SEK-Beamte während einer Razzia.Foto: Markus Scholz/dpa/dpa

Großrazzia gegen Drogenbande: 300 Polizisten gegen 35 Verdächtige aus neun Ländern

Epoch Times3. Dezember 2020 Aktualisiert: 3. Dezember 2020 7:38
Staatsanwaltschaft und Polizei sind in Rheinland-Pfalz mit einer Großrazzia gegen mutmaßliche Drogenhändler vorgegangen. Den 35 Beschuldigten aus neun Ländern werden jedoch noch weitere Vergehen vorgeworfen.

Am Dienstag schlugen über 300 Einsatzkräfte der Polizei und Bundespolizei in Rheinland-Pfalz und Hessen gegen mutmaßliche Drogendealer zu. Bei der Großrazzia wurden 54 Objekte durchsucht.

Hintergrund der Polizeiaktion sind umfangreiche und über ein Jahr andauernde intensive Ermittlungen der Kriminaldirektion Koblenz vor allem wegen Verbrechen und schwerer Vergehen nach dem Betäubungsmittelgesetz …“, heißt es im Polizeibericht.

Die Vorwürfe der Staatsanwaltschaft Koblenz umfassen jedoch nicht nur Rauschgifthandel, sondern auch Handel mit gefälschten Atemschutzmasken und Korruption.

35 Tatverdächtige und Verbindungen ins Rocker-Milieu

Insgesamt wird gegen 34 Personen im Alter von 21 bis 66 Jahren ermittelt. Eine Person wurde festgenommen. Die Beschuldigten haben die deutsche Staatsbürgerschaft oder stammen aus der Türkei, Afghanistan, den USA, dem Libanon, aus Litauen, Syrien, Pakistan und aus Rumänien.

Bei einigen der Beschuldigten gebe es Hinweise, dass sie einer Rockerbande angehören. Daher seien zum Schutz der Beamten Spezialkräfte der Bundespolizei im Einsatz gewesen.

Beschuldigte bestachen öffentliche Verwaltung

Laut Polizeibericht sollen die Beschuldigten mittels Korruption Einfluss auf die öffentliche Verwaltung genommen haben, um vor Kontrollen des Ordnungsamts gewarnt zu werden. Einzelne Beschuldigte sollen zudem Scheinrechnungen über vorgetäuschte Leistungen erstellt haben, um Schwarzarbeit zu finanzieren.

Dazu sollen sie Betriebe unterhalten haben, um durch den Einsatz von illegal Beschäftigten ohne Arbeitserlaubnis normale Geschäftstätigkeiten vorzutäuschen. Die Ermittler gehen dem Verdacht der Geldwäsche nach. (afp/sm)



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