Renovierboom in der Pandemie: Hornbach erzielt Gewinnsprung

Die Nachfrage nach Baumarktartikeln im Corona-Jahr 2020 war groß. Deshalb konnte der Konzern auch Umsatzverluste durch vorübergehende Marktschließungen ausgleichen. Die Verzahnung mit dem Online-Geschäft half außerdem.
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Der Rückzug in die eigenen vier Wände und das verstärkte Arbeiten von daheim haben die Nachfrage nach Bau- und Heimwerkersortimenten kräftig angekurbelt.Foto: Andreas Arnold/dpa/dpa
Epoch Times23. März 2021

Die Lust auf ein schönes Zuhause in der Corona-Pandemie hat dem Baumarktkonzern Hornbach ein deutlich höheres operatives Ergebnis beschert.

Vorläufigen Berechnungen zufolge dürfte der bereinigte Gewinn vor Zinsen und Steuern (Ebit) im Ende Februar abgelaufenen Geschäftsjahr um mehr als 40 Prozent auf rund 325 Millionen Euro gestiegen sein, teilte die Hornbach-Holding in Bornheim mit.

Der Rückzug in die eigenen vier Wände, das verstärkte Arbeiten von daheim und ein verändertes Verbraucherverhalten hätten die Nachfrage nach Bau- und Heimwerkersortimenten kräftig angekurbelt.

Der Konzernumsatz stieg dadurch um mehr als 15 Prozent auf knapp 5,46 Milliarden Euro. Im vierten Geschäftsquartal machten sich allerdings die jüngsten Verschärfungen zur Eindämmung der Corona-Pandemie bemerkbar: So mussten die Bau- und Gartenmärkte der Hornbach-Gruppe flächenbereinigt einen Umsatzrückgang von 3,5 Prozent hinnehmen.

Angaben zum Gewinn unterm Strich wurden nicht gemacht. Die Details zum Jahresabschluss 2020/21 sowie zum Ausblick auf das neue Geschäftsjahr will Hornbach am 27. Mai vorlegen.

Die Nachfrage nach Baumarktartikeln war dem Unternehmen zufolge im abgelaufenen Geschäftsjahr „durchgehend deutlich höher“ als im Jahr davor. Damit hätten die Umsatzverluste durch vorübergehende Schließungen schnell ausgeglichen werden können.

Zudem stiegen die Umsätze aus dem Onlinehandel und mit gewerblichen Kunden deutlich an.

„Hornbach ist in allen Regionen stärker gewachsen als der Wettbewerb“, sagte Albrecht Hornbach, Vorsitzender der Hornbach Management AG. „Die enge Verzahnung von stationärem Geschäft und Onlinehandel kam uns zugute.“ So sei das Unternehmen in der Lage gewesen, die hohe Nachfrage trotz der Verkaufsbeschränkungen zu bedienen. (dpa)



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