Weihnachtsaktion

Weihnachtsangebot:
Verschenken Sie 6 Monate für 59 €

The Epoch Times The Epoch Times

Kein Abo

Läuft automatisch aus.

Strafanzeige gegen zwei chinesische Chirurgen wegen Mittäterschaft bei Organraub

Von 28. Juli 2006
Ermittlungen gegen Teilnehmer des Welttransplantations-Kongresses in Boston
Die amerikanische Rechtsanwältin Dr. Terri Marsh. Sie reichte am Dienstag bei der US-Staatsanwaltschaft in Boston eine Strafanzeige gegen zwei chinesische Ärzte  und Teilnehmer des Welttransplantations-Kongress in Boston ein. Ihnen wird Mittäterschaft bei Organraub mit Todesfolge an Falun Gong-Praktizierenden in China vorgeworfen. (Die amerikanische Rechtsanwältin Dr. Terri Marsh. Sie reichte am Dienstag bei der US-Staatsanwaltschaft in Boston eine Strafanzeige gegen zwei chinesische Ärzte und Teilnehmer des Welttransplantations-Kongress in Boston ein. Ihnen wird Mittäterschaft bei Organraub mit Todesfolge an Falun Gong-Praktizierenden in China vorgeworfen. (Foto: The Epoch Times)

Boston- Eine US-amerikanische Anwältin reichte am Dienstag Strafanzeige ein gegen zwei chinesische Chirurgen, die an dem Welt-Transplantationskongress in Boston teilnehmen. Darin werden beide Ärzte der Oberaufsicht über die gewaltsame Organentnahme an lebenden Falun Gong-Gefangenen  in den von ihnen geleiteten Kliniken bezichtigt.

Dr. Terri Marsh, Geschäftsführererin der Human Rights Law Foundation (HRLF), reichte die Strafanzeige am Dienstag bei der U.S.-Staatsanwaltschaft in Boston ein. In der Anzeige wird eine umgehende Untersuchung über die Verwicklung von zwei Ärzten aus China in Fälle gewaltsamer Organentnahme gefordert. Die Anzeige zielt außerdem auf einen sofortigen Haftbefehl ab, um einen möglichen Fluchtversuch der mutmaßlichen Täter nach China während der laufenden Ermittlungen zu verhindern.

„Ich werde alles tun, um die gewaltsame Organentnahme an Falun Gong-Praktizierenden zu stoppen“ sagte Dr. Marsh. „Das ist nur ein Tropfen im Meer der vielen Strafanzeigen, die in allen Ländern gegen Beamte und Chirurgen, die in  diese Sache verwickelt sind, ergehen werden.“

Die Angeklagten, Zhonghua Klaus Chen und Tongyu Zhu, sind jeweils Leiter der Transplantationsabteilungen in Krankenhäusern in Wuhan und Shanghai. In der Anklageschrift heißt es: „Die Angeklagten sind wissentlich und vorsätzlich daran beteiligt und/oder haben geholfen oder Vorschub geleistet bei der Praktik der illegalen Organentnahme von Falun Gong-Praktizierenden oder anderen Gefangenen.“ Sie haben auch „persönlich und finanziell von dieser Praktik profitiert.“

Als Beweismaterial für ihre Anschuldigungen legte Dr. Marsh Tonmitschnitte von Telefongesprächen vor, in denen Ärzte, die in den Krankenhäusern, deren Transplantationsabteilungen die beiden Angeklagten vorstehen, offen zugeben, dass die verfügbaren Transplantate von Falun Gong-Praktizierenden stammen. Falun Gong war in China eine sehr populäre Qi Gong-Schule, bis es 1999 in China verboten wurde und seitdem mit legalen und illegalen Mitteln vom chinesischen KP-Regime verfolgt wird.

Einer der Telefonmitschnitte ist das Gespräch zwischen einem Arzt des Hospitals von Zhu in Shanghai. Auf die Frage des Anrufers, ob die infrage kommenden Organe von Falun Gong-Praktizierenden stammten, antwortet der Arzt: „Bei uns sind es alles solche.“ Im Lauf des Gespräches erwähnt der Arzt insbesondere Nieren, das Spezialgebiet von Zhu. Selbst wenn man davon ausgeht, so Terri Marsh, dass sich die beiden angezeigten Ärzte und Leiter der Abteilungen nicht persönlich an den unrechtmäßigen Organentnahmen beteiligen, sind sie doch als Vorgesetze verantwortlich für in ihrem Zuständigkeitsbereich begangene Straftaten.

Die Organentnahme ohne Zustimmung an den Glaubensgefangenen verstößt laut Strafanzeige gegen die UN-Konvention gegen Folter, die sowohl von den USA als auch von China ratifiziert wurde.

Die Tonmitschnitte stammen aus einem aktuellen Untersuchungsbericht, durchgeführt und veröffentlicht von David Kilgour, ehemaliger kanadischer Abgeordneter und Staatsanwalt, und David Matas, für internationale Institutionen arbeitender Menschenrechtsanwalt, ebenfalls Kanadier. Ihr unabhängiger Untersuchungsbericht bestätigte die Anschuldigung systematischen Organraubs an Falun Gong-Praktizierenden in China, der gewöhnlich mit dem Tod der Opfer endet. Der Report kommt zu dem Schluss, dass die Herkunft von etwa 40.000 Organtransplantaten aus den letzten Jahren in China ungeklärt bleibt.

Laut Marsh wurde die Strafanzeige von der Staatsanwaltschaft angenommen und eine Untersuchung soll eingeleitet werden. Seitdem Chen eine Kopie der Anzeige mit dem Hinweis auf die bevorstehende Untersuchung übergeben wurde, ist damit zu rechnen, dass der Arzt versuchen wird, die USA schnellstmöglich zu verlassen

Dazu Terri Marsh: „Ich hoffe, dass die Untersuchung auch weitergeht, falls die Ärzte den Bereich der Rechtsprechung verlassen, und hoffentlich wird es zu einer Verurteilung kommen.“

Das ist nur der Anfang

Die Strafanzeige ist Teil einer weltweiten Kampagne. Bei dem Welttransplantationskongress in Boston wurde mehr als 50 chinesischen Delegierten ein Papier überreicht, in dem es heißt: „Die unterzeichnenden Anwälte sind über die Verbrechen, die weiterhin geschehen, informiert und werden die Handlungen der Täter beobachten und verfolgen. Dies geschieht zur Wahrung der Gerechtigkeit, der menschlichen Würde und Moral. Das Dokument ist unterzeichnet von Anwälten aus drei Ländern, neben Terri Marsh aus USA sind das Teresa Chu aus Taiwan und Carlos Iglesias aus Spanien.



Gerne können Sie EPOCH TIMES auch durch Ihre Spende unterstützen:

Jetzt spenden!


Kommentare
Liebe Leser,

vielen Dank, dass Sie unseren Kommentar-Bereich nutzen.

Bitte verzichten Sie auf Unterstellungen, Schimpfworte, aggressive Formulierungen und Werbe-Links. Solche Kommentare werden wir nicht veröffentlichen. Dies umfasst ebenso abschweifende Kommentare, die keinen konkreten Bezug zum jeweiligen Artikel haben. Viele Kommentare waren bisher schon anregend und auf die Themen bezogen. Wir bitten Sie um eine Qualität, die den Artikeln entspricht, so haben wir alle etwas davon.

Da wir die Verantwortung für jeden veröffentlichten Kommentar tragen, geben wir Kommentare erst nach einer Prüfung frei. Je nach Aufkommen kann es deswegen zu zeitlichen Verzögerungen kommen.


Ihre Epoch Times - Redaktion