Chinesische Disziplinierung: Tibeter werden von Peking zur Fabrikarbeit gezwungen, die eigenen Felder vernachlässigt

Epoch Times22. September 2020 Aktualisiert: 22. September 2020 15:26
Tibeter - die Bauern und Hirten der Region – werden durch Peking gezwungen, ihre Landwirtschaft zu vernachlässigen und in Fabriken zu arbeiten. Die KP Chinas will damit "faule Leute wirksam eliminieren" und "Arbeitsdisziplin, chinesische Sprache und Arbeitsethik" vermitteln. Ganz nebenbei wird die tibetische Kultur zerstört.

China zwingt laut einem Bericht eines US-Forschungsinstituts tibetische Hirten und Bauern in „Arbeitsprogramme“, ähnlich denen, die in der chinesischen Unruheregion Xinjiang laufen. Die Behörden in Tibet bewerben das umstrittene Arbeitsprogramm als Maßnahme im Kampf gegen die Armut. Dabei schickt die Kommunistische Partei die Bewohner ländlicher Regionen in Fabriken.

Forscher der Jamestown Foundation analysierten allerdings, dass das „militarisierte Berufstraining“ eine Form der ideologischen Indoktrinierung und Assimilierung der Tibeter sei, die 90 Prozent der Bevölkerung in der abgelegenen Region im Westen von China ausmachen. Den Forschern zufolge wurden allein in den ersten sieben Monaten dieses Jahres mehr als 500.000 Hirten und Bauern in das Arbeitsprogramm gezwungen.

Diese Maßnahmen droht, zum „Verlust des kulturellen Erbes“ Tibets zu führen, hieß es in einem am Dienstag veröffentlichten Bericht.

Laut einem in dem Bericht zitierten Aktionsplan der chinesischen Regierung sollen in dem Programm „Arbeitsdisziplin, chinesische Sprache und Arbeitsethik“ vermittelt werden. Nach einem Bericht der Stadtverwaltung von Nagqu vom Jahr 2018 sollten damit „faule Leute wirksam eliminiert“ werden.

Wird Tibet ein zweites Xinjiang?

Studien-Autor Adrian Zenz warnt, dass die zunehmend assimilatorische Minderheitenpolitik der chinesischen Regierung auf lange Sicht zu einem Verlust des sprachlichen, kulturellen und geistigen Erbes Tibets führt.

Der Studie zufolge hat das Programm in Tibet Parallelen zu chinesischen Programmen in der Uiguren-Region Xinjiang. In der muslimisch geprägten Region nahmen laut Regierungsangaben zwischen 2014 und 2019 jährlich im Durchschnitt 1,29 Millionen Menschen an Arbeitsprogrammen teil.

Nach Angaben von Menschenrechtsorganisationen sind in Xinjiang zudem mehr als eine Million Uiguren und andere Muslime in Haftlagern eingesperrt. Sie werden dort nach Angaben der Aktivisten zur Aufgabe ihrer Religion, Kultur und Sprache gezwungen und teilweise auch misshandelt.

Peking weist die Vorwürfe zurück und spricht von „Bildungszentren“, die dem Kampf gegen islamistische Radikalisierung dienten. (afp/sm)

Mögen Sie unsere Artikel?
Unterstützen Sie EPOCH TIMES
HIER SPENDEN

Unsere Buchempfehlung

Finanzmärkte, Handel, Medien, Ideologie, internationales Recht, Weltraum und vieles mehr sind potenzielle Krisenfelder, auf denen im übertragenen Sinn ein Krieg tobt. Für die KP China bedeutet es jedoch Krieg im wahrsten Sinne des Wortes. Diese Partei, die die Regierung Chinas stellt, vertritt den Grundgedanken der „uneingeschränkten Kriegsführung“.

Zu den Mitteln des Kampfes gehören das Hacken von IT-Systemen, Terrorismus, psychologische, biochemische, ökologische, atomare und elektronische Kriegsführung, die Verbreitung von Drogen, Schmuggel, Sanktionen und so weiter.

Der Schlüsselpunkt dazu sind nicht unbedingt die unter Waffen stehenden Streitkräfte, sondern die „Generalisierung von Krieg“ für jeden chinesischen Landesbürger. „Uneingeschränkte Kriegsführung“ meint, dass „alle Waffen und Technologien nach Belieben eingesetzt werden können; was bedeutet, dass alle Grenzen zwischen Krieg und Frieden, zwischen militärischer Welt und ziviler Welt aufgebrochen werden.“

Genau darum geht es im Kapitel 18 des Buches „Wie der Teufel die Welt beherrscht“ mit dem Titel „Chinas Griff nach der Weltherrschaft“. Hier mehr zum Buch.

Jetzt bestellen - Das dreibändige Buch ist sofort erhältlich zum Sonderpreis von 50,50 Euro im Epoch Times Online Shop

Das dreibändige Buch „Wie der Teufel die Welt beherrscht“ untersucht auf insgesamt 1008 Seiten historische Trends und die Entwicklung von Jahrhunderten aus einer neuen Perspektive. Es analysiert, wie der Teufel unsere Welt in verschiedenen Masken und mit raffinierten Mitteln besetzt und manipuliert hat.

Gebundenes Buch: Alle 3 Bände für 50,50 Euro (kostenloser Versand innerhalb Deutschlands); Hörbuch und E-Book: 43,- Euro.

Weitere Bestellmöglichkeiten: Bei Amazon oder direkt beim Verlag der Epoch Times – Tel.: +49 (0)30 26395312, E-Mail: [email protected]