Chinas Regime installiert fast drei Millionen Überwachungskameras

Von 21. August 2009 Aktualisiert: 21. August 2009 22:17

Chinesische Behörden teilten mit, das Ministerium für Öffentliche Sicherheit habe in Großstädten mehr als 2,7 Millionen Überwachungskameras angebracht, um die Öffentlichkeit zu überwachen und werde die Überwachung in die ländlichen Gegenden ausweiten. Einige Verfechter der Demokratie sind besorgt, dass dies die bereits verschlechterte Situation des Datenschutzes in China noch verschlimmern wird.

An öffentlichen Plätzen in Chinas Großstädten kann man überall eine ansteigende Anzahl von Kameras sehen. Einem AP-Bericht zufolge, wird der tägliche Input von der Kommunistischen Partei Chinas (KPCh) aus diesen Kameras in Computern gespeichert und in Verbindung mit Gesichtserkennungs-Software benutzt, um gesuchte oder „politisch sensitive Personen“ zu identifizieren.

Der Computertechniker Wang in der Provinz Zhejiang, sagt: „Die Überwachungskameras wurden nicht nur an Hauptstraßen installiert, sondern auch an Seitenstraßen und in manchen großen Gebäuden in Städten. Sie sehen aus wie Fernsehbildschirme, aber tatsächlich sind sie Überwachungskameras, die Festplatten installiert haben. Jemand nimmt jeden Tag die Festplatte heraus und analysiert die aufgezeichneten Videos.“

Wang sagte auch, dass die chinesische Polizei eine Menge versteckter Kameras installiert hat, was den Menschen das Gefühl gibt, ununterbrochen von den Behörden überwacht zu werden. „Es gibt in dem Geschäft, in dem ich arbeite, in der linken oberen Ecke der Glaswand an der hinteren Wand eine versteckte Kamera, die rotieren kann. Sie sieht aus wie eine kleine Glühbirne und es ist schwer, sie zu bemerken, weil sie hinter Glas ist. Ich habe sie nicht einmal bemerkt, bis mich ein Freund darauf hingewiesen hat. Dies ist eine ernsthafte Verletzung der Datenschutzrechte der Bürger. Die Behörden können nicht dafür garantieren, dass jedes dieser Videos vertraulich behandelt wird, oder [nachdem sie täglich angesehen wurden] zerstört wird“, so Wang.

Überwachungskameras erwiesenermaßen nicht hilfreich bei der Sicherung der öffentlichen Ordnung

Chinas Ministerium für öffentliche Sicherheit behauptet, das die Kameras dabei helfen, die öffentliche Ordnung aufrecht zu erhalten. Die Polizeibehörden in London, die 4,2 Millionen Videoüberwachungskameras nutzen, geben zu, dass die Kameras wenig dazu beigetragen haben in den betreffenden Gebieten den Frieden zu bewahren.

Der in New York praktizierende Anwalt und ehemalige Lehrer an der chinesischen Universität für Öffentliche Sicherheit, Gao Guangjun, sagte, dass „die traditionellen Wege der chinesischen Polizei bei Ermittlungen mehr und mehr unwirksam werden. Es ist sehr wichtig für sie, neue Technologien anzuwenden, auch Videokameras. Aber in der Zwischenzeit sind einige Datenschutzthemen zutage getreten. Wir alle wissen, dass die chinesischen Behörden die grundlegenden Menschenrechte nicht akzeptieren.“

Tatsächlich hat sich die Situation der Sicherheit in China nicht verbessert, seit die Behörden im Jahr 2003 begonnen haben eine große Anzahl von Überwachungskameras zu installieren.

Nach Chinas offizieller Statistik hat sich während der Periode von fünf Jahren, beginnend 2003, die Zahl der tatverdächtigen Verhafteten durch Chinas Sicherheitsorgane um 20 Prozent erhöht.

Originalartikel (englisch): http://www.theepochtimes.com/n2/content/view/21162/

 

 

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