US-Geologe wirft Greta Thunberg Wissenslücken vor: „Kälte tötet 20 Mal mehr Menschen als Hitze“

Von 3. Juni 2019 Aktualisiert: 3. Juni 2019 16:45
Ein US-Geologe rät „Klimastreik“-Initiatorin Greta Thunberg, im kommenden Schuljahr die Schule zu besuchen. Ein adäquater Unterricht würde ihr deutlich machen, dass ihre Ängste nicht begründet seien. Unterdessen provoziert ein hessischer AfD-Politiker „Fridays for Future“-Teilnehmerinnen mit der Forderung nach einem Verbot der „Spaßpferdezucht“.

Die Ankündigung des 16-jährigen Aushängeschildes der Bewegung „Fridays for Future“, Greta Thunberg, vom kommenden Sommer an ein Jahr lang nicht mehr zur Schule zu gehen, um sich gänzlich dem Kampf gegen die angebliche „Klimakrise“ zu widmen, hat sowohl traditionelle als auch soziale Medien beschäftigt.

Zuspruch und Häme

Neben Unterstützung und Zuspruch vonseiten der Unterstützer ihrer „Schulstreik“-Bewegung mobilisierte die Ankündigung auch Häme, die sich unter anderem auf das Vorhaben der Schülerin und ihrer Förderer bezog, am Klimagipfel der Vereinten Nationen in New York und im Dezember an der Weltklimakonferenz in Santiago de Chile teilzunehmen.

Da Thunberg es auf Grund ihrer religiösen Überzeugung ablehnt, Flugzeuge zu benutzen, ist der dpa zufolge vonseiten ihrer Familie angedacht, mit dem Schiff den Atlantik zu überqueren. Wie beispielsweise der BUND erklärt, sei die Umweltbilanz von Hochseeschiffen in Bezug auf Luftschadstoffe deutlich schlechter als jene anderer Transportmittel. Dies liege an den Rückstandsölen aus der Rohölaufbereitung mit sehr hohen Schwefel- und Schwermetallgehalten, die in der Hochseeschifffahrt als Kraftstoffe eingesetzt werden. Bereits 2011 kam das Deutsche Luft- und Raumfahrtzentrum (DLR) in einer Untersuchung zu dem Ergebnis, dass Schiffe „die Luft mehr verpesten als Flugzeuge“.

Auf „PJ Media“ hat sich der seit 35 Jahren als Geologe tätige US-Amerikaner Gregory Wrightstone zu Greta Thunbergs „Sabbatjahr“-Ankündigung geäußert. Er ist Mitglied der Amerikanischen Vereinigung für die Weiterentwicklung der Wissenschaft und der Amerikanischen Geologischen Gesellschaft. Im Jahr 2017 veröffentlichte er das Buch „Inconvenient Facts: The Science That Al Gore Doesn’t Want You to Know”.

CO2 mitnichten ein Umweltgift

Wrightstone billigt Greta Thunberg eine realistische Selbsteinschätzung zu, wenn diese einräumt, keine Wissenschaftlerin zu sein und nicht die erforderliche Ausbildung genossen zu haben. „Es ist nicht nur so, dass sie von vielen Fakten, die das Klima betreffen, überhaupt nichts weiß, sondern dass auch das, was sie zu wissen meint, einfach nicht stimmt“, bilanziert der Autor. Sollte sie wieder zur Schulbank zurückkehren, sollte der Unterrichtsstoff dazu dienen, ihre Furcht zu lindern.

Eine funktionstüchtige Bildung im Bereich der Naturwissenschaften würde sie daran erkennen, dass weltweiten Oberflächentemperaturmessungen zufolge seit ihrer Geburt keine Erwärmung der Erde mehr stattgefunden habe. Zwar gehe der Trend bei den Temperaturen seit mehreren hundert Jahren nach dem Ende einer Kleinen Eiszeit nach oben – Gretas Lehrer könnten ihr jedoch auch mitteilen, dass unsere derzeitigen Temperaturen weder gänzlich unüblich noch historisch beispiellos seien, sondern sehr ähnlichen Erwärmungstendenzen aus vorangegangenen mehreren tausend Jahren folgen.

In den Biologiestunden könnte sie lernen, wie sehr Pflanzen in ihrem Prozess der Photosynthese von CO2 als deren Grundbaustein abhängig sind. CO2 sei mitnichten ein Umweltgift, sondern stärke das Pflanzenwachstum und bewirke höhere Produktivität im Ackerbau sowie ein „Ergrünen“ des Planeten.

