern seien es nur 30 bis 40 Prozent.

Skandal oder ungeliebte Wahrheit?

Einen Skandal witternd stürzte sich SPD-Generalsekretärin Katharina Barley sogleich auf Müllers Aussagen und echauffierte sich heftigst:

Das ist abstoßender Rassismus, schlecht als Pseudo-Wissenschaft getarnt.“

(Katarina Barley, Generalsekretärin der SPD)

Ergänzend sagte Barley noch, dass solche Äußerungen eines Kabinettsmitgliedes „nicht würdig“ seien.

Minister Müller ruderte dann auch am Rande der Weltklimakonferenz in Marrakesch, Marokko, zurück und entschuldigte sich:

Es tut mir leid, die Aussage war zu undifferenziert.“

(Gerd Müller, CSU, Bundesentwicklungsminister)

Allerdings ließ sich Umweltministerin Barbara Hendricks, ebenfalls SPD, davon nicht beeindrucken. Die ebenfalls in Marrakesch verweilende Ministerin entgegnete spontan und aus dem Leben gegriffen:

Das ist die Lebenserfahrung. Man kann sich darauf verlassen, dass Frauen mehr Geld in ihrer Familie zurücklassen als Männer.“

(Barbara Hendricks, SPD, Bundesumweltministerin)

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