Audi-Chef verteidigt SUV-Produktion: „Manche Menschen brauchen ein kleines Auto, manche ein großes“

Epoch Times4. Oktober 2019 Aktualisiert: 4. Oktober 2019 8:00

Audi-Chef Abraham Schot hat wenig Verständnis für die aktuelle Kritik an großen SUV und hält an deren Produktion fest.

Manche Menschen brauchen ein kleines Auto, manche ein großes. Ein SUV ist einfach vielseitig einsetzbar. Daher entscheiden sich zahlreiche Kunden für diesen Fahrzeugtyp“, sagte Schot dem Nachrichtenmagazin Focus.

Audi hat in den vergangenen Jahren sein Angebot an SUV beständig ausgebaut. Audi habe keine andere Wahl, als weiter massiv in die Entwicklung von Verbrennungsmotoren zu investieren, so der Manager weiter.

„Wenn wir 2025 nachhaltig sein wollen, müssen wir auch etwas für die Diesel- und Benzinmotoren tun“, sagte Schot. „Stichwort Euro 7: Die Entwicklung von Motoren für die nächste, strengere Abgasnorm kostet richtig viel Geld“, so der Audi-Chef weiter.

Zwischen 2021 und 2025 würden „die Investitionen für die Elektrifizierung die für Verbrennungsantriebe überholen“, sagte Schot dem Nachrichtenmagazin Focus.

Audi-Chef weist Spekulationen um Ablösung zurück

Schot hat Spekulationen um eine vorzeitige Ablösung zurückgewiesen. „Wichtig für mich sind die aktuell wichtigen Entscheidungen und Weichenstellungen für Audi. Ich habe volle Rückendeckung von VW“, sagte Schot dem Nachrichtenmagazin Focus.

Er konzentriere sich darauf, „Audi für die Zukunft wettbewerbsfähig aufzustellen“, so der Audi-Chef weiter. Die „Frankfurter Allgemeine Zeitung“ hatte kürzlich berichtet, Schot solle zum 1. April durch den ehemaligen BMW-Manager Markus Duesmann ersetzt werden.

Unter den VW- und Audi-Vertriebspartnern gibt es massive Kritik an den Pkw-Herstellern. Wie das Nachrichtenmagazin „Focus“ berichtet, warfen Händler auf einem Treffen Ende September in Hannover den Unternehmen wegen neuer Geschäftspraktiken einen „beispiellosen Vertragsbruch“ vor. „Focus“ beruft sich auf ein Protokoll der Veranstaltung.

Danach sind die Autohändler unter anderem über eine Kooperation von Audi mit Sixt verärgert. „Audi on demand“ ermöglicht Kurzzeitmieten und die langfristige Nutzung von Pkw. Sixt wurde gegen den erklärten Willen der Händler als Partner mit an Bord geholt. Auch VW Nutzfahrzeuge startete mit „Fleetrate.co“ ein Abo-Modell, bei dem die Händler aber einbezogen werden. Die Vertriebspartner befürchten, Audi und VW versuchen auf diese Weise, die Geschäftsmodelle der Autohäuser zu untergraben. Sprecher von Audi und VW sagten dem Nachrichtenmagazin, man nehme „die Kritik unserer Händler sehr ernst“ und sei „im stetigen vertrauensvollen Austausch mit dem Händlerverband“.

Bericht: Händler werfen Audi und VW Vertragsbruch vor

Unter den VW- und Audi-Vertriebspartnern gibt es massive Kritik an den Pkw-Herstellern. Wie das Nachrichtenmagazin „Focus“ berichtet, warfen Händler auf einem Treffen Ende September in Hannover den Unternehmen wegen neuer Geschäftspraktiken einen „beispiellosen Vertragsbruch“ vor. „Focus“ beruft sich auf ein Protokoll der Veranstaltung.

Danach sind die Autohändler unter anderem über eine Kooperation von Audi mit Sixt verärgert. „Audi on demand“ ermöglicht Kurzzeitmieten und die langfristige Nutzung von Pkw.

Sixt wurde gegen den erklärten Willen der Händler als Partner mit an Bord geholt. Auch VW Nutzfahrzeuge startete mit „Fleetrate.co“ ein Abo-Modell, bei dem die Händler aber einbezogen werden.

Die Vertriebspartner befürchten, Audi und VW versuchen auf diese Weise, die Geschäftsmodelle der Autohäuser zu untergraben.

Sprecher von Audi und VW sagten dem Nachrichtenmagazin, man nehme „die Kritik unserer Händler sehr ernst“ und sei „im stetigen vertrauensvollen Austausch mit dem Händlerverband“. (dts)

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