Ein Geschichtsunterricht, der seiner Aufgabe gerecht würde, müsste deutlich machen, dass im Laufe der Menschheitsgeschichte ein direkter Zusammenhang bestand zwischen menschlichem Wohlstand und menschlicher Weiterentwicklung auf der einen und Wärmeperioden auf der anderen Seite. Diese Phasen seien als Klima-Optima bezeichnet worden.

Frl. Thunberg müsste sich von dem verabschieden, was man ihr über theoretische Risiken steigender Temperaturen erzählt hatte, denn die realen Erfahrungen sprechen eindeutig dafür, dass es die Kälteperioden waren, in denen Hunger, Pest und massenhafte Depopulation die Regel waren.“

Wärmere Temperaturen und fossile Brennstoffe retten Leben

Der reale Killer sei die Kälte, nicht die Wärme. Noch heute, so betont Wrightstone, sterben 20 Mal so viele Menschen an den Folgen von Kälte wie an jenen von Hitze. Besonders hoch seien Fälle vorzeitiger Mortalität infolge moderater Kälte – beispielsweise durch die Folgen verschleppter grippaler Infekte, Überlastungen des Herzens oder verengter Blutgefäße. Steigende Temperaturen retten Leben, so der Geologe.

Auch wäre es an der Zeit, den „Fridays for Future“-Schülern in Erinnerung zu rufen, dass die stärkste Luftverschmutzung in geschlossenen Räumen von Feuerstellen und Kaminen ausgehe – nicht von den vonseiten der Klimaaktivisten verteufelten fossilen Brennstoffe, die eine deutlich bessere Emissionsbilanz bei ihrer Verbrennung aufwiesen. Weniger offene Feuerstellen und mehr Öl- oder Gasheizungen würden jährlich etwa 1,6 Millionen Todesfälle infolge von Atemwegserkrankungen vermeiden helfen.

Zudem würde ein angemessener Wirtschaftskundeunterricht Greta und ihre Anhänger darüber aufklären, dass exakt die fossilen Energieträger, deren Nutzung sie am liebsten auf der Stelle verbieten würden, der beste Weg seien, um die wachsende Weltbevölkerung mit verlässlicher, leicht zugänglicher und bezahlbarer Energie zu versorgen. Nicht nur in den westlichen Staaten selbst, sondern auch im weltweiten Maßstab seien es vor allem die Ärmeren, die am stärksten mit den Kosten eines erzwungenen Umstiegs auf Erneuerbare Energien belastet würden.

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Ich bin mir sicher, Frl. Thunberg hat ein großes Herz und will das Beste für die Erde und die Menschheit“, resümiert Wrightstone, „aber es ist an der Zeit für sie, in die Schule zurückzukehren, um zu lernen, was sie noch nicht weiß, und sich von vielem zu verabschieden, was man ihr bislang beigebracht hat.“

AfD-Politiker für Spaßpferde-Aus: „Fridays for Future”-Kernschicht soll mit gutem Beispiel vorangehen

Im Zusammenhang mit der „Fridays for Future“-Schülerbewegung ist unterdessen der hessische AfD-Politiker Bernd Leidich mit einem Vorschlag auf Konfrontationskurs gegangen zu deren Anhängern, die überwiegend weiblich sind und zum größten Teil aus der urbanen Oberschicht stammen.

Auf Facebook weist er darauf hin, dass es in Deutschland eine Million Pferde gebe, die im Regelfall nicht als Nutztiere gehalten werden. Diese würden allein in Deutschland rund 18,25 Milliarden Liter Wasser verbrauchen, oft mit Trinkwasserqualität, die dem Nahrungsanbau und der Versorgung von Menschen fehlen würden. Weltweit wären es pro Jahr 547,5 Milliarden Liter Wasser, die für die „Spaßpferdezucht“ vergeudet würden. In Zeiten einer stetig beschworenen Klimakatastrophe müsste deshalb auch die Hauptklientel der „Schulstreik“-Bewegung zum weitreichenden Verzicht, den sie beständig fordert, ihren eigenen Beitrag leisten:

Diese enorme Verschwendung an Ressourcen dient oftmals nur einer kleinen, oft vermögenden, Klientel, welche diese Tiere meistens nur zur eigenen Belustigung und Bespaßung halten.

Im Hinblick auf schon jetzt herrschende Hungersnöte in der dritten Welt und zu erwartende Klimadesaster, welche sicher auch katastrophale Nahrungsmittelknappheiten nach sich ziehen, ist dieses Verhalten nicht mehr zu akzeptieren.

Nicht wirtschaftlich notwendige Pferde sind abzuschaffen und über ein Verbot der Spaßpferdehaltung muss dringend nachgedacht werden, auch wenn es vielen kleinen grünen Mädchen das Herz zerbricht. Man kann nicht alles haben,“ so der AfD-Politiker.