Über Geert Wilders und Europas Traum von einer utopischen Zukunft

Von 19. April 2017 Aktualisiert: 20. April 2017 10:32
Europa träumt immer noch den Traum von einer utopischen Zukunft, in der Armut von Wohlfahrtssystemen überwunden und Gewalt durch Offenheit und Liebe besiegt wird, schreibt der Pariser Professor Guy Milliére und rechnet mit einer Vogel Strauß-Politik in Europa ab, bei der Kritiker des radikalen Islam verleumdet werden und Mörder frei herumlaufen.

Geert Wilders wird in ganz Europa oft als gefährlicher Mann und rechter Brandstifter bezeichnet. Die niederländischen Medien verbreiten seit Jahren Hass und Verleumdung gegen ihn. Im vergangenen Dezember hat ein Gremium von drei Richtern den Politiker der „Aufstachelung zur Diskriminierung“ schuldig gesprochen. Hat Geert Wilders so viel Hass verdient?

Guy Milliére, Pariser Professor und Autor von 27 Büchern über Frankreich und Europa hat sich näher mit dem Politiker befasst und kam zu dem Ergebnis, dass es sein einziges „Verbrechen“ ist, „die durch die Islamisierung der Niederlande und des übrigen Europas vertretene Gefahr zu verurteilen und zu behaupten, dass der Islam eine tödliche Bedrohung für die Freiheit darstelle.“

Keine von Wilders Reden habe jemals zu Gewalt aufgefordert, die Gewalt, die ihn umgibt, ist ausschließlich auf ihn gerichtet, so Milliére weiter. Wilders verteidige die Menschenrechte und die demokratischen Grundsätze und sei ein entschlossener Feind aller Formen des Antisemitismus.

In den Niederlanden sei die Kritik am Islam besonders gefährlich und die muslimische Gemeinschaft zeige nur wenige Zeichen der Integration, analysiert der Professor. Es würden immer mehr Unruhen ausbrechen, immer mehr niederländische Bürger angegriffen. In den Vorstädten würden ethnische Säuberungen stattfinden. Bezirke, die lange von Mitgliedern der jüdischen Gemeinde bewohnt wurden, seien fast ganz muslimisch geworden.

Behörden würden den Juden empfehlen, kein „sichtbares Zeichen“ des Judentums zu tragen, niederländische Frauen sollten sich „bescheiden“ kleiden und Hundebesitzer würden gebeten, ihre Haustiere drinnen zu halten (im Islam gelten Hunde als unrein). Etwa 20 Prozent aller Gefängnisinsassen in den Niederlanden sind Muslime, so Milliére weiter.

2004 wurde der niederländische Filmemacher Theo van Gogh wegen einem „islamisch falschen“ Film ermordet, zwei Jahre zuvor der Politiker Pim Fortuyn, der den Islam als „feindliche Religion“ definierte. Geert Wilders lebt rund um die Uhr unter Polizeischutz.

Geert Wilders sei der einzige, der über all die Probleme spreche, meint der Professor, und doch würden es die politischen Führer und Journalisten vorziehen, Geert Wilders zum Problem zu machen. Ohne ihn würden die Probleme angeblich nicht existieren. „Im besten Fall sagen sie wolkige Worte, um Stärke zu zeigen; Im schlimmsten Fall kehren sie den Dingen den Rücken zu“, schreibt Milliére.

Wilders Partei für die Freiheit erhielt bei den niederländischen Wahlen fünf Sitze dazu und hat nun 20 Sitze im Parlament. Von 150 Plätzen insgesamt ist das nicht viel. Die nächste Regierungs-Koalition wird wahrscheinlich aus vier oder fünf Parteien bestehen und wird vermutlich mehr nach links tendieren als früher, vermutet Milliére und geht davon aus, dass sich die Situation im Land in den kommenden Jahren sicherlich verschlechtern wird.

In einem vor zehn Jahren veröffentlichten Bericht über die Islamisierung der Niederlande habe Manfred Gerstenfeld geschrieben, dass „Widerstand gegen radikale Kräfte innerhalb der niederländischen muslimischen Gemeinschaft schwach ist. Seit dieser Zeit hat sich laut Milliére nichts geändert. „Politiker, die es wagen, so zu reden wie Geert Wilders, werden so behandelt wie Geert Wilders: Sie werden verachtet, marginalisiert, vor Gericht gestellt.“

In Westeuropa glaube man immer noch an die westliche Schuld, der Westen habe den Islam doch so lang unterdrückt. Doch dabei wird vergessen, so Milliére weiter,  dass der Islam den Westen lange unterdrückt hat. „Die muslimischen Armeen eroberten Persien, das christliche byzantinische Reich, Nordafrika und den Nahen Osten, Spanien, Griechenland, Ungarn, Serbien und den Balkan und praktisch ganz Osteuropa. Die muslimischen Armeen waren eine ständige Bedrohung, bis die marodierenden osmanischen Truppen im Jahre 1683 endlich vor den Toren Wiens geschlagen wurden.“

Europa träume immer noch den Traum von einer utopischen Zukunft, in der Armut von Wohlfahrtssystemen überwunden und Gewalt durch Offenheit und Liebe besiegt wird, so der Autor. Diese Weltanschauung habe vielleicht auch die deutsche Bundeskanzlerin Angela Merkel dazu gebracht, die Türen für mehr als eine Million unüberprüfte muslimische Migranten zu öffnen, und das „trotz einer Migranten-Kriminalitätswelle und einer wachsenden Zahl von Vergewaltigungen und sexuellen Übergriffen.“

Solch eine romantisierte, utopische Weltanschauung erkläre laut Milliére auch, „warum in Europa Menschen wie Geert Wilders als die Inkarnation des Bösen gesehen werden, aber der radikale Islam als eine marginale Beeinträchtigung gilt, die keinen Bezug zur ‚Religion des Friedens‘ hat.“ Geert Wilders müsse unter Polizeischutz leben, während diejenigen, die ihn schlachten wollen und gleichzeitig Millionen von Menschen in Europa bedrohen, frei herumliefen.

Milliére abschließend: „Diese pubertäre Sichtweise steckt so tief in den Köpfen von Millionen von Europäern, dass viel schnelles erwachsen-werden erforderlich sein wird, um es zu beseitigen.“

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