Eva Luise Köhler (Foto: Mark Renders/Getty Images)

Deutschlands prominenteste Schirmherrin

Von 4. Januar 2007 Aktualisiert: 4. Januar 2007 10:02
Eva Luise Köhler feierte ihren 60. Geburtstag

Sie lacht gern und sie liebt klassische Musik. Sie singt gern und sie hält ein schützendes Dach über viele Projekte, die Kranken oder Schwachen ihre Hilfe anbieten. Deutschlands prominenteste Schirmherrin wurde am 2. Januar 60 Jahre alt. Eva Luise Köhler steht an der Seite des deutschen Bundespräsidenten, als hätte sie nie etwas anderes getan. Frei, offen, warmherzig und interessiert an  ihren Mitmenschen.

Als vornehm im besten Sinne wurde sie in Washington bezeichnet, als Horst Köhler dort an der Spitze des Internationalen Währungsfonds (IWF) stand und viele öffentliche Repräsentationspflichten auf sie zukamen. Da waren sie schon längst über 30 Jahre  miteinander verheiratet, teilten ein waches politisches Interesse miteinander, bei dem es immer um Austausch geht, um Anregung, und um ein Weitergehen für und mit den sie umgebenden Menschen.

1966 legte Eva Luise in Ludwigsburg das Abitur ab. Sie studierte Geschichte, Deutsch und Religion in der Pädagogischen Hochschule in ihrer Heimatstadt und absolvierte ihre Prüfungen für das Lehramt an Grund- und Hauptschulen. Die Examensarbeit schrieb sie über die Anfänge der Gewerkschaftsbewegung. Von 1969 bis 1998 war sie mit Unterbrechungen an verschiedenen Schulen tätig.

Von 1972 bis 1990 gehörte Eva Luise Köhler der SPD an. Sie wurde aus Begeisterung für die Ostpolitik Willy Brandts Mitglied und engagierte sich in der Kommunalpolitik. 1990 verließ sie die Partei, weil ihr die Politik Oskar Lafontaines missfiel. Dass das Engagement ihres Mannes für die CDU eine ausschlaggebende Rolle für ihr Verlassen der SPD gegeben habe, bestreitet sie glaubhaft. Im Hause Köhler herrscht offensichtlich Meinungsfreiheit.

Das Ehepaar Köhler ist seit 1969 verheiratet und hat zwei Kinder. Ulrike wurde 1972 geboren und Jochen im Jahr 1977. Das Schicksal von Ulrike, die mit zehn Jahren an einer seltenen Netzhautzerstörung erkrankte, ist durch alle Medien gegangen, als Horst Köhler zum
Bundespräsidenten gewählt wurde. Er hatte wegen der Erkrankung seiner Tochter seine internationale Karriere unterbrochen, um – wie er sagte – für seine Familie in der Nähe zu sein und um eine finanzielle Sicherheit für die erblindete Tochter zu schaffen. Er wird 1993 Präsident des Deutschen Sparkassen- und Giroverbandes, erst fünf Jahre später geht er wieder ins Ausland.

Da sie seit 2004 Deutschlands First Lady ist, gehört es auch zu ihren Pflichten verschiedene Schirmherrschaften zu übernehmen. Zu Weihnachten sollte mit einer Aktion unter dem Motto „Schulen für Afrika“ benachteiligten Kindern wie Mädchen und Aids-Waisen zu Bildung verholfen werden. UNICEF-Schirmherrin Eva Luise Köhler erklärte dazu: „Bessere Schulen helfen nicht nur jedem einzelnen Kind, seine Fähigkeiten zu entfalten. Sie sind auch die ertragreichste Investition in die Entwicklung Afrikas.“ Und sie rechnet auch praktisch vor: Wenn 200 Menschen jeweils 50 Euro spendeten, könne UNICEF zum Beispiel in Angola eine einfache Schule für 200 bis 300 Schüler errichten.

Außerdem engagiert sie sich besonders für die Allianz Chronischer Seltener Erkrankungen (ACHSE). ACHSE, das ist ein Netzwerk von Patientenorganisationen von Kindern und erwachsenen Betroffenen mit (chronischen) seltenen Erkrankungen und ihrer Angehörigen, das Hilfe zur Selbsthilfe leistet. Es gibt etwa vier Millionen Betroffene in Deutschland. Dazu sagte sie bei Sandra Maischberger: „Wenn ich mit den Betroffenen spreche, weiß ich, wovon sie reden. Vielleicht kann ich das Anliegen so auch glaubwürdiger vertreten.“



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