Im Virunga National Park.Foto: ROBERTO SCHMIDT/AFP/Getty Images

Virunga-Nationalpark im Kongo schließt nach tödlichen Angriffen bis Ende 2018

Epoch Times4. Juni 2018 Aktualisiert: 4. Juni 2018 22:05
Der Virunga-Nationalpark im Kongo bleibt nach mehreren tödlichen Zwischenfällen bis Ende des Jahres geschlossen – nachdem ein Parkranger getötet und drei weitere Menschen, darunter zwei britische Touristen, entführt worden waren. Die drei Entführten wurden nach zwei Tagen freigelassen.

Der Virunga-Nationalpark im Osten der Demokratischen Republik Kongo hat am Montag nach mehreren tödlichen Zwischenfällen in den vergangenen Monaten bis Ende des Jahres seine Tore für Touristen geschlossen.

Es sei klar, dass die Region äußerst unsicher sei und dies auch noch eine Weile so bleiben werde, erklärte Parkleiter Emmanuel de Mérode in einer Mitteilung. Es seien „robustere Maßnahmen“ notwendig, damit die Virunga-Vulkane „in vollkommener Sicherheit“ besucht werden könnten, hieß es weiter.

Der Park hatte die Schließung bereits vor zwei Wochen angekündigt, nachdem ein Parkranger getötet und drei weitere Menschen, darunter zwei britische Touristen, entführt worden waren. Die drei Entführten wurden nach zwei Tagen freigelassen.

Es war nicht der einzige Vorfall in den vergangenen Monaten. Am 21. Mai wurden beim Angriff auf einen Konvoi zwei Soldaten und ein Zivilist im Park getötet. Am 9. April töteten Unbekannte fünf Parkwächter und einen Fahrer. Insgesamt sind in den vergangenen 20 Jahren 176 Menschen im Park getötet worden.

„Wir haben eine angesehene internationale Sicherheitsfirma gebeten, unsere Sicherheitsmaßnahmen zu überprüfen“, erklärte de Mérode.

Virunga ist Afrikas ältester Nationalpark und gehört zum Unesco-Weltnaturerbe. Der 7800 Quadratmeter große Park im Grenzgebiet zu Uganda und Ruanda gilt als der artenreichste des Kontinents und ist vor allem für seine vom Aussterben bedrohten Berggorillas bekannt.

In der Region gibt es mehrere bewaffnete Milizen, die unter anderem um die Kontrolle über die dortigen Rohstoffe kämpfen. (afp)



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