Käseproduzent „Hochland“ beteiligt sich an „Remilk“: Milch aus dem Labor, ohne Kuh

Epoch Times21. Februar 2021 Aktualisiert: 21. Februar 2021 14:40

Der bekannte Käsehersteller Hochland im Allgäu beteiligt sich an der israelischen Firma „Remilk“. Diese stellt mittels mikrobieller Fermentation Proteine her, die sich wie Milchproteine verhalten – anders gesagt, „künstliche Milch“. Das Start-up aus Israel kann mit dieser Technologie ohne eine Kuh Milch produzieren.

Hubert Straub, Finanzvorstand der Hochland SE, teilte im „Merkur“ mit: „Daraus können Milchprodukte hergestellt werden, die sich von Erzeugnissen aus tierischer Milch nicht unterscheiden.“ Das Unternehmen Hochland betrachte den neuen Rohstoff als Ergänzung seiner Produkte. Straub begründet die Beteiligung an der israelischen Firma damit, dass sich „immer mehr Menschen sich ganz oder teilweise ohne tierische Lebensmittel ernähren“.

Die Hochland-Gruppe stellt jährlich rund 380.000 Tonnen Käse her und nennt „Remilk“ eine „interessante Möglichkeit, innovative und nachhaltige Produkte zu entwickeln.“

„Sich auf Tiere zu verlassen, um unsere Nahrung zu produzieren, ist nicht mehr nachhaltig. Dieses Modell der Lebensmittelproduktion hat seine Grenzen in Bezug auf Umfang, Reichweite und Effizienz fast erreicht, und die Folgen sind verheerend für unseren Planeten. Remilk verändert die Art und Weise, wie wir Lebensmittel auf der ganzen Welt produzieren, und, was noch wichtiger ist, es schafft ein nachhaltiges und umweltfreundliches Lebensmittelsystem, das nicht mehr verbraucht, als unser Planet geben kann“, so Remilk-CEO Wolff.

Einerseits werde zu den Landwirten gesagt, dass zu viel Milch auf dem Markt sei, andererseits gehöre die Kuh in das Alpenvorland. Die Milchviehhalter im Schongau sind über das Vorhaben von „Hochland“ entsetzt und besorgt, ergänzt der „Merkur“.

Das Start-up „Remilk“

Das patentierte Verfahren von „Remilk“ ähnelt „der Möglichkeit, Fleisch im Bioreaktor auf Basis von Stammzellen zu züchten“, schreibt das Portal Cleanthinking. Der Vorteil der „Fake-Milch“ sei, dass sie im Gegensatz zu pflanzlichen Alternativen zu Milch wie normale Kuhmilch verarbeitet werden könne.

Daher könnten leichter vegane Produkte geschaffen werden, die natürlich laktose- und cholesterinfrei sind. Demnach enthalten sie keine Antibiotika oder Wachstumshormone. Das erste im Labor produzierte Milchprodukt auf Basis der tierfreien Milchproteine sei nach Angaben des Unternehmens nicht von natürlichen Milchprodukten zu unterscheiden.

Aviv Wolff, Mitgründer und CEO von Remilk, wird von Cleanthinking so zitiert:

Unsere proprietäre Technologie liefert das authentischste tierfreie Milchprodukt auf dem Markt und ist identisch mit natürlichen Milchprodukten. Mit unseren neuen Partnerschaften für Produktion und Vertrieb werden wir bald bereit sein, diese Multimilliarden-Dollar-Industrie neu zu erfinden.“

Finanziert wird „Remilk“ nach einer ersten Finanzierungsrunde unter anderem von OurCrowd, CPT Capital, ProVeg sowie den Lebensmittelherstellern Hochland, Tnuva und Tempo. (ks)

 


Unterstützen Sie unabhängigen und freien Journalismus

Danke, dass Sie Epoch Times lesen. Ein Abonnement würde Sie nicht nur mit verlässlichen Nachrichten und interessanten Beiträgen versorgen, sondern auch bei der Wiederbelebung des unabhängigen Journalismus helfen und dazu beitragen, unsere Freiheiten und Demokratie zu sichern.

