Ausbildungsberufe im Bereich Natur und Umwelt immer beliebter

Epoch Times27. Juli 2021 Aktualisiert: 27. Juli 2021 14:21
Naturbezogene und handwerkliche Berufe liegen im Trend. Lehrberufe wie Pferdewirt, Forstwart, Winzer oder Revierjäger sind gefragt.

Ausbildungsberufe im Bereich Umwelt und Natur werden immer beliebter. Dies ist das Ergebnis einer Studie des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (IW). Die Zeitungen der „Funke Mediengruppe“ hatten am Dienstag (20.7.) vorab darüber berichtet.

„Die Nachfrage nach einer Ausbildung ist in den ‚grünen Berufen‘ im Jahr 2020 insgesamt um 2,1 Prozent im Vergleich zum Vorjahr gestiegen“, erklärte der Leiter des Kompetenzzentrums Fachkräftesicherung im IW, Dirk Werner. „Damit hat sich diese Berufsgruppe entgegen dem Trend deutlich positiver entwickelt als der Ausbildungsmarkt insgesamt“, erklärte Werner weiter. Dort hatte sich die Zahl der Bewerberinnen und Bewerber für Lehrstellen im vergangenen Jahr um 7,6 Prozent verringert.

Revierjäger, Landschaftsgärtner und Pferdewirt

Am stärksten wuchs das Interesse dem Bericht zufolge an einer Ausbildung zum Revierjäger – hier gab es im Jahr 2020 knapp 44 Prozent mehr Bewerber als 2019. Mehr junge Menschen interessierten sich auch für den Beruf des Landschaftsgärtners: 7,5 Prozent mehr Bewerber gab es für den Ausbildungsberuf.

Auch im Obst- und Gemüsebau stiegen die Bewerberzahlen um 12,2 Prozent, im allgemeinen Gärtnerberuf um 15,2 Prozent. Die Ausbildungen zum Pferdewirt (plus 14,1 Prozent), Forstwirt (plus 12,6 Prozent) und Winzer (plus 9,7 Prozent) erfreuten sich wachsender Beliebtheit.

Ähnlicher Trend bei handwerklichen Berufen

Einen ähnlichen Trend gab es im vergangenen Jahr auch bei den handwerklichen Berufen. „Zu mehr Umwelt- und Naturschutz und mehr Energieeffizienz tragen etwa Maler, Dachdecker und Schornsteinfeger genauso bei, wie Anlagemechaniker Sanitär, Heizung und Klima oder Mechatroniker für Kältetechnik“, erklärte der Präsident des Zentralverbands des Deutschen Handwerks (ZDH), Hans Peter Wollseifer. Aktuell gebe es noch 31.000 freie Ausbildungsplätze zu besetzen.

Ob sich der Trend bei handwerklichen und naturorientierten Ausbildungsberufen allerdings nachhaltig fortsetze, müsse abgewartet werden. „Grundsätzlich ändert sich das Berufswahlverhalten zwischen den Jahrgängen nur allmählich“, sagte Werner den Zeitungen der „Funke-Medien“. (afp/nw)



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