UN-Bericht wirft Mitarbeitern von 15 Hilfsorganisationen sexuelle Ausbeutung vor

Epoch Times29. Mai 2018 Aktualisiert: 29. Mai 2018 20:39
Bereits 2002 wurde eine Zusammenfassung eines Bericht veröffentlicht, der aufzeigt, welche internationalen Organisationen der UNO oder des Norwegischen Flüchtlingsrates übergriffig wurden. Das britische Parlament befasste sich im Rahmen des Oxfam-Skandales erneut damit.

Das britische Parlament befasst sich erneut mit einem UN-Bericht über sexuelle Ausbeutung von Flüchtlingen in Afrika durch Mitarbeiter internationaler Hilfsorganisationen. Die Mitarbeiter verlangten dem 2001 erstellten Bericht zufolge in Flüchtlingslagern in Guinea, Liberia und Sierra Leone sexuelle Handlungen als Gegenleistung für Hilfe, wie die Zeitung „Times“ am Dienstag berichtete. Auch Kinder waren demnach von den Übergriffen betroffen.

Mitarbeiter von 15 internationalen Organisationen sowie lokale Helfer hätten „häufig humanitäre Hilfe und Leistungen für die Flüchtlinge als Instrument der Ausbeutung eingesetzt“, heißt es in dem Bericht, den vor 17 Jahren eine Forschergruppe dem UN-Flüchtlingshilfswerk UNHCR vorlegte. Helfer hätten unter anderem Lebensmittel, Sprit oder Zugang zu Bildungsangeboten für Sex in Aussicht gestellt.

UN-Einrichtungen und der Norwegische Flüchtlingsrat betroffen – und andere

Nach Angaben der „Times“ wurden die Übergriffe unter anderem durch Mitarbeiter von UN-Einrichtungen sowie der Nichtregierungsorganisationen International Rescue Committee (IRC) und des Norwegischen Flüchtlingsrats (NRC) verübt. Die beiden Organisationen erklärten gegenüber der Nachrichtenagentur AFP, seinerzeit personelle Konsequenzen gezogen zu haben.

Eine Zusammenfassung des Berichts war bereits 2002 publiziert worden, allerdings ohne die 67 Verdächtigen öffentlich zu benennen. Die „vertrauliche Liste“ führte damals zu keinen Ermittlungen, wie die „Times“ schrieb. Der damalige HCR-Chef Ruud Lubbers bezeichnete die Anschuldigungen als „Gerüchte“.

Der Ausschuss für internationale Entwicklung des britischen Parlaments befasst sich erneut mit dem Bericht, nachdem gegen die Hilfsorganisation Oxfam Vorwürfe wegen sexuellen Missbrauchs in Haiti laut geworden waren. (afp)

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