Der estnische EU-Abgeordnete Tunne Kelam initiierte die Resolution gegen den Organraub.Foto: Epoch Times

VIDEO: Historische Statements: EU verurteilt Organraub in China

Epoch Times17. Dezember 2013 Aktualisiert: 17. Dezember 2013 10:43

Es war ein klares "Ja" für das Leben und die Menschlichkeit: Mit absoluter Mehrheit verabschiedete das Europäischen Parlaments in Straßbourg am 12. Dezember eine Resolution, die Chinas staatlich betriebenen Organraub verurteilt.

Hier ein Video aus der Debatte mit den wichtigsten Statements der EU-Abgeordneten:

https://youtube.com/watch?v=eqfJ-0Zyb0M

Die Organraub-Resolution erhielt breite Unterstützung aus fünf verschiedenen Fraktionen. Die Mitglieder des Parlaments nannten eine Vielzahl von Gründen, warum sie die Resolution unterstützten: Besonders hervorgehoben wurden die moralische Notwendigkeit, den Organraub zu verurteilen, die Unterstützung der grundlegenden Menschenrechte, das Wohl des chinesischen Volkes und auch, dass die Europäer an diesen Verbrechen nicht mitschuldig werden dürfen.

Eine Abgeordnete aus Litauen, Laima Liucija fasste es wie folgt zusammen: "Der systematische und staatlich organisierte Organraub in China, sowie die Inhaftierung politischer und Glaubensgefangener, darunter der Falun Dafa-Praktizierenden, ist absolut inakzeptabel und muss sofort beendet werden."

Zigtausende Gefangene als Organquelle

Chinas Organraub steht in direkter Verbindung mit der Verfolgung der Falun Gong-Bewegung, die seit 1999 von Chinas kommunistischem Regime betrieben wird. Nach den Einschätzungen des unabhängigen Untersuchungsteams um die kanadischen Menschenrechtsanwälte David Kilgour und David Matas, geht die Zahl der durch Organraub getöteten Falun Gong-Praktizierenden in die Zigtausende. Die Anhänger der buddhistischen Meditationspraxis sitzen zu Hunderttausenden in chinesischen Arbeitslagern und Gefängnissen und stellen laut dem Report der Kanadier die einzige erklärbare Organ-Quelle für Chinas Transplantations-Boom dar.

Die nun verabschiedete EU-Resolution war eine Initiative von Tunne Kelam, einem Abgeordneten aus Estland. "Wir hätten das schon viel früher machen sollen!“, sagte er nach der Abstimmung in einem Interview. Der Organraub sei für Menschen in China und auf der ganzen Welt „eine Lehre, die die Augen dafür öffnet, dass es in einer Diktatur keine Garantie für Freiheit und Menschenwürde gibt."

Gesetze sind in Planung

Die ehemalige rumänische Justizministerin Monica Macovei, jetzt Mitglied des Europäischen Parlamentes, war eine der Autoren der Resolution. Sie sagte in einem Interview mit NTD: "Die Botschaft der Resolution ist, dass wir nicht akzeptieren, dass Menschen ihre Organe ohne Zustimmung und gegen ihren Willen entnommen werden."

Macovei möchte in der nächsten Sitzung des EU-Parlamentes eine Regelung anstoßen, die europäischen Bürgern verbietet, Organe von "unfreiwilligen Spendern" zu bekommen. Laima Liucija hoffte, dass die Resolution für China ein positives Signal ist: "Eine Geste des guten Willens von hilfsbereiten Menschen."



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