Chinas oberstes Volksgericht: Ausländische Investoren ziehen ihr Kapital zurück

Ein Beamter des Obersten Volksgerichtes Chinas bestätigte einen massiven Rückzug von ausländischen Investoren und eine steigende Anzahl von Konkursmeldungen bei privaten Unternehmen.
Titelbild
Schwer zu vermieten: Bürohäuser in Peking. (Andrew Wong/Getty Images)
Von 26. April 2009

Die Veränderungen in der nationalen und internationalen Wirtschaftsumgebung verursache viele Wirtschaftskonflikte und Streitigkeiten. Dies zeige sich deutlich an der zunehmenden Anzahl der bei den Gerichten eingereichten Klagen. Darauf wies dem Bericht der chinesischen Zeitung Xinjing-Bao vom 18. April zufolge der stellvertretende Präsident des Obersten Volksgerichtes Chinas, Xi Xiaoming, in einer Arbeitssitzung der Volksgerichte hin.

Laut Xi sei die Anzahl der eingereichten Wirtschaftsklagen zwischen Februar 2008 und Februar 2009 im Vergleich zu den vorangegangenen Jahren um 19,62 Prozent gestiegen. Bei den Streitigkeiten sei das verbreitete Phänomen zu erkennen, dass die ausländischen Investoren ihr Kapital zurückzögen und die Unternehmen verließen. Die Konkursanträge von privaten Unternehmen hätten deutlich zugenommen.

Vor Kurzem meldete das chinesische Handelsministerium eine starke Reduzierung der unmittelbaren Investitionen von ausländischen Investoren. Die Investitionen im Januar 2009 beliefen sich auf 7,54 Milliarden Renminbi Yuan (rund 754 Millionen Euro) und sind im Vergleich zum Januar 2008 um 32,6 Prozent gesunken. Die ausländischen Investments sind seit Oktober vergangenen Jahres rückläufig.

Seit Dezember 2008 haben die Bank of Scotland, die Schweizer Bank UBS und die Bank of America hintereinander ihre Beteiligungen an der Bank of China verkauft; der Hongkonger Immobilien-Milliardär Li Ka-Shing verkaufte seine Immobilien in Shanghai, so auch Morgan Stanley. Weil viele ausländische Investoren den chinesischen Markt verlassen, sind große Bürohäuser in Shanghai und Peking immer schwerer zu vermieten. Obwohl die Mieten sinken, steigt jedoch die Leerstandsquote weiter.



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