Städtereisen im Wohnzimmer – 15 Filme, die unsere Lieblingsstädte ins Wohnzimmer holen

Von 30. März 2020 Aktualisiert: 30. März 2020 18:41
Das Coronavirus hat zahlreiche Pläne für Städtereisen durchkreuzt, doch aufgeschoben ist nicht aufgehoben. Wer schon jetzt einen Vorgeschmack auf (s)ein Reiseziel erleben möchte, dem empfiehlt sich ein bequemer Sessel im Wohnzimmer – und der passende Film über (s)eine Lieblingsstadt.

Wer bereits Städtereisen für das Frühjahr geplant hatte und nun nicht reisen kann, wird seinen Urlaub höchstwahrscheinlich zu einem späteren Zeitpunkt nachholen. Um die Zeit bis dahin sinnvoll zu nutzen und vielleicht schon den ein oder anderen Geheimtipp zu bekommen, kann man sich die persönliche Lieblingsstadt als Filmerlebnis ins heimische Wohnzimmer holen.

Statt Kurzurlaub und Wochenendtrips empfiehlt „weekend.com“ Filmhighlights, in denen beliebte Metropolen weltweit eine ganz besondere Rolle spielen.

Die fabelhafte Welt der Amélie – Paris

In dem französischen Spielfilm aus dem Jahr 2001 führt Hauptdarstellerin Audrey Tautou als junge Kellnerin in Paris auf träumerische Weise zu einigen bekannten Sehenswürdigkeiten. Das Café „Deux Moulins“, in dem sie arbeitet, gibt es wirklich. Es befindet sich im Stadtteil Montmartre direkt neben dem bekannten Moulin Rouge.

Einige Szenen wurden auch an den beiden Bahnhöfen Gare du Nord und Gare de l’Est gedreht. Der Film bringt die Zuschauer ebenso zu den bekannten Kirchen Sacre-Cœur und Notre-Dame.

 

Brügge sehen… und sterben – Brügge

Das Drama aus dem Jahr 2008 ist eine wahre Sightseeing-Tour, denn die Schauplätze in der mittelalterlichen Innenstadt zeigen zahlreiche bekannte Sehenswürdigkeiten. Der Grote Markt, der Rozenhoedkaai und der Fischmarkt sind ebenso Kulissen wie der Jan van Eyckplein und der Koningin Astridpark

Auch der Innenhof des Gruuthusemuseums und das Groeningemuseum mit Werken von Hieronymus Bosch (das Jüngste Gericht) spielen eine Rolle. Das Boutique-Hotel „Relais Bourgondisch Cruyce“, in dem die beiden Hauptdarsteller wohnen, existiert tatsächlich.

Schlaflos in Seattle – Seattle

Für alle, die ihren Trip nach Seattle stornieren mussten, lohnt sich der mittlerweile schon 27 Jahre alte Filmklassiker mit Tom Hanks und Meg Ryan. Das Hausboot von Sam und Jonah steht im Film an der Westlake Avenue North und nimmt die Zuschauer mit an den Lake Union, den beliebten See der Stadt.

Die Hauptdarsteller führen uns außerdem zum Essen aus: Sam und Rob treffen sich im Athenian Inn (eigentlich The Athenian Seafood Restaurant and Bar). Die Schlussszene führt schließlich noch an die Ostküste der USA nach New York auf das Empire State Building.

Joker – New York City

Gotham City der 80er Jahre ist der fiktive Schauplatz der US-amerikanischen Comicverfilmung aus dem Jahr 2019. Wer genauer hinsieht, erkennt, dass es sich dabei um New York City handelt. Jokers Wohngegend befindet sich in den Arbeitervierteln Highbridge und Kingsbridge in der Bronx.

Gemeinsam mit dem Hauptdarsteller fahren die Zuschauer mit der weltweit bekannten New Yorker U-Bahn und bekommen den Bahnhof 170th Street Station zu sehen. Auch dem altehrwürdigen Kings Theater in Brooklyn und dem Comedy Club Dangerfield’s in Manhattans Upper East Side statten sie von der heimischen Couch aus einen Besuch ab.

Victoria – Berlin

Die ersten Szenen des deutschen Spielfilms aus dem Jahr 2015 sind ein Streifzug durch die Charlotten- und Besselstraße im Stadtviertel Kreuzberg. Eine wichtige Rolle spielt dann vor allem die Friedrichstraße.

Sowohl der Kiosk mit dem schlafenden Besitzer, als auch das Bistro Wilhelm & Médne, in dem Victoria arbeitet, nehmen die Zuschauer mit auf eine Tour durch die mitunter bekannteste Straße im historischen Zentrum Berlins. Der Film endet schließlich auch in der Friedrichstraße – nämlich im Westin Grand Hotel. Für Berlin-Fans ein absolutes Spannungs-Muss.

Wer es hingegen etwas sanfter angehen möchte, lernt auch mit der Teenie-Komödie „Groupies bleiben nicht zum Frühstück“ mit Anna Fischer und Kostja Ullmann die deutsche Hauptstadt kennen – einschließlich Kaffee-Fahrt auf der Spree und Einblicken ins luxuriöse Ritz-Carlton-Hotel am Potsdamer Platz.

Eat, Pray, Love – Neapel, Delhi & Ubud

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In der US-amerikanischen Bestsellerverfilmung aus dem Jahr 2010 verbindet gleich mehrere Städtereisen. Die Zuschauer begleiten Julia Roberts bei ihrer Reise nach Rom und Neapel, wo sie diese zum Essen in die L’Antica Pizzeria Da Michele in der Via Cesare Sersale 1 mitnimmt.

