Zukünftige Pianistentalente traten an und auf

Der große deutsche Komponist Johann Sebastian Bach sagte einmal, dass seine Musik nur dem Ruhme Gottes diene. Während des Finales des ersten Internationalen chinesischen New Tang Dynasty Television’s (NTD) -Wettbewerbs für Klavierspiel wurden am Sonntag, 2. November, im Town Hall-Theater in New York inspirierende Interpretationen der großen Komponisten gespielt.
Der Punktrichter Ma Changzi erklärte: „Wir wählten diese Komponisten [Mozart, Beethoven, Bach und Chopin] aus, weil sie am bekanntesten und traditionellsten sind. Sie sind die besten Beispiele für klassische Musik und beeinflussen die heutige Generation am meisten. Außerdem stört es nicht, dass ihre Stücke einfach schön sind.“

Bronze-Gewinner aus Freiburg

Die Veranstaltung fing mit Bach-Präluden an, die spirituell und nachdenklich wirkten. Der taiwanesische Bronzemedaillengewinner Wei Chen, 22, von der Universität Freiburg, gab eine atmosphärische und präzise Interpretation des großen Meisters mit dem Instrumentalwerk BWV 857 aus der Barockzeit.

Auch Howard Na, 22, aus den Vereinigten Staaten, spielte Bach-Musik in einem unendlichen Strom von Klängen, die nahtlos ineinander verschmolzen – was in allem, was er spielte, zu hören war.

Die sympathischen und zweisprachigen Gastgeber der Veranstaltung, Leeshai Lemish und Jenny Fang, erklärten, dass die Musik zur Zeit der großen Komponisten göttliche Schönheit, Harmonie und Freude hervorheben sollte. Die Komponisten fühlten sich dazu berufen, die Geisteshaltung der Menschen zu erhöhen und Aufrichtigkeit und Menschlichkeit zu fördern.

Mozarts spielerische Freude zeigte sich in der Aufführung von vier Stücken aus seinen Sonaten. Yu Ta-Wei, 28, und Alice Chen, 60, der zweite Bronzemedaillengewinner Weiwen Ma, 22 – alle aus den Vereinigten Staaten – und Daniel Lin, 23, aus Kanada, spielten alle harmonische und schwungvolle Lieder.

Gleich darauf wurden Beethovens Signatur-Sonaten gespielt. Die höchst anspruchsvolle „Appassionata” Opus 57 wurde von Ai-Ying Chiu, 25, vorgestellt, und Yan Yu, 26, spielte Opus 53, das vor Energie nur so sprüht.

„Pathetisch“ und gut

Beethovens op. 10 Nr. 3, bekannt als „Pathetique”, wurde vom 18 Jahre alten Gewinner des Silver Award-Preises, Lian Na, mit großer Virtuosität und Perfektion gespielt. Chi Kai Chang, 26, spielte Beethovens poetische Sonate op. 109, wobei jede einzelne Note sorgfältig in eine dynamisch veredelte Geschichtenerzählerin verwandelt wurde. Opus 57 „Appassionata” und Opus 53 kamen ebenfalls zu ihren Ehren.

Den Höhepunkt des Abends bildete Chopins Virtuosität, dessen Balladen und Sonaten von Wang Jingjing, 26, und Kelly Lin, 25, gespielt wurden.

Der Gewinner des Gold award-Preises Steven Lin aus den Vereinigten Staaten hatte den letzten Auftritt dieses Abends und spielte Chopins Sonate Nr. 3. In Einklang mit dem musikalischen Fluss und mit vollem Einsatz spielend, erschuf der 18jährige Juilliard-Student eine intelligente Dramaturgie für das Stück und zauberte vielfältige Klangvariationen und Gefühle aus dem Klavier hervor.
Der Abend endete mit der sehnsüchtig erwarteten Preisverleihung. Das Publikum klatschte herzlich Beifall, nicht nur für die Gewinner, sondern auch für die großzügigen Geldgeber der Veranstaltung. Ricard de la Rosa, Präsident von Pro Piano, kam auf die Bühne um den 10.000 Dollar-Scheck und einen Aufnahmenvertrag mit dem Goldgewinner Steven Lin zu präsentieren, um das erste Soloalbum des jungen Musikers starten zukönnen.

De la Rosa, der gewöhnlich mit den bekanntesten Pianisten der Welt zusammenarbeitet, meinte, er wäre sehr stolz darauf, ein Geldgeber des Wettbewerbs zu sein und glücklich, diese talentierten jungen Leuten um sich herum zu haben.

Winners Announced for NTD’s Chinese Int’l Piano Competition

http://de.youtube.com/watch?v=LQzeHCiWCGQ

Erschienen in The Epoch Times Deutschland Nr. 47/08

 

Quelle: https://www.epochtimes.de/china/china-kultur/zukuenftige-pianistentalente-traten-an-und-auf-a371832.html