FeuerwehrmannFoto: über dts Nachrichtenagentur

Bremen: Zwei Unbekannte zünden Streifenwagen vor Polizeirevier an – Linksextremistischer Zusammenhang?

Epoch Times27. Oktober 2020 Aktualisiert: 27. Oktober 2020 14:44
Erneut kam es in Bremen zu einem Brandanschlag auf einen Streifenwagen. Dieser wurde direkt vor der Polizeiwache in der Innenstadt angezündet. In Bremen brannte es bereits öfters in dieser Art – die Täter werden in linksextremistischen Kreisen vermutet, es gab nach früheren Taten entsprechende Bekennerschreiben.

Zwei Unbekannte haben in Bremen einen geparkten Polizeiwagen angezündet. Der von einer Polizeiwache in der Bremer Innenstadt abgestellte Streifenwagen habe in der Nacht zum Dienstag Feuer gefangen, teilten die Beamten in der Hansestadt mit.

Polizisten im Revier hätten einen lauten Knall gehört und den Brand entdeckt, der dann schnell gelöscht werden konnte.

Nach derzeitigen Erkenntnissen haben zwei Personen den Brand etwa um 01:45 Uhr gelegt und sind dann in Richtung Ostertorsteinweg geflüchtet. Eine trug schwarze Kleidung, die zweite eine helle Jacke mit heller Kapuze und hatte ein Fahrrad dabei.

Innensenator Ulrich Mäurer: „Brandanschläge sind keine politischen Botschaften, sondern stumpfe und feige Taten. Wer Sicherheitsbehörden angreift, die rund um die Uhr unser friedliches Zusammenleben erst ermöglichen, handelt abgedreht und zudem extremistisch. Der gesamte Senat steht hinter der Polizei.“

„Ermittlungsgruppe Feuer“ – Linksextremistischer Zusammenhang?

Polizeivizepräsident Dirk Fasse verurteilt die erneute Brandstiftung und jegliche Angriffe gegen die Polizei aufs Schärfste: „Wir wollen in Notfällen schnell an den Einsatzorten sein, um Bürgerinnen und Bürgern in Gefahrensituationen zu helfen. Seit einem Jahr kommt es nahezu monatlich zu Angriffen auf Liegenschaften der Polizei Bremen. Das muss aufhören! Wir stehen für eine bürgernahe Polizei und sind offen für eine hohe Transparenz unserer Arbeit und immer zum Dialog bereit. Parallel haben wir eine gesamtgesellschaftliche und demokratisch legitimierte Aufgabe. Somit ist ein Angriff auf die Polizei auch ein Angriff auf die Demokratie. Solche Angriffe aktiv zu bekämpfen ist eine Aufgabe der gesamten Gesellschaft. Wir werden jetzt alles daran setzen, die Täter zu ermitteln. Dazu benötigen wir die Mithilfe der Bevölkerung.“

Die Sicherheitsmaßnahmen für die Reviere wurden nach der Brandlegung geprüft und aktuell der Lage angepasst. Die „Ermittlungsgruppe Feuer“ der Polizei Bremen hat jetzt die Ermittlungen aufgenommen. Hinweise nimmt der Kriminaldauerdienst der Polizei Bremen unter 0421 362-3888 entgegen.

In Bremen kam es in den vergangenen Jahren und Monaten mehrfach zu Brandanschlägen auf Autos und Reviere der Polizei, ebenso auf Fahrzeuge und Einrichtungen von Immobilienunternehmen. Die Täter werden in linksextremistischen Kreisen vermutet, es gab nach den Taten entsprechende Bekennerschreiben. Eine Ermittlungsgruppe beim Staatsschutz der Polizei wurde zur Aufklärung eingerichtet.

Innensenator Ulrich Mäurer (SPD) verurteilte den neuen Anschlag scharf. „Brandanschläge sind keine politischen Botschaften, sondern stumpfe und feige Taten“, teilte er am Dienstag mit. (afp/ks)

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