Streit um Wahlkampfauftritte: Türkei will Niederlande verklagen

Epoch Times13. März 2017 Aktualisiert: 13. März 2017 20:59
Präsident Recep Tayyip Erdogan kündigte in einem Fernsehinterview an, dass seine Minister vor den Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte ziehen werden und juristisch gegen die Niederlande vorgehen wollen.

Im Streit um die Wahlkampfauftritte türkischer Minister will die Türkei nun juristisch gegen die Niederlande vorgehen: Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan kündigte am Montag in einem Fernsehinterview an, dass seine Minister vor den Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte ziehen werden.

Zwei türkische Minister waren daran gehindert worden, an einer Wahlkampfveranstaltung in Rotterdam teilzunehmen. Die Türkei verlangte eine Entschuldigung.

Erdogan hatte zudem niederländische Regierungsmitglieder als „Nazi-Überbleibsel“ bezeichnet, weshalb die Niederlande ihrerseits eine Entschuldigung verlangen.

Bundeskanzlerin Angela Merkel sicherte den Niederlanden ihre „volle Unterstützung und Solidarität“ zu. Ihr warf Erdogan unterdessen „Unterstützung von Terroristen“ vor. Deutsche Behörden reagierten nicht auf Informationen der Türkei zu Terrorverdächtigen, so der türkische Präsident. (dts)

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