Für Erhalt der Anti-IS-Koalition: Deutschland soll im Katar-Konflikt schlichten

Epoch Times7. Juni 2017 Aktualisiert: 7. Juni 2017 15:50
Der Katar-Konflikt solle nicht weiter eskalieren, meinte Sigmar Gabriel heute. Deutschland wolle den Konflikt schlichten, damit die Anti-IS-Koalition weiterhin erhalten bleibe, so der Minister.

Deutschlands habe ein großes Interesse am Erhalt der Anti-IS-Koalition, meinte Sigmar Gabriel. Deswegen setze er alles daran, dass es im Katar-Konflikt „zu keinen weiteren Eskalationen kommt“, sagte Gabriel nach einem Gespräch mit seinem saudi-arabischen Kollegen Adel al-Dschubeir am Mittwoch in Berlin.

Die Region sei ohnehin in großer Anspannung, fügte Gabriel unter Verweis auf den Kampf gegen die Dschihadistenmiliz Islamischer Staat (IS) und die Konflikte in Syrien, Jemen und im Nahen Osten hinzu.

„Wir haben ein großes Interesse daran, dass die Koalition gegen den IS erhalten bleibt und dass wir hier zu einem friedlichen Miteinander auf der arabischen Halbinsel und insbesondere zwischen den Golfstaaten in der Lage sind“, sagte der Bundesaußenminister.

Deutschland will bei Deeskalation helfen

Gabriel bot deutsche Hilfe in dem Konflikt an. Es sei „auf allen Seiten viel Vertrauen verloren gegangen“, aber er setze darauf, dass es „überall den Willen gibt“, dieses Vertrauen wieder neu entstehen zu lassen. Deutschland biete an, seinen Beitrag dazu zu leisten, wo immer dies möglich sei. „Wir werden alles unterstützen, was zu einer Deeskalation beiträgt.“

Gleichzeitig äußerte sich Gabriel „sehr froh“ darüber, dass sein Gast ihn über laufende Bemühungen zum Beispiel durch den Emir von Kuwait informiert habe, die unterschiedlichen Parteien zusammenzubringen und über Lösungen zu verhandeln.

Bedingung für Konfliktlösung: Katar muss Unterstützung für extremistische Organisationen einstellen

Al-Dschubeir bekräftigte, Katar müsse sich auf die Bedingungen einlassen, „die wir gestellt haben“. Das Golfemirat müsse seine Unterstützung für extremistische Organisationen einstellen.

Abbruch der Beziehungen

Saudi-Arabien und seine Verbündeten Bahrain, Ägypten und die Vereinigten Arabischen Emirate hatten die diplomatischen Beziehungen zu Katar am Montag überraschend abgebrochen.

Katarische Bürger müssen diese Länder binnen 14 Tagen verlassen. Außerdem stellten die Länder den Flugverkehr nach Katar ein. Aus Riad hieß es dazu, es gehe darum, die „nationale Sicherheit vor den Gefahren von Terrorismus und Extremismus zu schützen“. (afp/as)

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