Ihre nächsten Stationen sind Delhi und Pataudi, die den Zuschauern einen Einblick in die indische Kultur gewähren. Zu guter Letzt geht es nach Ubud auf Bali, das berühmte Künstlerzentrum der Insel. Gedreht wurde unter anderem im luxuriösen Panchoran Retreat, auf dem Markt sowie im Monkey Forest.

Lost in Translation – Tokio

Der Spielfilm aus dem Jahr 2004 entführt den Zuschauer in einen Mix aus Tokios Tempeln, Restaurants und Kneipen. Die Hauptdarsteller nehmen die Zuschauer vor dem Fernseher mit zum Jugan-ji Tempel, in das Shabu Zen Restaurant im Creston Hotel, in die Diskothek Air im Hikawa-Gebäude, in die Sushibar Ikkan und in das Karaoke Kan im K&F Gebäude. Die belebte Straßenkreuzung, die Charlotte im strömenden Regen überquert, befindet sich direkt am Bahnhof von Shibuya. So lässt sich Tokio auch entspannt von zu Hause aus besuchen.

Weniger entspannt geht es auf den Straßen Tokios mit „The Fast and the Furious: Tokyo Drift“ zu. Obwohl der Film, der zeitlich zwischen The Fast and the Furious 6 und 7 spielt, teilweise in „verkleideten“ Straßen von Los Angeles gedreht wurde, können Zuschauer unter anderem einen Blick in, beziehungsweise auf, den Bahnhof Shibuya werfen.

La La Land – Los Angeles

Wer sich einen Rundumschlag in Sachen Sehenswürdigkeiten in Los Angeles wünscht, ohne das Sofa zu verlassen, dem sei besonders das US-amerikanische Filmmusical aus dem Jahr 2016 ans Herz gelegt. Zu seinen Schauplätzen zählen das Planetarium Griffith Observatory, die Standseilbahn „Angels Flight“, die Colorado Street Bridge, das Lighthouse Café und der Hermosa Beach Pier.

Cathy’s Corner, den Ort, an dem Mia und Sebastian zum ersten Mal gemeinsam tanzen, erreichen Filmfans nach einem Fußmarsch vom Griffith Observatory aus. Oben angekommen wartet nicht nur im Film ein wunderschöner Panoramablick über die Stadt.

Das Schicksal ist ein mieser Verräter – Amsterdam

Amsterdam ist einer der beiden zentralen Drehorte des US-amerikanischen Dramas aus dem Jahr 2014. Einige Szenen spielen sich entlang der bekannten Grachten mit ihren klassischen Backsteinhäusern ab. Auch der gewölbte Eingang des Rijksmuseums ist im Film zu sehen.

Wer bei zukünftigen Städtereisen einmal die gleiche Strecke wie die beiden jugendlichen Hauptdarsteller mit der Straßenbahn fahren möchte, steigt an der Haltestelle Frederiksplein in die Linie 4 ein bis zum Halt Keizersgracht. Außerdem besuchen die Protagonisten das geschichtsträchtige Anne Frank Haus an der Prinsengracht.

Briefe an Julia – Verona

Der US-amerikanische Liebesfilm aus dem Jahr 2010 ist ein trostspendender Ersatz für die geplatzte Verona-Reise. Denn er nimmt die Zuschauer mit auf eine Reise zu zahlreichen Hotspots der Stadt. Da wäre natürlich zuallererst das Julia-Haus (Casa di Giulietta) mit dem weltberühmten Balkon. Zudem spielt ein Großteil des Geschehens auf dem nahegelegenen Hauptplatz der Stadt, der Piazza Delle Erbe.

Dank zahlreicher Panoramaaufnahmen fühlt sich das TV- Publikum direkt an die Hauptattraktionen versetzt. Nur wenige Kilometer von Verona entfernt, liegt ein weiteres Highlight, das auch im Film zu sehen ist: die Villa Arvedi. Sie wurde im 17. Jahrhundert erbaut und ist die größte Villa in der Provinz.

Venedig, Monaco und Rom

Ebenfalls empfehlenswert – sowohl für Städtereisen als auch als Film – sind Venedig, Monaco und Rom. Erstere ist der Spielort von „Casanova“, dessen Geschichten sich bis in die Klöster der Umgebung herumgesprochen hatten.

„Plötzlich Star“ titelt im Original „Monte Carlo“, spielt ebenda und führt die Zuschauer in die Straßen des kleinen Fürstentums an der Côte d’Azur. Feuerwerk im Hafen und Einblicke in das berühmte Hotel de Paris, das nur die Formel-1-Strecke vom Casino trennt, sind ebenso Teil des Films wie Küstenstraßen zwischen Italien und Nizza.

Unter dem Titel „Quo Vadis?“ greifen gleich fünf Filme über einen Zeitraum von knapp einem Jahrhundert (1902 bis 2001) die Liebesgeschichte zwischen Feldherr Marcus Vinicius und Lygia, einer gefangenen lygischen Königstochter, auf. Aufgrund ihres Glaubens leidet Lygia unter der Christenverfolgungen unter Kaiser Nero. Die Liebesgeschichte fand im antiken Rom ihre perfekte Kulisse.

(Mit Material von Wilde & Partner)