VW-Konzernverkäufe brechen im April weg

Autohäuser in vielen Ländern waren im April wegen der Corona-Krise größtenteils geschlossen. Hohe Absatzeinbußen für den Branchenprimus bis hin zum "Totalausfall" überraschen daher wenig.
Titelbild
Das Logo von Volkswagen ist auf dem Dach des Markenhochhauses auf dem Werksgelände von VW zu sehen.Foto: Swen Pförtner/dpa/dpa
Epoch Times15. Mai 2020

Der Volkswagen-Konzern ist wegen der Corona-Verkaufsbeschränkungen wie erwartet stark unter Druck geraten. Weltweit lieferten die Konzernmarken im April mit 473.500 Fahrzeugen 45,4 Prozent weniger aus als im Vorjahresmonat, wie VW am Freitag in Wolfsburg mitteilte.

Alle wichtigen Marken wiesen deutlich zweistellige prozentuale Rückgänge auf, weil die Autohäuser in den meisten Ländern den größten Teil des Monats geschlossen waren.

Die Beschränkungen in Europa und Nordamerika erst ab Mitte März richtig griffen und womöglich noch weit in das zweite Quartal wirken – auch wenn die Produktion wieder anläuft.

Rote Zahlen bei Volkswagen, Daimler und BMW

Für den Zeitraum zwischen April und Ende Juni haben die drei großen deutschen Autokonzerne Volkswagen, Daimler und BMW bereits rote Zahlen angekündigt.

Bei der Kernmarke VW Pkw stand im April ein Minus von 38,3 Prozent auf 300 500 Autos zu Buche. Markenvertriebschef Jürgen Stackmann hatte schon zu Beginn der Woche erste Zahlen für den Monat genannt und dabei von einem „Totalausfall“ der Nachfrage durch die Pandemie-Folgen gesprochen.

In Deutschland gingen die Auslieferungen der Marke mit dem blauen VW-Logo demnach um 67 Prozent zurück, in Europa gar um 83 Prozent. In Großbritannien, Frankreich, Italien und Spanien habe es nahezu gar keine Verkäufe mehr gegeben, dort seien 99 Prozent weggebrochen.

Bei Audi lag das Minus im April weltweit bei 41,3 Prozent auf 82.400 Autos. Porsche lieferte mit 16.300 Autos gut ein Drittel weniger Sportwagen und SUVs aus. Die Lkw-Marken MAN und Scania, die VW in der Nutzfahrzeugholding Traton bündelt, kamen noch schwerer unter die Räder.

MAN lieferte mit rund 4400 Lkws und Bussen 62,6 Prozent weniger aus, Scania kam mit 3000 Fahrzeugen auf ein Minus von 66,6 Prozent. (dpa/nh)

 



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