Schwert-Mord in Stuttgart: Innenminister will mehr Polizei in Wohngebieten – Ermordet wegen Tipp an Behörden?

Epoch Times5. August 2019 Aktualisiert: 5. August 2019 19:49
Baden-Württembergs Innenminister Strobl will nach dem Schwert-Mord in Stuttgart mit mehr Polizeipräsenz in den Wohngebieten der Verunsicherung der Bürger entgegenwirken. Vorausschauend hatte man bereits Ende 2017 mit einer Einstellungsinitiative für die Polizei begonnen.

Nach dem bestialischen Schwert-Mord in Stuttgart-Möhringen am Mittwoch, 31. Juli, begangen durch einen offiziell als 28-jährigen Syrer gemeldeten Migranten, forderte Baden-Württembergs Innenminister Thomas Strobl (CDU) eine verstärkte Polizeipräsenz in den Wohngebieten, wie er gegenüber der Deutschen Presse-Agentur sagte:

Eine derartige barbarische Tat auf der offenen Straße in einem Wohngebiet sorgt für Verunsicherung.“

(Thomas Strobl, Innenminister)

In Baden-Württemberg läuft derzeit die größte Einstellungsoffensive in der Geschichte der dortigen Landespolizei und das schon seit etwa Herbst 2017. Offenbar hatte man schon damals gewisse Vorahnungen auf Kommendes. Am 22. November 2017 schrieb dazu das Innenministerium:

Die Kriminalpolizei ist das Rückgrat einer leistungsfähigen Verbrechensbekämpfung. Wir haben uns deshalb ins Pflichtenheft geschrieben, die Zukunft der Kriminalpolizei zu gestalten und sie dadurch zukunftsfest zu machen.“

(Landesportal Baden-Württemberg)

Und die zusätzlichen Polizeikräfte werden dringend benötigt. Im Zusammenhang mit dem Stuttgart-Mord machte Innenminister Strobl unmissverständlich deutlich:

Um das subjektive Sicherheitsgefühl zu verbessern, ist mehr Polizeipräsenz auch in Wohngebieten notwendig.“

(Innenminister Strobl, CDU)

Des Killers falsche Identität

Nach Medienberichten war der Schwert-Killer von Stuttgart, Issa Mohammed, mit einer gefälschten Identität 2015 nach Deutschland gekommen. Strobl machte aus dieser Sicht deutlich, dass man wissen müsse, „wer bei uns im Land ist“, denn alles andere könne ein Sicherheitsrisiko sein.

Strobl machte grundsätzlich deutlich: „Wer hier ins Land kommt und Schutz sucht, dann aber dieses Land, diesen Staat bei der allerersten Gelegenheit über seine wahre Identität belügt, hat mit scharfen Konsequenzen zu rechnen.“

Issa Mohammed kam 2015 nach Deutschland, gab sich als Syrer aus und wurde anerkannt. Nach dem Mord in Stuttgart gab er im Polizeiverhör an, eigentlich Palästinenser aus Jordanien und 30 Jahre alt zu sein. Bisher gingen die Behörden davon aus, dass der „Syrer“ 28 Jahre alt sei.

Informierte Opfer Behörden?

Wie die „Bild“ nach einem Gespräch mit dem dritten WG-Bewohner, Senanu A., einem 39-jährigen Mann aus dem Kongo, berichtet, war Issa Mohammed im Mai ausgezogen, nachdem er zwei Monate keine Miete mehr gezahlt hatte. Zuvor hatte es immer Streit mit dem Mann gegeben

Issa hatte immer mit allen Streit. Jeden Tag, das war normal. Er hat einfach das Essen von uns genommen. Er hat meine Schuhe angezogen, er hat sich einfach an keine Regeln gehalten.“

(Senanu A., 39)

Während der Mordtat in Stuttgart, die einer Hinrichtung glich, schrie er sein Opfer an: „Was hast du geschickt nach Berlin?“, schreibt die „Bild“. Dort wohnte der Jordanier zuvor, beging einen schweren Diebstahl beim Aufbruch zweier Spielautomaten: 1.900 Euro Beute. Dann zog er nach Stuttgart. Der Strafbefehl des Gerichts in Berlin vom November 2018 konnte deshalb bisher nicht zugestellt werden.

Hatte der ermordete Wilhelm L. den Behörden in Berlin einen Tipp gegeben?

Zeugenvideos sollen verschwinden

Aktuell soll die Staatsanwaltschaft Stuttgart versuchen, die Augenzeugenvideos des schrecklichen Verbrechens aus dem Netz verschwinden zu lassen, wegen „Verletzung des höchstpersönlichen Lebensbereichs durch Bildaufnahmen“.

In diesem Punkt erinnert das Vorgehen an den Baby-Mord von Hamburg. Dort hatte der Täter, Mourtala M. (34) aus dem Niger, seiner kleinen Tochter (1) in den Bauch gestochen und des Hals fast vollständig durchgeschnitten, bevor er auf seine Ex-Freundin Sandra P. (34) losging und sie tötete. Damals, im April 2018, filmte ein Gospelsänger aus Ghana zufällig die Tat und kommentierte entsetzt: „Oh mein Gott! (…) Er hat dem Baby den Kopf abgeschnitten!“ Ein Videoblogger veröffentlichte die Szenen auf Youtube.

Die rot-grüne Regierung in Hamburg handelte umgehend und ließ die Wohnungen des Gospelsängers und des veröffentlichenden Video-Bloggers durchsuchen. Bei dem Blogger brachen die Behörden am 27. April 2018, gegen 6.30 Uhr, die Wohnung auf und beschlagnahmten seinen Computer, wegen möglicher Verletzung des „höchstpersönlichen Lebensbereichs“ der ermordeten mehrfachen Mutter.

(dpa/sm)

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