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Chinas Wasserkraft kann die Dürre verschlimmern

Epoch Times22. April 2010 Aktualisiert: 22. April 2010 22:40

Jetzt ist Frühling in China. Aber die schwere Dürre der südwestlichen Regionen bedeutet für die Bauern, dass sie nicht auf ihr Land zurück gehen können.

Als die schlimmste Dürre in 100 Jahren wird sie bezeichnet. Davon betroffen sind mehr als 8 Millionen Hektar anbaufähiges Land der Region. Laut Chinas staatlicher Hochwasserüberwachung und dem Hauptquartier für Trockenheitsabhilfe hinterlässt die Dürre in über fünf Provinzen mehr als 20 Millionen Menschen ohne ausreichendes Trinkwasser.

Viele fragen sich, ob von Menschenhand geschaffene Ursachen zur Krise beigetragen haben.

Der geologische Experte Fan Xiao von der Sichuan Geological Exploration and Exploration of Mineral Resources glaubt, die rasante Entwicklung der Wasserkraft habe dabei eine Rolle gespielt.

[Fan Xiao, Sichuan Geological Exploration and Exploration of Mineral Resources]:
„Viele der großen Wasserkraftwerke entlang des Stroms sind nicht imstande, Wasser zu beschaffen, das ist ein übliches Problem. Besonders der Buoyang und Dongting See entlang der niedrigeren Lagen des Yangtze Flusses erleben niedrige Wasserspiegel seit vielen Jahren. Manche Experten sagen, das habe mit dem Reservoir für den Drei-Schluchten-Damm zu tun.“

Laut der Chinesischen Akademie der Naturwissenschaften stieg die Wasserkraftkapazität auf 100 Millionen Megawatt von 1999 bis 2008. Bis zu 75% der gesamten Kapazität ist in der südwestlichen Region Chinas gebündelt.

Fan sagt, den Bedarf dieser Wasserkraftwerke zu erfüllen, hat die Bereitstellung von Wasser für das Volk beeinträchtigt.

[Fan Xiao, Sichuan Geological Exploration and Exploration of Mineral Resources]:
„Mit großen Investitionen in Wasserkraftwerke sind es öfter die mächtigen Interessengruppen, welche berücksichtigt werden. Ihr Interesse ist es den Wasserbedarf für Energieerzeugung zu befriedigen. Das steht im Konflikt mit der Wasserversorgung [für die Menschen]. Um die Stromerzeugung zu maximieren, halten die Dämme eine Menge Wasser. Im Winter und Frühling, wenn wenig Wasser da ist, mag das die Wasserknappheit verschlimmern.“

Fan sagt, die Wasserkraftwerke verursachten auch irreparable Schäden am Ökosystem der Flüsse. Er möchte, dass die Landesbehörden die Nutzung der Wasserressourcen unter Berücksichtigung der Interessen der breiten Öffentlichkeit koordinieren.

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