Schlechtes sehen macht schlechte Laune

Verspannungen, Schwindelgefühl, Kopfschmerzen, tränende Augen, Müdigkeit – nicht immer liegt die Ursache an Allergien oder zu viel Bildschirmarbeit. Die Ursache kann auch sein, dass die Kontaktlinsen oder die Brille nicht mehr zu den Augen passt.

Etwa alle zwei Jahre wird empfohlen, seine Sehstärke überprüfen zu lassen. Es ist ebenfalls empfehlenswert einen Sehtest zu machen, wenn man das Gefühl hat, dass das Sehen anstrengend ist. Vielleicht sind Buchstaben nicht mehr gut erkennbar, sie verschwimmen. Tauchen Autos, Dinge oder Menschen hingegen wie aus dem Nichts auf, kann dies auf eine Gesichtsfeldstörung hinweisen und man sollte unbedingt einen Augenarzt konsultieren.

Die Generation Smartphone

Experten stellen fest, dass in Deutschland nahezu jeder dritte Jugendliche kurzsichtig ist – Tendenz steigend.

„Bei rund 80 Prozent der Betroffenen besteht eine nachgewiesene Kurzsichtigkeit“, schreibt Sehen.de. Ihre Augen haben sich an nahe Distanzen zum Monitor oder Smartphone angepasst und sehen in der Ferne unscharf.

Normales Sehen bedeutet ganz grob gesagt, dass auf der Autobahn die Schrift der Schilder aus einer Entfernung von 100 Metern gelesen werden kann. Das ist der Abstand zwischen drei Leitpfosten am Fahrbahnrand. Bei einer Kurzsichtigkeit mit minus 1 Dioptrie ist das Schild erst 25 Meter zuvor genau zu lesen. Wird man wegen nicht korrigierter Sehschwäche in einen Unfall verwickelt, kann sogar eine Mitschuld festgelegt werden.

Vielen Menschen sind eine Art Punkte bekannt, die sich vor den Augen mit der Blickrichtung mit bewegen. Meist sind stark Kurzsichtige davon betroffen, im Alter ab 65 Jahren nimmt dieses Phänomen zu, es wird „fliegende Mücken“ oder Mouches volantes genannt. Helles Licht lässt diese „Mücken“ mehr tanzen, daher hilft eine gute Sonnenbrille. Treten die Punkte bei der Bildschirmarbeit auf sollte die Helligkeit und der Kontrast des Monitors gemindert werden.

Flimmert es vor den Augen oder wird einem Menschen schwarz vor Augen sind nicht diese „schuld“, sondern oft eine Unterzuckerung oder Migräne. Als erste Hilfe sind einige Süßigkeiten zu empfehlen, bei Migräne die entsprechenden Medikamente. Wiederholt sich das Flackern öfters, sollte jedoch auch ein Augenarzt aufgesucht werden.

Was geschieht bei einem Sehtest?

Der bekannteste Test für die Ermittlung der Sehstärke ist der sogenannte Snellen-Test, bei dem Buchstaben und Zahlen auf einer Sehtesttafel erkannt werden müssen. Seit 1862 wird dieser in verschiedensten Varianten eingesetzt. In einer Online-Variante (beispielsweise hier) kann ein erster Überblick gewonnen werden – jedoch ersetzt dies nicht den Gang zum Optiker oder Augenarzt.

Ein anderer notwendiger Test, der normalerweise noch vor dem Snellen-Test durchgeführt wird, ist die Ermittlung des Brechwertes der Augen. Dazu sieht man nacheinander mit dem einen und dem anderen Auge in einen Autorefraktometer. Mittels Infrarot kann der individuelle Brechwert bestimmt werden.

Bei jungeren Menschen wird die Sehstärke für die Ferne ermittelt, bei älteren wird die Altersweitsichtigkeit ermittelt und auch die Sehfähigkeit für die Nähe bestimmt. Ein Augenarzt wird die Augen gleichzeitig auf mögliche Augenkrankheiten untersuchen. Beim Optiker erfolgt dies nicht, dafür spart man sich einen Weg und kann eine eventuelle neue Brille gleich aussuchen.

Falls eine neue Brille benötigt wird, muss nach der Auswahl der Fassung eine individuelle Zentrierung der Brillengläser erfolgen. Brillen aus dem Supermarkt können diesen Punkt nicht berücksichtigen und passen daher oft nicht optimal. Wie das geschieht, ist bei misterspex.de sehr gut beschrieben.

Was kann man tun, um eine realistische Messung zu erhalten?

Aufregung schadet und wirkt sich auf die Sehstärke aus. Daher wird empfohlen:

12 Tipps für gutes Sehen

Sehen.de gibt einige einfache Hinweise, die der Gesundheit der Augen dienen:

 

Quelle: https://www.epochtimes.de/tipps-rat/schlechtes-sehen-macht-schlechte-laune-a2393861.html