FC Bayern will in Doha «am Mix» arbeiten

Keine zwei Wochen nach dem «richtigen Zeichen» gegen Leipzig startet der FC Bayern sein siebtes Trainingslager in Katar. Dort will das Team von Trainer Carlo Ancelotti am «Mix» arbeiten. Ancelottis Sohn Davide freut sich auf eine «gute Erfahrung».
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Jérôme Boateng soll in München Reha absolvieren.Foto: Matthias Balk/dpa
Epoch Times3. Januar 2017

Ohne den verletzten Weltmeister Jérôme Boateng will der FC Bayern im Trainingslager in Katar für eine erfolgreiche Premierensaison unter Trainer Carlo Ancelotti schwitzen. Nach einer OP am Brustmuskel soll der Fußball-Nationalspieler seine Reha-Einheiten in München absolvieren.

Im Sonderflieger der Münchner nach Doha blieb aber nicht nur sein Platz frei. Gleich neun Stars, darunter die Weltmeister Mats Hummels und Manuel Neuer oder die Flügelspieler Arjen Robben und Franck Ribéry, düsten gleich aus ihren Urlaubsdomizilen in das Ausrichterland der WM 2022.

Bis zum 11. Januar trainieren die Münchner im sonnigen Doha, in dem es am Dienstag 26 Grad warm war. „Es ist perfektes Fußballwetter“, sagte Philipp Lahm. „Die Bedingungen vor Ort in Sachen Fußball sind natürlich perfekt für uns.“ Gegen mehr Urlaub hätte der Kapitän aber auch nichts einzuwenden gehabt: „Man freut sich zwar, seine Kollegen alle wiederzusehen. Ich bin aber auch gerne zu Hause und gerne bei der Family – deswegen gemischte Gefühle“, sagte der 33-Jährige.

Der Trainingsplan sieht in der Regel zwei tägliche Einheiten im Sportzentrum Aspire Academy vor; die Meister-Bayern wohnen fußläufig im Hotel Al Aziziyah. Ein Testspiel gegen den belgischen Erstligisten KAS Eupen, der der Aspire-Gesellschaft gehört, ist für den 10. Januar angesetzt. Zehn Tage später steht die Auswärtspartie beim SC Freiburg als erstes Pflichtspiel an.

Man müsse am Mix aus Defensive und Offensive arbeiten, sagte Lahm. Weniger Chancen zulassen, mehr eigene erarbeiten, lautet die Vorgabe des Kapitäns. „Das muss besser funktionieren, wobei es phasenweise in bestimmten Spielen, immer sehr gut funktioniert hat.“ So etwa beim 3:0 gegen RB Leipzig. „Wir wollten nochmal ein Zeichen setzen, am Ende des Jahres. Ich glaube das war das richtige Zeichen genau zur richtigen Zeit“, sagte Lahm. „Als Tabellenführer wieder in die Winterpause zu gehen, ist für uns immer wichtig.“

Nicht dabei war am Dienstag Co-Trainer Paul Clement, der Gespräche mit Premier-League-Club Swansea City über ein Engagement als Cheftrainer führt. Neben Clement fungieren Hermann Gerland und Ancelotti-Sohn Davide als Assistenztrainer beim Rekordmeister. Letzterer rückt durch die familiäre Beziehung zum Chefcoach nach dem sich abzeichnenden Abgang von Clement mehr in den Fokus. Die Arbeit werde letztlich dieselbe sein, sagte der 27-Jährige. Das Vater-Sohn-Gespann auf der Bank sei „eine gute Erfahrung“.

21 Profis und drei Talente sind in Katar dabei. Der seit Mitte November verletzte französische Nationalspieler Kingsley Coman soll unter der Sonne am Persischen Golf am Comeback arbeiten. „Wir hatten auf jeden Fall ein bisschen Abstand zum Fußballgeschäft und ein bisschen Zeit, um uns etwas ums Privatleben zu kümmern. Das hat es schon Spaß gemacht“, sagte Thomas Müller. Nun gilt der Fokus wieder dem Sport. (dpa)



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