Hongkong: Mysteriöse Züge ins Vergessen – Verschwinden junge Demonstranten nach China?

Von 22. November 2019 Aktualisiert: 25. November 2019 14:19
Internet-Plattformen erinnern an sie, die Vermissten von Hongkong: junge Menschen, oft Teenager, manche von ihnen Mädchen, nur 13 oder 14 Jahre alt. Manche tauchen als Leichen wieder auf, manche bleiben verschwunden. Es gibt Hinweise, dass sie nach China verschwinden. Ob sie jemals zurückkommen? Keiner weiß es.

Ursprünglich begannen die Proteste in Hongkong wegen eines geplanten Auslieferungsgesetzes, verdächtige Hongkonger Bürgern sollten demnach nach China gebracht werden. Doch Millionen Bürger gingen auf die Straßen und demonstrierten. Nach monatelangen Protesten hat Hongkongs Regierung dann im September den Entwurf für das umstrittene Gesetz für die Auslieferungen nach China komplett zurückgezogen – offiziell zumindest: „Die Regierung wird das Gesetz in aller Form zurückziehen, um die Sorgen der Bevölkerung vollständig zu entkräften.“ (Carrie Lam, Regierungschefin HK)

Doch heimlich arbeitete die kommunistische Führung in China weiter an der Umsetzung des Projektes …

Das Auslieferungs-Projekt

Während der britische Konsulatsmitarbeiter in Hongkong, Simon Cheng, im August für 15 Tage während einer Dienstreise zu einem Wirtschaftskongress von der chinesischen Gestapo verhaftet, in China festgehalten, misshandelt und verhört wurde, machte er besorgniserregende Entdeckungen. Während eines seiner Verhöre bemerkte er in einem anderen Raum etwa zehn festgenommene Personen, kantonesische Worte fielen. Dann hörte er Schreie von Gefangenen. In einem späteren Interview mit der BBC sagte Cheng, dass die Geheimpolizei ihm gegenüber erwähnte, dass die Hongkong-Demonstranten Schub um Schub eingefangen und nach China gebracht werden würden. Dort würden sie dann inhaftiert.

Auch in Hongkong selbst wurden entsprechende Warnungen gegenüber Demonstranten ausgesprochen.

Im Interview mit dem „Handelsblatt“ berichtet einer der beiden deutschen Austauschstudenten (22), die in Hongkong kürzlich und kurzfristig verhaftet worden waren, dass er in einer kleinen steinernen Zelle mit Steinbänken mit einem zwölfjährigen Jungen ins Gespräch gekommen sei. Der Junge hatte von der Polizeibehandlung ein blutverschmiertes Gesicht.

Nach der Einkesselung der Studenten in der Polytechnischen Universität sagte der Hongkonger Polizeisprecher Guo Jialu, dass am Montag (19.11.) und Dienstag (20.11.) etwa 1.100 Menschen in der Nähe des Campus der PolyU inhaftiert worden seien, berichtet die chinesischsprachige Epoch Times.

Doch wohin kamen sie? Befinden sie sich in Hongkonger Gefängnissen?

Es muss schon ein großer Zufall gewesen sein, dass just an diesen beiden Tagen 20 planmäßige Züge von Hongkong zum Festland China nach Angaben des CPC Railway Customer Service Center für den öffentlichen Verkehr abgesagt wurden. Es wird spekuliert, dass die KPCh in diesen zwei Tagen verhaftete Personen nach China gebracht habe, was an die Zugtransporte der Uiguren in die Konzentrationslager Xinjiangs erinnern mag.

Auf Facebook verbreitete sich eine Nachricht, dass einige der Hongkong-Demonstranten ins Untersuchungsgefängnis Huiyang bei Shenzhen gebracht wurden. Auch der vor der KPCh nach Amerika geflüchtete Milliardär und politische Aktivist Guo Wengui berichtete in seiner 20. Livesendung vom Transport junger Leute nach Shenzhen. Er berichtete nicht nur von den schwarzen Gefängnissen der KPCh in Hongkong, sondern auch von den vielen weiblichen Demonstranten, die von den Kommunisten vergewaltigt und getötet worden sind.

Hongkongs verschwundene Studenten

In einem Bericht der chinesischsprachigen Epoch Times ist die Rede von großen Gruppen von Hongkong-Demonstranten, die nach Festland China gebracht wurden und weiterhin gebracht werden.

Viele Hongkonger Bürger sind seit dem Beginn der Proteste verschwunden, manche von ihnen sind noch Teenager im Alter von 13 oder 14 Jahren. Im Internet finden sich Plattformen, die über die Vermissten informieren:

Immer wieder wurden Leichen gefunden, oft junge Frauen und Mädchen, Schülerinnen, Studentinnen, ihr Tod als „Selbstmord“ deklariert: Manche ertranken im Meer, nackt und gefesselt, manche sprangen von Hochhäusern, in zwei Teile geschnitten oder brachten sich angeblich um, nachdem sie sich halbnackt ausgezogen hatten.

