Bei Strafverfahren in den USA sollen die persönlichen Daten von EU-Bürgern künftig besser geschützt werden.Foto: Tannen Maury/dpa

SPD-Europapolitiker Leinen fordert Ablehnung von Trumps neuem EU-Botschafter Ted Malloch

Epoch Times30. Januar 2017 Aktualisiert: 30. Januar 2017 18:47
Ted Malloch antwortete auf die Frage, warum er Botschafter in Brüssel werden sollte: Er habe bereits geholfen, die Sowjetunion zum Zusammenbruch zu führen, sagte er. "Vielleicht gibt es jetzt eine andere Union, die etwas Zähmung braucht." Der Wirtschaftsprofessor Ted Malloch ist ein möglicher Kandidat als neuer US-Botschafter bei der EU, offiziell bestätigt ist er noch nicht. Tags zuvor hatte er bereits dem Euro in den kommenden 18 Monaten den Zusammenbruch prophezeit.

Noch vor der offiziellen Ernennung sorgt Donald Trumps mutmaßlicher Kandidat für den Posten des US-Botschafters bei der EU für Wirbel.

Der SPD-Europapolitiker Jo Leinen forderte am Montag, dem europakritischen Wirtschaftsprofessor und Unternehmer Ted Malloch die Akkreditierung zu verweigern. „Wir brauchen jetzt keinen Quertreiber, der vom Ende des Euro träumt und davon, die EU zu zähmen und niederzuringen,“ erklärte Leinen.

US-Medien hatten schon vor einigen Wochen berichtet, Malloch solle neuer US-Botschafter bei der EU werden. Offiziell bestätigt ist das nicht. Erwartet wird dies erst nach der Amtsübernahme durch den designierten US-Außenminister Rex Tillerson. Dessen Ernennung muss noch vom US-Senat gebilligt werden.

Malloch: „Vielleicht gibt es jetzt eine andere Union, die etwas Zähmung braucht.“

Malloch selbst beantwortete im BBC-Fernsehen vergangene Woche aber schon freimütig die Frage, warum er Botschafter in Brüssel werden sollte. Er habe bereits geholfen, die Sowjetunion zum Zusammenbruch zu führen, sagte er. „Vielleicht gibt es jetzt eine andere Union, die etwas Zähmung braucht.“ Tags zuvor hatte er bereits dem Euro in den kommenden 18 Monaten den Zusammenbruch prophezeit.

„Ted Mallochs Äußerungen zeigen, dass er für diesen Job ungeeignet ist“, erklärte Leinen, der auf die Möglichkeit verwies, Botschafterkandidaten abzulehnen.

Dies können entweder die EU-Kommission mit ihrem Auswärtigen Dienst, der bei solchen Personalien grünes Licht geben müsste, oder im weiteren Verfahren die Mitgliedstaaten.

Hierbei habe jedes der 28 EU-Länder „ein Veto“, das zur Ablehnung führen könne, erläuterte ein EU-Beamter. „So etwas passiert selten, aber regelmäßig.“

Trump selbst hatte die Europäer Mitte Januar in einem Interview mit massiver Kritik geschockt: Er nannte den Brexit „großartig“ und sagte, er erwarte weitere EU-Austritte. Für ihn spielt es demnach keine Rolle, ob die EU „getrennt oder vereint ist“. (afp)



Gerne können Sie EPOCH TIMES auch durch Ihre Spende unterstützen:

Jetzt spenden!


Kommentare
Liebe Leser,

vielen Dank, dass Sie unseren Kommentar-Bereich nutzen.

Bitte verzichten Sie auf Unterstellungen, Schimpfworte, aggressive Formulierungen und Werbe-Links. Solche Kommentare werden wir nicht veröffentlichen. Viele Kommentare waren bisher schon anregend und auf die Themen bezogen. Wir bitten Sie um eine Qualität, die den Artikeln entspricht, so haben wir alle etwas davon.

Da wir die juristische Verantwortung für jeden veröffentlichten Kommentar tragen müssen, geben wir Kommentare erst nach einer Prüfung frei. Je nach Aufkommen kann es deswegen zu zeitlichen Verzögerungen kommen.

Die Kommentarfunktion wird immer weiter entwickelt. Wir freuen uns über Ihr konstruktives Feedback, sollten Sie zusätzliche Funktionalitäten wünschen an [email protected]


Ihre Epoch Times - Redaktion