Angesichts der aktuell schwierigen Zeit, in der große Tech-Firmen und weitere Player aus dem digitalen Werbemarkt die Monetarisierung unserer Inhalte und deren Verbreitung einschränken, setzt uns das als werbefinanziertes Nachrichten-Portal unter großen Druck. Ihre Unterstützung kann helfen, die wichtige Arbeit, die wir leisten, weiterzuführen. Unterstützen Sie jetzt Epoch Times indem Sie ein Abo abschließen – es dauert nur eine Minute und ist jederzeit kündbar. Vielen Dank für Ihre Unterstützung!

Monatsabo ab 7,90 Euro Jahresabo ab 79,- Euro

Gerne können Sie EPOCH TIMES auch durch Ihre Spende unterstützen:

Jetzt spenden!


Unsere Buchempfehlung

Alle Völker der Welt kennen den Teufel aus ihren Geschichten und Legenden, Traditionen und Religionen. Auch in der modernen Zeit führt er – verborgen oder offen – auf jedem erdenklichen Gebiet seinen Kampf gegen die Menschheit: Religion, Familie, Politik, Wirtschaft, Finanzen, Militär, Bildung, Kunst, Kultur, Medien, Unterhaltung, soziale Angelegenheiten und internationale Beziehungen.

Er verdirbt die Jugend und formt sich eine neue, noch leichter beeinflussbare Generation. Er fördert Massenbewegungen, Aufstände und Revolutionen, destabilisiert Länder und führt sie in Krisen. Er heftet sich - einer zehrenden Krankheit gleich - an die staatlichen Organe und die Gesellschaft und verschwendet ihre Ressourcen für seine Zwecke.

In ihrer Verzweiflung greifen die Menschen dann zum erstbesten „Retter“, der im Mantel bestimmter Ideologien erscheint, wie Kommunismus und Sozialismus, Liberalismus und Feminismus, bis hin zur Globalisierungsbewegung. Grenzenloses Glück und Freiheit für alle werden versprochen. Der Köder ist allzu verlockend. Doch der Weg führt in die Dunkelheit und die Falle ist bereits aufgestellt. Hier mehr zum Buch.

Jetzt bestellen - Das dreibändige Buch ist sofort erhältlich zum Sonderpreis von 50,50 Euro im Epoch Times Online Shop

Das dreibändige Buch „Wie der Teufel die Welt beherrscht“ untersucht auf insgesamt 1008 Seiten historische Trends und die Entwicklung von Jahrhunderten aus einer neuen Perspektive. Es analysiert, wie der Teufel unsere Welt in verschiedenen Masken und mit raffinierten Mitteln besetzt und manipuliert hat.

Gebundenes Buch: Alle 3 Bände für 50,50 Euro (kostenloser Versand innerhalb Deutschlands); Hörbuch und E-Book: 43,- Euro.

Weitere Bestellmöglichkeiten: Bei Amazon oder direkt beim Verlag der Epoch Times – Tel.: +49 (0)30 26395312, E-Mail: [email protected]

Liebe Leser,

vielen Dank, dass Sie unseren Kommentar-Bereich nutzen.

In letzter Zeit beobachten wir, wie Hacker immer wieder beliebige Nicks verwenden und üble Kommentare unter eben diesen Namen schreiben. Trolle schrecken nicht davor zurück, das Epoch Times Logo als Profilbild sich anzueignen und ebenfalls die Kommentarfunktion auf schlimmste Weise zu missbrauchen.

Aufgrund der großen Menge solcher Angriffe haben wir uns entschieden, einen eigenen Kommentarbereich zu programmieren, den wir gut kontrollieren können und dadurch für unsere Leser eine wirklich gute Kommentar-Umgebung schaffen können.

In Kürze werden wir diese Kommentarfunktion online stellen. Bis dahin bitten wir Sie noch um etwas Geduld.


Ihre Epoch Times - Redaktion