Ein Schlagwort geht um im Hongkong: „NO #SUICIDE“. In einem aktuellen Video einer Verhaftung einer jungen Frau in einem Hongkonger Hochhaus gab diese kurz vor ihrer Verschleppung durch die Polizei ein Statement ab: „Ich werde keinen Selbstmord begehen!“

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Falsche Demonstranten und geplantes Chaos

Doch wie auch immer die Hongkonger Bürger auf die Straße gehen oder nicht: Das Chaos wird bestehen bleiben, laut einer KP-Insiderin, einer „Prinzessin“ (3. Generation der alten Kader, Enkelin) mindestens bis zum Jahresende. Dazu würde auch als Demonstranten verkleidetes chinesisches Militärpersonal eingesetzt. Videos aus Hongkong belegen diese Aussagen. Das Ziel sei, die mutigen Bürger Hongkongs herauszufiltern und zu beseitigen, gefolgt von der Zerstörung des Hongkong-Dollars und der Umwandlung Hongkongs in eine chinesische Großstadt.

GB-Konsulatsmitarbeiter Simon Cheng

Simon Cheng arbeitete als Handels- und Investitionsbeauftragter im britischen Konsulat in Hongkong. Als im Juni die Proteste aufkamen, wurde er damit beauftragt, „Informationen über den Status der Proteste zu sammeln“, so Cheng, der anmerkte, dass es nicht seine Aufgabe gewesen sei, zu lenken, sondern zu beobachten, schreibt die BBC. Während einer Dienstreise am 8. August zu einer Wirtschaftskonferenz in die benachbarte chinesische Millionenstadt Shenzhen nahm man ihn in „Administrativhaft“.

15 Tage lang hielt ihn die chinesische Geheimpolizei fest, beschuldigte ihn, ein „britischer Spion“ zu sein, verhörten ihn zur Rolle Großbritanniens in der Hongkonger Demokratiebewegung, fesselten, schlugen und misshandelten ihn. Man wollte ein Geständnis von ihm, dass Großbritannien die „Ausschreitungen in Hongkong anstachelt“. Der BBC sagte Cheng, dass es für ihn in Hongkong inzwischen zu gefährlich geworden sei. Beim Konsulat hat er mittlerweile gekündigt. Nun will er Asyl an einem sicheren Ort beantragen.

China droht Großbritannien

Nach einem Interview von Simon Cheng mit der BBC wurde der chinesische Botschafter vom Außenministerium in London einberufen. Man zeigte sich empört über die Behandlung des Konsulatsmitarbeiters und machte deutlich, dass man erwarte, „dass die chinesischen Behörden die Verantwortlichen überprüfen und zur Verantwortung ziehen“ werden, so Außenminister Dominic Raab.

Im Gegenzug drohte am Dienstag, 19. November, eine Sprecherin des chinesischen Außenministeriums gegenüber der BBC: „Wir hoffen, dass das Vereinigte Königreich vorsichtig ist und sich nicht mehr in Hongkong und die inneren Angelegenheiten Chinas einmischt, weil es letztendlich nur den eigenen Interessen des Vereinigten Königreichs schadet.“

Eine Buchempfehlung vom Verlag der Epoch Times

Die KP Chinas präsentiert ihre ehrgeizigen Ambitionen unter der Tarnung eines „friedlichen Aufstiegs“ Chinas. Dies macht es der internationalen Gemeinschaft schwer, ihre wahren Motive zu verstehen. Die KP Chinas ist keine politische Partei oder Regierung im normalen Sinne. Sie repräsentiert nicht das chinesische Volk. Sie repräsentiert das kommunistische Gespenst. Sich mit der KP Chinas zu identifizieren, bedeutet, sich mit dem Teufel zu identifizieren.

China und die Welt stehen an einem Scheideweg. Das chinesische Volk kann von der Kommunistischen Partei Chinas, die unzählige Blutschulden hat, keine wirklichen Reformen erwarten. China wird nur dann besser dran sein, wenn es frei von der Kommunistischen Partei ist. Durch die Eliminierung der Kommunistischen Partei, die wie ein bösartiger Tumor ist, wird China gedeihen.

Die scheinbar unbezwingbare Sowjetunion löste sich über Nacht auf. Obwohl die KP Chinas weltweit ihre Reißzähne zeigt, könnte ihre Auflösung genauso schnell erfolgen, sobald die Welt ihre böse Natur erkennt und die richtige Wahl trifft.

Im März 2018 dachte „The Economist“ in einem Artikel mit dem Titel „How the West Got China Wrong“ über die Politik nach, die die westlichen Länder gegenüber China verfolgt haben und dass sie wetteten, dass China in Richtung Demokratie und Marktwirtschaft gehen würde. „The Economist“ räumte ein, dass das Glücksspiel des Westens gescheitert ist, dass China unter der KP keine Marktwirtschaft ist und auf seinem derzeitigen Kurs nie eine sein wird.

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