Senegals Präsident will Amt des Ministerpräsidenten abschaffen

Epoch Times7. April 2019 Aktualisiert: 7. April 2019 9:40
Im Senegal soll das Amt des Ministerpräsidenten abgeschafft werden. Ziel sei es, den Abstand zwischen Regierung und Volk zu verringern und Reformen voranzutreiben, sagte der bisherige Amtsinhaber.

Im Senegal soll nach dem Willen von Staatspräsident Macky Sall das Amt des Ministerpräsidenten abgeschafft werden. Ministerpräsident Mahammed Boun Abdallah Dionne verkündete die geplante Streichung seines eigenen Amtes am Samstagabend in einer Fernsehansprache.

Ziel sei es, den Abstand zwischen Regierung und Volk zu verringern und Reformen voranzutreiben, indem die „zwischengeschobene Ebene des Ministerpräsidenten“ abgeschafft werde.

Gleichzeitig wurde Dionne zum Generalsekretär der Republik ernannt. Nach der Streichung des Ministerpräsidentenamtes werde er diesen Posten weiter innehaben, erklärte er.

Sall war im Februar für eine zweite Amtszeit wiedergewählt worden. Der Senegal gilt bislang als Vorbild für Demokratie und Stabilität in Westafrika. Es gab zwei friedliche Machtwechsel in den Jahren 2000 und 2012, ein Putsch blieb dem Land erspart.

Außerdem blieb das mehrheitlich muslimische Land von islamistischen Anschlägen weitgehend verschont, seine Wirtschaft verzeichnet ein deutliches Wachstum. (afp)

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