China: Mit Uni-Abschluss zum Burgerbraten oder auf den Bau?

Epoch Times28. Mai 2013 Aktualisiert: 28. Mai 2013 12:00

 

„Nach der Uni wird man arbeitslos“, diese Beschreibung von chinesischen Medien drückt die Sorge vieler Studenten in China aus. Nach Berichten der chinesischsprachigen Epoch Times, Dajiyuan, haben in diesem Jahr nahezu die Hälfe aller Unternehmen in China aufgrund der Rezession nicht vor, Uni-Absolventen einzustellen. Gleichzeitig erreicht die Anzahl der Uni-Absolventen in China einen neuen Rekord.

Dajiyuan zitierte eine Umfrage des US-Beratungsunternehmens Mercer LLC, dass der Arbeitsmarkt in China angespannt sei. Viele Unternehmen haben aufgrund der Rezession die Gewinnaussichten für dieses Jahr zurückhaltend eingeschätzt. Dementsprechend haben sie Maßnahmen zur Kostensenkung ergriffen, darunter die Einschränkung der Personalkosten. 45 Prozent der 634 befragten Unternehmen in China haben in diesem Jahr nicht die Absicht, Uni-Absolventen einzustellen. Dies sei im Vergleich zum Vorjahr ein Anstieg um 15 Prozent. Außerdem haben 70 Prozent der Unternehmen, die Uni-Absolventen einstellen wollen, gleichviele oder weniger Arbeitsplätze als im Vorjahr anzubieten.

Die große Gesamtanzahl der Uni-Absolventen macht die Suche nach einem Arbeitsplatz noch schwieriger. Dajiyuan zitierte Daten aus dem Bildungsministerium, dass es im Jahr 2013 in China nahezu sieben Millionen Uni-Absolventen gebe. Dies sei ein neuer Rekord und im Gegensatz zum Vorjahr eine Zunahme um 190.000.

Dajiyuan zitierte eine Meldung von Radio France Internationale (RFI), dass auf einer Firmenkontaktmesse einer Universität in Peking in diesem Jahr kein einziges staatliches Unternehmen vertreten sei. Stattdessen haben unter anderem Bauunternehmen und Fastfood-Restaurants ihre Stände auf der Firmenkontaktmesse aufgebaut. Die Arbeitsplätze in solchen Unternehmen seien früher hauptsächlich von Gastarbeitern aus den Dörfern besetzt worden. (yh)

Artikel zu diesem Thema auf Chinesisch von der Webseite Dajiyuan:

近半企业无校园招聘计划 大陆毕业生就业难

 

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