Mindestens drei Tote durch Taifun „Nock-Ten“ auf den Philippinen

Epoch Times26. Dezember 2016 Aktualisiert: 26. Dezember 2016 15:08
Der Sturm "Nock-Ten" zog mit Windgeschwindigkeiten von bis zu 215 Stundenkilometern in Richtung Manila. Der Zivilschutz warnte vor heftigen Regenfällen, Überschwemmungen und starkem Wind.

Mindestens drei Menschen sind bei einem schweren Taifun auf den Philippinen ums Leben gekommen.

Ein Paar sei von einer Flutwelle erfasst und ein Mann von einer umgestürzten Wand erschlagen worden, erklärten am Montag die Behörden in der östlichen Provinz Albay. Der Sturm „Nock-Ten“ war tags zuvor auf Land getroffen und zog mit Windgeschwindigkeiten von bis zu 215 Stundenkilometern weiter Richtung Manila.

Nach Angaben des staatlichen Wetterdienstes sollte der Taifun im Laufe des Montags die Hauptinsel Luzon mitsamt der Millionenmetropole Manila erreichen. Der Zivilschutz warnte vor heftigen Regenfällen, Überschwemmungen und starkem Wind. Die Küstenwache sperrte die Strände südlich der Hauptstadt ab. Die Bewohner der Armenviertel an der Küste wurden aufgerufen, ihre Häuser zu verlassen.

„Nock-Ten“ hatte am Sonntagabend die abgelegene Insel Catanduanes im Osten des Landes erreicht. Millionen Haushalte wurden inmitten der Weihnachtsfeierlichkeiten von der Stromversorgung abgeschnitten. Mehr als 380.000 Menschen in der Region Bicol flohen nach Angaben des Zivilschutzes aus ihren Häusern.

In der Stadt Ligao waren viele Straßen und Felder überschwemmt. Einige Häuser waren von einer Schlammschicht umschlossen. Sie habe aus Angst vor dem Sturm kein Auge zugemacht, sagte die Masseurin Erna Angela Pintor. Das Dach des Hauses ihrer Familie sei durch den starken Wind teilweise abgedeckt worden, das Wasser habe ihnen bis zu den Knien gestanden.

Noch schlimmer habe es ihre Nachbarn erwischt: Sie seien aus ihrem Haus geflohen, als ihnen das Wasser ihnen bis zur Brust gereicht habe. „Das ist ein trauriges Weihnachtsfest für uns. Viele Häuser unserer Nachbarn wurden weggespült“, sagte Pintor.

Hunderte Menschen in der Region Bicol feierten nach Angaben des Zivilschutzes Weihnachten in Notunterkünften. Mancherorts wurde ihnen Spanferkel serviert, das traditionelle philippinische Weihnachtsessen.

Die Philippinen werden regelmäßig von heftigen Stürmen heimgesucht. Im Jahresdurchschnitt gibt es rund 20 starke Taifune. Im November 2013 waren bei dem Super-Taifun „Haiyan“ 7350 Menschen auf den Philippinen ums Leben gekommen. Ganze Städte wurden zerstört. (afp)

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