Polizeigewerkschaft Minneapolis: Die Stadtregierung unterstützt Kommunisten – Polizei als Sündenbock

Epoch Times7. Juni 2020 Aktualisiert: 8. Juni 2020 21:08
Ein Brief des Polizeigewerkschaftspräsidenten von Minneapolis an alle Mitglieder sorgte in den USA für Aufregung. Der Vorsitzende erhebt schwere Anschuldigungen gegen die Regierung und Stabsführung von Minneapolis. Die Unruhen und Plünderungen hätten von der Politik verhindert werden können.

Der Polizeigewerkschaftspräsident von Minneapolis, Bob Kroll, hat angesichts der Unruhen und Plünderungen im Fall von George Floyd alle Mitglieder angeschrieben.

In einem Brief lobt er den mutigen Einsatz der Polizisten und kritisiert offen das Versagen der Politik und des Führungsstabs. Der Brief, der „Star Tribune“ vorliegt, löste heftige Kritik und Rücktrittsforderungen von Politik und Vorgesetzten aus.

Kroll: Stadtregierung unterstützt kommunistische Kräfte

Kroll wirft der rot-grünen politischen Führung im US-Bundesstaat Minnesota vor, sie habe die Polizei im Laufe der Jahre systematisch geschwächt und kommunistische Kräfte unterstützt. Das Ausmaß der Plünderungen und Unruhen im Land zeigten ganz klar, dass „die Polizisten von der politischen Führung im Stich gelassen werden“.

„Der Grundstein für diese terroristische Bewegung wurde bereits vor vielen Jahre gelegt“, schreibt Kroll. „Das Ganze hat damit angefangen unsere Polizei zu dezimieren. Gleichzeitig erhielten kommunistische Aktivisten mit einer Anti-Polizeiagenda öffentliche Gelder.“

Kroll war für drei Polizeieinsätze verantwortlich, bei denen es zu gewalttätigen Ausschreitungen kam. Die Unruhen und Plünderungen hätten aus seiner Sicht verhindert werden können, wenn mehr Polizisten und die richtige Ausrüstung für den Einsatz genehmigt worden wären, sagt er.

„Unser Polizeichef hat 400 Beamte gefordert. Das wurde ihm schlichtweg verweigert, sodass es zu einem Aufstand in dieser Größe kommen konnte“, so Kroll weiter.

Polizisten als Sündenbock

Obwohl der Fehler seiner Ansicht nach klar aufseiten der Politik liege, würden die Polizisten zu Sündenböcken gemacht. Die Bürgermeister und Gouverneure schöben den Polizisten bei öffentlichen Ansprachen und vor der Presse ständig die Schuld zu, statt ihnen für ihren mutigen Einsatz für die Sicherheit des Landes und der Bevölkerung zu danken.

Floyd sei ein „gewalttätiger Verbrecher“, dessen kriminelle Vergangenheit absichtlich von der Presse verschwiegen werde. Der Afroamerikaner saß bereits wegen eines Raubüberfalls im Gefängnis. „Das ist ein verabscheuungswürdiges Verhalten. Wie unser Führungsstab das tolerieren und damit ruhigen Gewissens leben kann, verstehe ich nicht“, kritisiert Kroll.

„Die Polizisten wurden ohne ordentliches Verfahren entlassen“, schreibt Kroll, der in Kontakt mit den Strafverteidigern der entlassenen Polizisten steht, die in die Festnahme von Floyd involviert waren, bei dem der Afroamerikaner ums Leben kam. Das sei unrechtmäßig. Kroll selbst erhielt wegen seiner öffentlichen Rolle bereits mehrere Morddrohungen.

Rücktrittsforderungen

Die frühere Polizeichefin von Minneapolis Janeé Harteau kritisiert Krolls Brandbrief: „Eine Schande für die Polizei! Dagegen haben ich und andere lange angekämpft. Bob Kroll geben Sie ihre Polizeimarke zurück!“

Jacob Frey, der demokratische Bürgermeister von Minneapolis, beschuldigte Kroll mit seinem Verhalten, das „Vertrauen der Bevölkerung in die Polizei“ zu untergraben. Kroll lehne kategorisch jegliche Reformen ab, missachte die politische Führung und habe wenig Einfühlungsvermögen. (nh)

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